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Christopher
findet eine Einladung zu einer „Murder Party“ auf der Straße,
die ihn wenig später in ein verlassenes, dunkles Viertel führt. Dort
trifft er auf eine Gruppe verkappter Künstler. Die, wie er, im
Halloween-Look umherirren. Sein Geschenk, ein Kürbiskernbrot, wird
ausgeschlagen und Christopher merkt schnell,
dass er die zufällige Einladung lieber auf der Straße hätte liegen
lassen sollen.
Plötzlich
will ihn ein als Werwolf verkleideter Mann mit einem Beil bearbeiten,
was aber nicht so ganz klappt. Daraufhin wird Christopher
gefesselt und auf eine kurze Zukunft vorbereitet. Er ist der
Hauptdarsteller auf der „Murder Party“ und soll einen besonders
kunstvollen Tod erleiden… |
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Todesursache: Kunst. So lautet der Grundtenor
des Streifens „Murder Party“, der von Regiedebütant Jeremy
Saulnier ins Leben gerufen wurde. Eines ist klar: Der Streifen ist sicherlich
nicht etwas für jedermann. Er richtet sich an Freunde des etwas anderen
Films, speziell an diejenigen, die den B-Film mögen.
Inspiriert von Drogen, Kunst und Dildos zeigt uns „Murder Party“
eine eher schlichte Story um einen einsamen Mann, der lieber auf eine
wildfremde Mörder-Party geht, anstatt mit seiner komischen Katze alleine zu
Hause zu bleiben. Dort trifft er auf ein paar Psychos, die ihm, künstlerisch
wertvoll, an die Wäsche wollen. Das war es im Prinzip schon, was erzählt
wird. Das ist sicherlich nicht viel und die Tatsache, dass der Hauptspielort
eine Lagerhalle ist, macht nicht viel Hoffnung auf ein Gelingen des Streifens.
Aber obwohl man es nicht erwartet, entwickelt „Murder Party“ Qualitäten.
Nach einem etwas langweilig inszenierten Beginn, in dem Christopher
in seiner Wohnung gezeigt wird, kommt Zug in die Sache. Die Charaktere der
Psychopaten sind nett gestaltet und wissen zu unterhalten. In der Hauptsache
geht es in der Lagerhalle nur um Diskussionen. Allerdings der etwas anderen
Art. Auch wenn man es nicht vermutet, die komischen Leute widmen sich alle der
Kunst – Wenn sie mal nicht beim Töten sind. Neben den künstlerischen
Dialogen gibt es einige Szenen, die witzig sind oder zumindest witzig sein
sollen. Mit Wörtern wie: „Hör auf dich zu weheren – Oder ich
flippe aus“ wird einem Todeskandidaten Angst gemacht. Mit einem Kürbiskernbrot
wird eine Frau umgebracht und auch ein Vortäuschen des „In die Hose
urinieren“ soll den Betrachter auflockern. Man braucht allerdings einen sehr
speziellen Humor, damit dies funktioniert. Auch die andauernden Beschimpfungen
mit dem Worte „Dildo“ sind nur begrenzt lustig.
Der Film, der vielleicht ein bisschen von Tarantinos „Reservoir Dogs - Wilde
Hunde“ inspiriert wurde (Wegen der Kulisse, den Dialogen und der ein oder
andren Einlage wo ein gefesselter Mann auf dem Stuhl attackiert wird),
versteht es aber trotzdem zu unterhalten. Dank einer sauberen Kameraführung,
einen sauberen Schnitt und vor allem einem guten Aufnahmegerät, wirkt das
Geschehen unterhaltsamer, als man annehmen darf. Stellenweise funktioniert der
Film ganz gut. Er verfügt aber auch über weniger unterhaltsame Momente. Aber
es wurde nicht alles künstlich in die Länge gezogen, was gezogen werden
konnte. Nach knapp 70 Minuten erscheint bereits der Abspann. Hier hat man eine
weise Entscheidung getroffen. Denn viele Filmemacher, gerade im
Low-Budget-Bereich, wissen nicht wann sie aufhören müssen. Und im Falle von
„Murder Party“ ist in dieser Hinsicht weniger viel mehr.
Dank Schauspielern, die sich zum Großteil an das Geschehen anpassen können,
unwirklichen Dialogen und einigen Spezialeffekten kommt immer mal wieder
Spannung auf. Horror-Atmosphäre kann zwar nicht wirklich erzeugt werden, dafür
baut sich aber eine beklemmende Stimmung auf. Zumindest wenn man sich in die
Rolle des gefesselt und geknebelten Christophers
hineinversetzten kann. Spezialeffekte sind zwar reichlich vorhanden, diese
aber nur als Andeutung mit Blutspritzern. Mit einer Ausnahme.
Für einen Regiedebütanten, wie es Jeremy Saulnier ist, ist hier durchaus gute Arbeit
abgeliefert worden. Mit etwas mehr Geld in der Tasche hätte er sicherlich
mehr rausholen können. Richtige Spezialeffekte und eine (stellenweise)
weniger nervende Musik hätten dem Ganzen sicherlich gut getan. So bleibt es
aber ein solider B-Film, der Freunden des B-Horror-Movies sicherlich gefallen
wird.
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Der
Horror-Page lag als Muster ein Rezensionsexemplar ohne DVD-Menü und
Zusatzmaterial vor. Bild und Ton waren sehr gut, sodass davon ausgegangen
wird, dass auch die finale Version über gute Qualität verfügt. Was als
Extra auf die Silberscheibe gepresst wird, war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung
dieses Reviews nicht bekannt.
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