Cabal – Die Brut der Nacht

Informationen

OT: Nightbreed

ca. 98 Minuten

USA 1990

Regie

  • Clive Barker
Darsteller

  • Craig Sheffer
  • David Cronenberg
  • Anne Bobby
  • u.a.

Cabal - Die Brut der Nacht

Story

Der alptraumgeplagte Aaron Boone leidet sehr unter seinen nächtlichen Visionen. Denn sie scheinen mehr als nur Fiktion zu sein. Immer wieder träumt er dasselbe. Von einer Stadt, die von Dämonen bewohnt wird. Der Ort Midian scheint für ihn immer realer zu werden und deshalb sucht er sich professionelle Hilfe. Psychiater Dr. Decker soll seine Leiden lindern. Boone erzählt Dr. Decker von dem, was er des Nachts erlebt. Dieser hört auch gespannt zu, hat aber auch seine privaten Gründe hierfür. Und nicht nur weil er seinem Patienten die Morde anhängen will, die ein Psychopath in der Gegend begangen hat. Dr. Decker ist schon seit langem auf der Suche nach dem Ort Midian und seinen monströsen Einwohnern.

Aaron Boone scheint nun eine neue Möglichkeit für Dr. Decker zu sein, die Stadt zu finden und auszulöschen. Durch einen geschickten Schachzug erfährt der Psychiater wo sich der Zutritt zur Stadt befindet und entledigt sich Boone, der bei einer Polizeiaktion, als mutmaßlicher Serienmörder, erschossen wird. Decker will nun Midian zerstören und seine Bewohner vernichten. Doch er ahnt nicht, dass Boone als Toter im Reich der Monster aufgenommen wurde und diese vor einem Angriff warnt. Doch die Schlacht um die mysteriöse Stadt scheint unausweichlich…

Kritik

Die Geschichte, die uns Clive Barker in „Cabal – Die Brut der Nacht“ präsentiert, gehört ohne Frage mit zu dem Besten, was der Horror-Film je hervor gebracht hat. Dass der Autor und Regisseur über ein Ausnahmetalent verfügt, hat er nicht zuletzt mit „Hellraiser – Das Tor zur Hölle“ bewiesen. Die Geschichte rund um Aaron Boone ist zwar nicht unbedingt einfach zu verstehen, wer den Film aber einmal gesehen hat, wird nicht davor zurückschrecken ihn das zweite Mal in den Videorekorder zu schieben. Gleich der Beginn weiß zu überzeugen.

Man wird in eine fantastische Welt geführt, von der man nicht weiß ob sie einen erstaunen oder erschrecken soll. Ob sie real oder fiktiv ist. Ob der Protagonist verrückt oder nicht verrückt ist. Letzteres ist zwar zu erahnen, dennoch kann man sich nicht wirklich sicher sein. Man bleibt wirklich während der gesamten Spielzeit am Ball. Wird quasi dazu gezwungen. Auch wenn ein leichtes Gefälle der negativen Art vorhanden ist, was die Story betrifft.

Positive Aspekte für das Gelingen des Streifens sind neben der erwähnten Geschichte die Masken, die mit viel Phantasie und Liebe zum Detail erstellt wurden. Hier wurden Monstren geschaffen, die Ihresgleichen suchen. Auch die Kulissen können sich sehen lassen. Der Friedhof und die Stadt der Monster sind wunderbar gestaltet. Und das natürlich ohne CGI.

Was auffällig ist, dass Clive Barker es versteht, die Monster nicht von der grausamen Seite darzustellen. Zumindest meistens. Wie auch in „Hellraiser“, kann man durchaus Sympathien für die hässlichen Geschöpfe entwickeln. Gerade auch weil Gut und Böse nicht eindeutig definiert sind. Ebenso ein guter Kniff ist Barker mit der Darstellung des Psychiaters Dr. Decker gelungen. Nicht nur, dass diese Person sehr besonders ist (An dieser Stelle soll nicht zu viel über den Charakter verraten werden) sie wird auch von jemand Besonderem gespielt. Kein Geringerer als Kult-Regisseur David Cronenberg konnte für diese Rolle eingestellt werden. Und er spielt sie sehr authentisch, was einer Meisterleistung nahe kommt. Protagonist Aaron Boone wird von Craig Sheffer gemimt. Ihm kann auch eine gute Leistung attestiert werden.

Ebenfalls gut ist die Musik, die abwechslungsreich und fast immer stimmig daherkommt. Danny Elfman hat hier eine sehr gute Akustik auf die Beine gestellt, die viele Szenen atmosphärisch aufwertet. „Cabal – Die Brut der Nacht“ ist und bleibt wohl einer der besten Horror-Filme, die es je gegeben hat. Irgendwann soll auch mal die lange angekündigte Director’s Cut-Fassung auf den Markt kommen, die dann noch mehr Details enthalten soll, vor allem blutige. Denn besonders blutig ist „Cabal – Die Brut der Nacht“ nicht unbedingt. Was aber leicht durch die mysteriöse Geschichte und die schön grausamen Bilder kompensiert wird.

Bewertung

Splatter Cabal - Die Brut der Nacht
Spannung Cabal - Die Brut der Nacht
Story Cabal - Die Brut der Nacht
Ekelfaktor Cabal - Die Brut der Nacht
Atmosphäre Cabal - Die Brut der Nacht
Gesamt Cabal - Die Brut der Nacht

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