Nightmare Concert

Nightmare Concert

Informationen

Originaltitel Un Gatto nel Cervello
Länge 90 Minuten
Drehjahr 1990
Drehland Italien
Regie Lucio Fulci
Schauspieler
  • Lucio Fulci
  • David L. Thompson
  • Jeoffrey Kennedy
Nightmare Concert

Story

Okay, ich sag es lieber gleich, „Nightmare Concert“ hat fast keine Story oder Handlung. Ich versuch einfach mal ein bisschen zusammen zu kratzen. Der Film beginnt mit einer Szene aus dem Fulci Film „When Alice broke the mirror“. Und zwar sehen wir einen Mann, der Genüsslich ein Steak aus Menschenfleisch verspeist und nebenher seine tote Freundin mit Hilfe einer Kettensäge zersägt. Plötzlich hört man laut einen Mann „Schnitt“ rufen und wir sehen Lucio Fulci und sein Team, die gerade dabei sind einen Film zu drehen. Nach den Dreharbeiten geht Fulci in seine Stammwirtschaft um etwas zu essen. Als er aber das Fleisch und so sieht, denkt er sofort an eine Szene aus seinem Film und ihm vergeht der Appetit. Als Fulci dann nach Hause kommt und draußen den Gärtner mit einer Kettensäge sieht, bekommt er wieder eine Halluzination und zwar wie er eine tote Frau zersägt, genau wie in Fulcis Film.

Fulci denkt, so kann es nicht weitergehen und geht deshalb zu einem Psychiater, der ganz in seiner Nähe wohnt. Nachdem Fulci seine Probleme geschildert hat, sieht sich der Psychiater alle Filme von Herr Fulci an und hofft damit das Problem zu lösen, dass Fulci hat. Aber es kommt ganz anders. Durch die Filme wird der Psychiater wahnsinnig und blutrünstig. Deshalb kommt ab jetzt es öfters mal vor, dass der Psychiater einfach irgendjemand auf bestialische Weise umbringt. Um die Polizei zu irritieren, hypnotisiert er Herr Fulci, so dass dieser immer zum Tatort hinläuft und praktisch als Täter dasteht. Aber Fulci selber hat ganz andere Probleme, denn egal wo er auch hinschaut, sieht er „Splatter“.

Kritik

Okay ich gebe es zu, die Story und die ganze Handlung allgemein ist mehr als an den Haaren herbeigezogen. Eigentlich hat der Film selber so gut wie keine Handlung. Wir sehen praktisch einfach was Fulci so macht und was er dabei alles für Halluzinationen bekommt. Ab und zu sehen wir dann auch mal den Psychiater, der dann immer für eine gute Splatterszene sorgt und irgendwann ist der Film dann mal aus. Aber seinen wir doch mal ehrlich! Wer von uns kauft sich einen Film von Lucio Fulci und erhofft eine super durchdachte und anspruchsvolle Story? Ich kann mir da eigentlich niemanden vorstellen. Wenn man sich einen Fulci Film kauft, dann eigentlich nur, oder zumindest hauptsächlich, wegen des Splatters.

Und was Splatter angeht hat „Nightmare Concert“ wirklich einiges interessantes und witziges zu bieten. Wenn ich jetzt alles aufzählen würde, würden das bestimmt 1000 Wörter alleine geben da es wirklich alle 2 Minuten splattert. Hier ein paar kleine Beispiele:

1) Eine Leiche wird mit einer Kettensäge zersägt. Zuerst werden die Arme abgesägt, dann der Kopf und zum Schluss die Beine. Die Eingeweide werden durch den Fleischwolf gedreht und das Resultat den Schweinen verfüttert.

2) Der Psychiater bringt eine Prostituierte um. Und zwar hackt er ihr erst die Hand ab und danach den Kopf.

3) Einer Frau wird mit einer Klavierseite der Hals aufgesäbelt und der Kopf bis zur hälfe abgesägt.

4) Einem Jungen wird mit einer Kettensäge der Kopf abgesägt.

5) Eine Frau wird mit einem Haken aufgeschlitzt und wir sehen ein paar Eingeweide.

Der Film selber hat noch viel viel mehr Splatter, aber wie schon gesagt um alles aufzuzählen würde ich alleine dafür schon 1000 Wörter brauchen. Wenn euch die Splatterszenen interessieren, dann lest euch am besten einfach einen Schnittbericht auf irgendeiner Horrorseite zu „Nightmare Concert“ durch. Die Splatterzenen sind auf jedenfall sehr unterhalten und dürften jedem Splatterfan gefallen!

Aber diese ganzen Szenen wirken keinesfalls erst, oder gewaltverherrlichend, denn es gibt so viel Splatter und Gore und vor allem oft übertrieben dargestellt, dass alles überhaupt nicht mehr ernst sondern eher lustig wirkt. Ich zumindest fand den Film irgendwie lustig. Besonders cool fand ich, wenn der Psychiater jemanden umbringt, denn dann hat er immer so ein witziges Grinsen drauf, nach dem Motto „Ich bin der böse Mann“. Auf jedenfall ist dies einfach köstlich mit anzusehen. Gefallen haben mir auch die ganzen Visionen die Fulci immer hat. Dies ist auch immer nach dem gleichen Schema aufgebaut. Herr Fulci sieht irgendjemand oder irgendwas. Die Kamera zoomt ganz nah auf sein Gesicht und wir hören schreie. Dann kommt die Vision, die immer sehr blutig ist und danach sehen wir wieder Fulci, der entweder empört schaut oder mit dem Kopf schüttelt. Diese Szenen sind einfach göttlich.

Ansonsten hat der Film außer witzigen Splatter eigentlich nicht viel zu bieten und ist deshalb nur für Splatterfans und Fulcifans interessant. Denn in der Hauptrolle spielt Lucio Fulci leibhaftig, was ich persönlich cool fand. Man kann auch sagen Fulci nimmt sich in diesem Film mehrmals selbst auf den Arm. Fulci ist einfach ein Horrorregisseur, der Film und Realität nicht mehr richtig auseinander halten kann (natürlich nur in diesem Film). Eigentlich sehen wir den ganzen Film durch nur Fulci und ab und zu den Psychiater, was aber in keiner Weise stört. Schauspielerisch brauche ich hierzu gar nichts sagen, denn man kann einfach nichts falsch machen ;-). Was mir auch aufgefallen ist, ist, dass Lucio Fulci in diesem Film Szenen aus ältern Werken wie „When Alice broke the mirror“ verwendet. Ob das so beabsichtigt war, oder ob ihm nur die Ideen ausgegangen sind weiß ich nicht, mich hat es auf jedenfall nicht gestört.

Der Film ist eigentlich zu keiner Sekunde langweilig, da immer etwas passiert, wie schon gesagt, es spaltter von Anfang an alle 2 Minuten. Leider haben die Moralhüter diesen Film um 23 Minuten gekürzt, als er damals auf VHS erschien. Obwohl auf diesem Tape fast keine Gewalt mehr zu sehen ist wurde es trotzdem indiziert, was in meinen Augen nur noch lächerlich ist. Wie kann man einen Film, der 90 Minuten geht auf 60 bringen? Für mich unbegreiflich! Aber inzwischen brauch niemand mehr dieses Tape, da Astro und Laser Paradise diesen Film uncut auf DVD und VHS herausgebracht haben.

Meine Meinung basiert auf der ungeschnittenen Astro/Laser Paradise DVD, die ich für 10 Euro (neu) bekommen hab. Ein super Preis! Das Bild ist in Vollbild und wirkt etwas alt. Jetzt kommt wieder mein üblicher Spruch… wenn man mal das Alter des Films bedenkt ist das Bild okay. Der Ton ist auch okay, bis auf manche eingefügten Szenen. Man kann bei den eingefügten Szenen teilweise noch die Originalstimme im Hintergrund hören. Das stört aber nicht weiter, könnt ihr mir glauben. Ansonsten ist der Ton während des gesamten Films in Ordnung. Der Film geht 89 Minuten und ist in 12 Kapitel aufgeteilt. Man kann bei dieser DVD sogar zwischen deutsch und englisch wählen und hat als Extra eine Bio und Filmographie über Lucio Fulci. Die DVD ist meiner Meinung nach recht gut gelungen und ich empfehle sie euch weiter. Leider wurde sie inzwischen aus dem Verkehr gezogen und ist deshalb nicht mehr so einfach zu finden.

Meines Wissens nach gibt es noch eine DVD, die aber ein mehr als schlechtes Bild haben soll, daher empfehle ich euch lieber diese DVD. Es gibt den Film auch noch ungeschnitten auf VHS und zwar von Astro und Summit. In diesem Fall empfehle ich euch nur Astro, da dass Summit Tape um 23 Minuten (kein Scherz) geschnitten ist. Dieser Film ist übrigens Spitzenreiter was Schnitte in einem Film angeht. Kein Film wurde in Sachen Gore und Splatter in Deutschland jemals so gekürzt wie dieser hier. Deshalb, Finger weg vom Summit Tape!!

„Nightmare Concert“ ist ein cooler Splatterfilm, der wirklich nur für Splatterfans zu empfehlen ist. Wer Handlung sucht, sucht hier vergebens, wer Splatter sucht hat ihn schon nach 55 Sekunden gefunden!

Bewertung

Splatter Nightmare Concert
Spannung Nightmare Concert
Story Nightmare Concert
Ekelfaktor Nightmare Concert
Atmosphäre Nightmare Concert
Gesamt Nightmare Concert

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