Syndikat des Grauens

Informationen

Originaltitel
  • Luca il contrabbandiere
  • The Smuggler
Länge 97 Minuten
Drehjahr 1980
Drehland Italien
Regie Lucio Fulci
Schauspieler
  • Fabio Testi
  • Ivana Monti
  • Guido Alberti
  • Ajita Wilson
  • u.a.
Syndikat des Grauens

Story

Mafia-Krieg in Neapel: Die alteingesessenen Banden, bis dato auf das Schmuggeln von Zigaretten spezialisiert, sehen sich einem Konkurrenten der hinterhältigsten Art ausgesetzt: Der "Marseillaner", ein Franzose, der den Markt mit Heroin überschwemmt, will sich die Dienste der Mafia-Clans als Schmuggler zu eigen machen. Jeder, der sich ihm widersetzt, wird kurzerhand auf grausamste Art und Weise liquidiert. So auch Michele, der Bruder des Zigarettenschmugglers Luca, beide ehrwürdige Mafiosi, die nach dem alten Ehrenkodex leben und Rauschgifthandel verabscheuen.

Nach dem gewaltsamen Tod Micheles sieht sich auch Luca zunehmend den Drohungen des Mannes aus Marseille ausgesetzt. Während viele seiner Kollegen dem Druck Stand geben, bleibt er hart. Dann wird seine Ehefrau entführt und vergewaltigt.

Luca wird zum gnadenlosen Rächer…

Kritik

Mafia-Feinkost vom italienischen Meister des Splatterfilms – Lucio Fulci.

Anders als bei vielen Genre-Filmen seiner Kollegen, kann "DAS SYNDIKAT DES GRAUENS" mit einer für damalige Italo-Schinken (und gerade auch für Fulci-Verhältnisse!!) bemerkenswerten Professionalität aufwarten. Fulci erzählt zwar eine eher altbackene Geschichte, ohne diese auch nur ansatzweise innovativ zu gestalten, dabei gelingt ihm allerdings das Kunststück, dass sein Werk zu keiner Zeit langweilig wird. Das liegt zum einen an der im Gegensatz zu vielen anderen B-Movies aus "Bella Italia" sehr guten Arbeitder Drehbuchautoren, sowie der Schauspieler, die ohne Ausfälle (sogar der ca. 5 jährige Nachwuchsschauspieler in der Nebenrolle als Sohn von Luca macht seine Rolle souverän, ohne zu nerven!!) und unfreiwillige Komik auskommen. Lediglich einige Dialog-Szenen wirken "Dank" deutscher Synchronisation, die ihrerzeit anscheinend alle italienischen Filme mit Klamauksprüchen à la Bud Spencer und Terence Hill auf Familientauglichkeit zu trimmen versuchte, etwas peinlich…

Was diesen Italo-Krimi allerdings aus der Masse seiner vielen Nebenbuhler hervorhebt (und ihm auch die Ehre zu Teil kommen lässt, in Horror-Kreisen Beachtungzu finden) sind die für den normalen Kriminalfilm wirklich deftigen Splattereinlagen. Auf Herrn Fulci war damals einfach Verlass in Sachen Blood-Happenings!!! Da werden Schusswunden nicht nur handelsüblich angedeutet, sondern effektemäßig regelrecht zelebriert, so dass die Vermutung nahe liegt, John Woo und andere Vertreter des asiatischen Heroic-Bloodshed-Cinemas ist dieser Film nicht ganz unbekannt… Die Splatterszenen sind für ihre Zeit und das Genre des Krimis ziemlich heftig, jedoch über den Film wohldosiert verteilt und wirken, im Vergleich zu anderen Vertretern der italienischen Splatter-Unterhaltung keinesfalls aufgesetzt.

Ein weiterer Bonus ist sicherlich auch die Atmosphäre und das Umfeld der Handlung: Wo, wenn nicht in Italien, kommen Mafia-Filme richtig zur Entfaltung?? Nicht nur Fans des damals ohnehin ziemlich populären Italo-Krimis werden die Qualität des Films zu schätzen wissen.

Für Anhänger der 70er- Jahre Blaxploitation ist sicherlich auch der Gastauftritt von Erotic-Queen Ajita Wilson interessant anzuschauen.

Ach ja: Wie es sich für einen richtigen "Lucio Fulci" anscheinend gehört, zählt auch dieses Kunstwerk des Kultregisseurs nicht gerade zu den Lieblingsfilmen der "Expertinnen" und "Experten" vom bundesdeutschen Jugendschutz…

Fazit: Mafia-Thriller mit typischen Fulci-Effekten!! Sehr solide, kurzweilige Unterhaltung!!!

Bewertung

Splatter Syndikat des Grauens
Spannung Syndikat des Grauens
Story Syndikat des Grauens
Ekelfaktor Syndikat des Grauens
Atmosphäre Syndikat des Grauens
Gesamt Syndikat des Grauens

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