Dead And Deader – Invasion der Zombies

Informationen

OT:Dead & Deader

ca. 85 Minuten

USA 2006

Regie

  • Patrick Dinhut
Darsteller

  • Dean Cain
  • Guy Torry
  • Susan Ward
  • Colleen Camp
  • u.a.

Dead And Deader - Invasion der Zombies

Story

Eine in Kambodscha stationierte Militäreinheit unter der Leitung von Lt. Quinn (Dean Cain) fällt dort einem seltsamen Virus zum Opfer, ihre Leichen werden anschließend nach Kalifornien überstellt. Dort staunt der Pathologe nicht schlecht, als Quinn auf dem Obduktionstisch plötzlich zu sprechen beginnt und trotz den Vitalfunktionen eines Toten überraschend lebendig scheint. Natürlich soll der Leutnant sofort diversen Tests unterzogen werden, doch das lässt Quinn, der seine gefallenen Kameraden wittert, nicht über sich ergehen. Auch diese sind zwischenzeitlich von den Toten auferstanden, allerdings ist ihr Zustand weit weniger beruhigend als der von Quinn, da sie sich mittlerweile zu Zombies verwandelt haben, denen der Sinn nach saftigem Menschenfleisch steht. Zusammen mit dem redseligen Koch Judson (Guy Torry) erledigt Quinn einige seiner untoten Kameraden und macht sich anschließend auf die Flucht vor der Polizei, die seiner Geschichte natürlich keinen Glauben schenken würde. Quinn’s Ziel ist es, alle seine ins Leben zurückgekehrten Kameraden aufzuspüren und zu vernichten, um so eine drohende Epidemie zu verhindern. Unterstützung erhalten er und Judson dabei noch von der Bardame Holly (Susan Ward), die sich bestens mit Horrorfilmen auskennt und daher weiß, wie mit den Zombies zu verfahren ist. Unglücklicherweise gerät das Trio alsbald in die Fänge des verrückten Arztes Dr. Scott (Peter Greene), der in dem Zombievirus den Schlüssel zum ewigen Leben wittert und an Quinn’s Resistenz gegen das Virus äußerst interessiert ist…

Kritik

Nachdem Zack Snyder’s "Dawn of the Dead" Remake das Zombie-Genre wieder salonfähig und dem Mainstream zugängig machte, sind die Untoten seitdem wieder gehäuft auf der großen Leinwand oder in der Videothek anzufinden. Egal ob Low-Budget, gehobenes B-Movie oder vom Altmeister George Romero persönlich, die verwesten Zombies finden langsam wieder Gefallen daran, ihre Gier nach Menschenfleisch vor laufenden Kameras zu stillen. Dass man sich dieser Thematik auch durchaus humoristisch annähern kann, bewies vor inzwischen 4 Jahren Edgar Wright’s mittlerweile zum Beinahe-Kult avancierte Komödie "Shaun of the Dead", welche die Untoten mal zum Ziel zahlreicher satirischer Seitenhiebe machte und zeigte, dass es selbst im Horror-Genre nicht immer todernst zugehen muss. "Dead and Deader" ist ein fürs TV gedrehtes B-Movie, das zwei Jahre nach Wright’s blutiger Persiflage in dessen Fußstapfen zu treten versuchte und dabei zwar nicht ganz erfolgreich war, im Endeffekt aber zumindest für Genre-Allesseher ein kleiner Leckerbissen darstellt. Wie immer ist die Story dabei allerdings das Letzte, auf das der geneigte Konsument sein Hauptaugenmerk richten sollte. Diese ist in diesem Fall mal wieder Platt wie eine Flunder und lediglich in ihrer Funktion vertreten, als Aufhänger für jede Menge Blut und Komik zu dienen. Vor allem letzteres ist in diesem Streifen reichlich vertreten und wird somit jene, die einen ernstzunehmenden Zombie-Film à la "Dawn of the Dead" sehen wollen, vor ernsthafte Probleme stellen. Auch, wenn der Beginn wie ein billiger B-Actioner anmutet, bei dem in allzu billiger Manier vor einem Kriegsschauplatz aus allen Rohren gefeuert wird, so erhält die Atmosphäre des Werkes mit dem Schauplatzwechsel in die Pathologie sofort einen immensen Umschwung. Der Zuschauer spürt förmlich, wie Regisseur Patrick Dinhut, der hiermit sein Debüt ablegte, ab diesem Zeitpunkt jedwede Ernsthaftigkeit fallen lässt. Ab dem ersten Aufeinandertreffen des Untoten Quinn und des "Quotenschwarzen" Judson mutiert "Dead and Deader" beinahe schon zu einer außergewöhnlichen Buddy-Komödie. Während reihenweise Zombies erledigt und Menschen gefressen werden, liefern sich die Beiden die hitzigsten Dialoge. Diese sind übrigens von den Drehbuchautoren Mark A. Altman und Steven Kriozere mit viel Hinsicht auf die Fans des Genres geschrieben worden. Beinahe in jedem zweiten Satz des Films ist irgendeine Anspielung auf diverse Filmklassiker zu hören. So lässt sich Quinn’s Vorgesetzter beispielsweise darüber aus, das dessen Geschichte mehr Lücken hätte als ein Film von Michael Bay, Holly stellt direkt einen umfassenden Vergleich zwischen dem Remake und dem Original von "Dawn of the Dead" an und zwei Lastwagenfahrer diskutieren ausgiebig, welcher Bond denn nun eigentlich der Beste war. Es hat jedoch noch weitere Gründe, weshalb "Dead and Deader" ohne viele Längen einfach gut unterhält. Der Film nimmt sich selbst nicht all zu ernst und serviert den Fans anspruchsloser Horror-Komik das, was sie sehen wollen. Leicht schräge Charaktere, dauerhaft etwas zum Schmunzeln und natürlich ausreichend Gore. Dieser ist hier noch sichtlich handmade, erfreulicherweise wurde auf störendes CGI verzichtet. Die Effekte entsprechen etwa dem Standard für einen solchen Streifen und warten mit Enthauptungen, diversen Amputationen und reichlich Fress-Szenen auf, was die Genre-Freaks definitiv zufrieden stellen wird. Vieles dürfte den Trash- und Horrorfreund nicht daran hindern, seinen Spaß an diesem Werk haben zu können, so lange die Erwartungen nicht zu hoch angesetzt werden. "Dead and Deader" unterhält einwandfrei, mehr aber auch nicht. Was einem hier geboten wird, ist nicht unbedingt ein Film, der danach noch wochenlang in Erinnerung bleiben wird, sondern der von seiner Kurzweiligkeit lebt und danach bald wieder vergessen wird. Gravierende Abstriche sind hier aber in keiner Hinsicht zu machen, selbst die Schauspieler agieren annehmbar. Am deutlichsten hervor treten dabei Guy Torry als Judson, der den Film durch seine lockere Art beinahe im Alleingang trägt, sowie Peter Greene als Mad Scientist. Vielen dürfte Greene noch als Zed aus "Pulp Fiction", oder ebenfalls als Bad Guy aus der Komödie "Die Maske" mit Jim Carrey in Erinnerung geblieben sein. Greene ist einer der Akteure, die durch ihre Präsenz sofort jede Szene vereinnahmen, was ihn für einen Film wie "Dead and Deader" beinahe schon überqualifiziert wirken lässt. "Dead and Deader" ist ein kurzweiliges Zombie-B-Movie, das sich selbst nicht all zu ernst nimmt und den Fans durch eine Menge Genre-Insider, einer gut portionierten Menge Blut und Gore, sowie super aufgelegten Darstellern durchaus gefallen dürfte. Bei der Handlung sind natürlich wieder einmal diverse Abstriche zu machen, doch wer das verkraften kann, wird hiervon 85 Minuten lang solide unterhalten werden. Die Story um den infizierten Leutnant, der zusammen mit einem sprücheklopfenden Koch und einer heißen Bardame durch die Gegend zieht, um andere Untote unschädlich zu machen hat zwar nicht das Zeug zum Hit, reicht für den kurzweiligen Spaß zwischendurch aber allemal aus.

Bewertung

Splatter Dead And Deader - Invasion der Zombies
Spannung Dead And Deader - Invasion der Zombies
Story Dead And Deader - Invasion der Zombies
Ekelfaktor Dead And Deader - Invasion der Zombies
Atmosphäre Dead And Deader - Invasion der Zombies
Gesamt Dead And Deader - Invasion der Zombies

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