Invasion der Zombies

Informationen

Originaltitel Non si deve profanare il sonno dei morti
Länge 89 Minuten
Drehjahr 1974
Drehland Italien / Spanien
Regie Jordi Grau
Schauspieler
  • Cristina Galbó
  • Ray Lovelock
  • Arthur Kennedy
Invasion der Zombies

Story

Der junge Engländer George will sich ein paar Tage von der Großstadt erholen und auf dem Land relaxen. Doch bereits bei einem Tankstopp beginnt das Übel, dass sich im Laufe des Aufenthalts noch steigern soll. Die junge Edna ramponiert versehentlich sein zweirädrige Vehikel, dass somit nicht mehr einsatzbereit ist. Glücklicherweise haben beide aber den gleichen Weg und so erklärt sich die junge, hübsche Frau bereit, ihn mitzunehmen.

Doch bevor sie ihr erstes Ziel erreichen, verfahren sich die beiden. Als sie nach dem Weg fragen, machen sie eine ungewöhnliche Bekanntschaft mit einer neumodischen Insektenvernichtungsmaschine, die mithilfe hoher Frequenzen in das Nervensystem der Schädliche eindringt und ihnen befiehlt sich gegenseitig umzubringen. Des weiteren trifft Edna auf einen seltsamen Mann, der eigentlich vor einer Woche gestorben war. Der Tote fällt sie an, Edna kann sich aber retten.

Der Tote tauch allerdings einige Zeit später auf und das bei Ednas Schwester, der heroinsüchtigen Katie, die von ihm just in dem Moment gestört wird, als sie sich einen Schuss setzten will. Sie flüchtet zum Fluss wo ein Fotograph gerade ein paar Fotos macht. Der Untote folgt ihr und die junge Frau muss mit ansehen, wie der Fotograph unter dem Lichtgewitter seiner eigenen Blitze ermordet wird.

Als die Polizei am Tatort ist, glaubt sie den Aussagen der drogenkranken Frau nicht und vermutet er das sie es war, mithilfe der beiden Fremden, die den mysteriösen Toten ja auch gesehen haben. Nun stehen George und Edna also unter besonderer Beobachtung der Polizei und so entscheiden sie sich der Sache mit dem lebenden Toten den nur sie gesehen haben, auf den Grund zu gehen. Nach einigen Recherchen findet George etwas schlimmes heraus, was darauf schließen lässt das eine Invasion der Zombies bevorsteht …

Kritik

Bereits vier Jahre vor dem Beginn der großen Zombiewelle, welche von Romeros Klassiker „Zombie – Dawn of the dead“ ausgelöst wurde, entstand eine kleine Produktion, die unter dem Titel „ Das Leichenhaus der lebenden Toten“ in unsere Kinos kam. Leider war der Film an seinen besten Stellen geschnitten und so machten sich die Astro-Herren daran, ihn uncut zu veröffentlichen. Dank meiner Sammelleidenschaft, die mich nahezu dazu zwingt alle blauen Videokassetten des Labels zu besitzen, konnte ich ihn nun, knapp 30 Jahre nach seinem Erscheinen, dass erste mal betrachten.

Ich muss zugeben, dass ich nicht erwartet habe einen so guten Film zu sehen. Zwar hatte ich schon einige gute Kritiken gelesen, doch ein wenig Skepsis machte sich schon breit und das nicht nur weil der Film genauso alt ist wie ich es bin. Als er dann aber anfing, merkte ich direkt das es ein Film mit Hand und Fuß ist. Zu Begin kommt er zwar ohne irgendwelche Szenen aus, die dieses Subgenre so blutrünstig gemacht haben, dafür wird aber eine nette Geschichte erzählt, bei der die Charaktere vorgestellt werden. Schnell merkt man das George ein Hippie ist, der prinzipiell gegen alles ist und anscheinend Freude beim Anecken hat. Das ihm diese Eigenschaft in arge Probleme bringt merkt man zwar erst später, man kann es sich allerdings schon denken.

Nach wenigen Minuten kommt es dann zum ersten Kontakt mit einem Zombie, aber auch hier geht es erst mit gezogener Handbremse zur Sache. Nun beginnt der Zeitpunkt, an dem sich die Atmosphäre aufbaut, die von nun an durch den ganzen Film gehen soll und zudem ist hier der Beginn der eigentlichen Zombiegeschichte, die alles das mitbringt, was einen guten Film des Subgenres ausmacht. Es gibt einen Auslöser, der für das Wiedererwachen der Toten zuständig ist, Zombies inklusive deren Opfer und gegen Ende sogar einige Spezialeffekte, die es für ihr Alter wirklich in sich haben. Unterbrochen wird das ganze von einigen Nebenhandlungen, die sich zum Beispiel mit der Heroinsucht von Ednas Schwester, mit dem Verhältnis eines konservativen Polizisten zu dem rebellischen George oder auch mit der Umwelt befassen. Es ist wirklich alles einwandfrei inszeniert und lässt nicht mal einen Hauch von Langeweile aufkommen. Auch die Akteure fallen glücklicherweise nicht mit negativen Leistungen auf und runden somit den guten Gesamteindruck des Streifens ab.

Im Gegensatz zu den anderen Zombiefilmen aus dieser Zeit, hat man nicht die ganze Zeit so eine Weltuntergangsstimmung, denn einige Szenen lenken doch von der Haupthandlung ab und man meint, man wäre in einem englischen Krimi der 70er Jahre. Ob das nun nur daran liegt das die italienisch, spanische Produktion auf der europäischen Insel gedreht wurde, weiss ich nicht, der alte Inspektor und seine Mannen haben mir aber zwischenzeitlich diesen Eindruck vermittelt. Zudem wird in diesem Film auf viele Szenen im Dunkeln verzichtet. Einige sind natürlich unausweichlich zur Erzeugung der Spannung und der Atmosphäre, allerdings gibt es viele farbenfrohe Umgebungen, die ehr für eine gute, als eine bedrückende Stimmung sorgen.

Alles passt also irgendwie und für einen Zombiefilm ist es ja wirklich nicht gewöhnlich, dass ein Film mit einer guten und spannenden Handlung daherkommt. Es gab einfach zu viele Billigproduktionen, die zwar alle ihre Vorteile hatten – meistens jedenfalls, aber irgendwie immer das Drumherum zu den „Fressszenen“ vergessen hatten. Bei „Invasion der Zombies“ ist dies glücklicherweise nicht so und somit fällt es mir auch nicht schwer eine Empfehlung an genreinteressierte auszusprechen. Es dauert zwar etwas länger bis die hungrigen Mäuler gestopft werden, wenn es dann aber soweit ist, bekommt man appetitliche Szenen geboten …

Bewertung

Splatter Invasion der Zombies
Spannung Invasion der Zombies
Story Invasion der Zombies
Ekelfaktor Invasion der Zombies
Atmosphäre Invasion der Zombies
Gesamt Invasion der Zombies

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