Death Game – Das Spiel mit dem Tod

Informationen

OT:Deathrow Gameshow

ca.77 Minuten

USA 1987

Regie

  • Mark Pirro
Darsteller

  • John McCafferty
  • Robyn Blythe
  • Beano
  • Darwyn Carson
  • u.a.

Death Game - Das Spiel mit dem Tod

Story

Chuck Toedan (John McCafferty) ist der Moderator der unglaublich populären Gameshow "Live or Die", in der zum Tode verurteilte Verbrecher die Chance auf einen Hinrichtungsaufschub erhalten. Die einzige Bedingung ist allerdings, dass sie die sadistischen und brutalen Spiele überleben. Aufgrund des kontroversen Inhalts der Show hat "Live or Die" natürlich nicht nur eine Vielzahl begeisterter Fans und Anhänger, sondern mindestens genau so viele Gegner. Chuck Todean ist daran gewöhnt, ständig von irgendwelchen Moralisten und Verrückten bedroht und belästigt zu werden, so nimmt er auch seine Diskussionsgegnerin bei einem Talkshowauftritt, Gloria Sternvirgin (Robyn Blythe), nicht weiter ernst, die "Leb oder Stirb" aufgrund der darin gezeigten Brutalität für äußerst verachtenswert hält.

Zwar sind Drohungen nichts neues für Chuck, doch ein Mordversuch ist auch für ihn eine neue Erfahrung. Als er nach seinem Talkshowauftritt von zwei maskierten Männern angegriffen wird, schafft er es gerade noch, Gloria in seinen Wagen zu zerren und das Weite zu suchen. Dies schätzt Chuck als einen von der Mafia geplanten Auftragsmord ein, da der Pate Don Guido Spumoni in "Live or Die" vor einigen Monaten einen äußerst makaberen Tod fand. Chuck’s Befürchtungen sollen sich bestätigen, als plötzlich ein zweiter Killer auf der Türschwelle seines Büros steht. Luigi Pappalardo (Beano), so der Name des Hitmans, erklärt sich aber bereit, den Moderator am Leben zu lassen, wenn dieser Mama Pappalardo (Mark Lasky) einen Auftritt in der Show "Make a Big Deal" verschafft. Als die Mutter des Killers durch eine reihe unglücklicher Missverständnisse allerdings bei "Leb oder Stirb" landet und für eine Kandidatin gehalten wird, artet die Situation aus…

Kritik

Es passiert immer wieder mal, dass mich ein Film aufgrund seiner unvergleichlichen Art noch überraschen kann und ich anschließend überzeugt behaupten kann, so etwas zuvor noch nie gesehen zu haben. Und obwohl hier der Vergleich mit einer bekannten, amerikanischen Trash-Schmiede nahe liegen würde, war dies bei "Death Game" der Fall. Der Film glänzt sicher nicht durch seinen Status als filmhistorisches Meisterwerk, sondern einfach dadurch, dass man so etwas nicht alle Tage zu Gesicht bekommt. Sicher, schon Arnold Schwarzenegger war für "Running Man" schon zu Gast in einer äußerst brutalen Gameshow, doch was Mark Pirro mit "Death Game" geschaffen hat, lässt sich nur schwerlich mit dem Klassiker von Paul Michael Glaser vergleichen. Denn während dort noch die Action im Vordergrund stand, ist es hier die bloße Freude am Nonsens.

Das Prinzip der brutalen Gameshow, um welches sich der Film herum aufbaut, ist ebenso simpel wie vielversprechend. Wenn zum Tode verurteilte Sträflinge das menschenverachtende, sowie unterhaltsame Spiel überleben, winkt ihnen ein Hinrichtungsaufschub, wenn nicht, dann spart das dem Staat schon mal die Hinrichtungskosten. Wie man sich denken kann, überleben die wenigsten Kandidaten die sadistischen Spielchen, doch wer nun mit einer Menge Blut und Splatter rechnet, hat sich zu früh gefreut. Mir persönlich blieb kein sichtbarer Tropfen Blut in Erinnerung, was die Frage aufwirft, wieso "Death Game" nicht ab 16 freigegeben wurde? Doch sei’s drum, denn was dem Streifen an Effekten fehlt, das macht er mit seinem Humor sehr gut wieder wett. So möchte ich hier beispielsweise eine Szene anführen, in der das Genital eines Kandidaten mit Bewegungsmeldern ausgestattet wird, während vor dem Mann eine Stripperin ihre heiße Show abzieht. Blöd nur, dass der Kandidat von einigen tausend Volt gebraten wird, sollte sich bei ihm etwas rühren.

Eine Kritik an derartigen Showkonzepten und dem sensationsgeilen Publikum sollte man bestmöglich nicht erwarten, da sich "Death Game" weitgehend auf einem sehr trashigen Pfad bewegt und gar nicht erst mit so etwas wie einem Hintergedanken protzen will. Der Film nimmt dabei stellenweise derart kuriose und schlicht und einfach alberne Züge an, dass Freunde von Trash-Kost à la Troma hier auf jeden Fall ihren Spaß haben werden. Der Film ist darauf ausgelegt, sich in keinster Weise ernst zu nehmen, verkommt aber dennoch glücklicherweise nicht zu einer absoluten Blödelshow, wie man es von manchen Machwerken der eben genannten Produktionsfirma kennt.

Wer "Death Game" gesehen hat, ganz egal ob letztendlich davon begeistert oder enttäuscht, darf sich auf einige Szenen gefasst machen, die man nicht mehr so schnell vergisst. Es gibt zwar nicht ständig etwas zu lachen, aber der Humorgehalt bewegt sich erfreulicherweise in oberen Bereichen. Langweilig wird das Ganze definitiv nie, was auch auf die kurze Spielzeit von knapp 77 Minuten zurückzuführen sein könnte. Der Plot hangelt sich im Übrigen nicht von einer abgedrehten Todesart zur anderen, sondern konzentriert sich mehr auf die Beziehung zwischen Chuck und Glorie, sowie auf den abgedrehten Mafiosi Luigi Pappalardo und seine Mutter. Dabei ist der Streifen stets abwechslungsreich, bietet neben einer gehörigen Portion verrückter Ideen auch einige Geschmacklosigkeiten, sowie etwas nackte Haut. Grund zur Beschwerde habe ich sogar absolut nicht gefunden, auch wenn dies absolut subjektiv ist, für trash-ungeprüfte Filmkonsumenten dürfte "Death Game" absolut nicht geeignet sein.

Die Schauspieler können ihre Rollen allesamt überzeugend rüberbringen, insbesondere John McCafferty als schleimiger und arroganter Gameshow-Master. Die Figur scheint ihm wie auf den Leib geschneidert, während auch Robyn Blythe als Gloria eine gute Figur abgibt. Einige Figuren sind zwar etwas überzogen, wie etwa die Mutter von Luigi Pappalardo, die tatsächlich von einem verkleideten Mann gespielt wurde, doch derartiges verzeiht man dem Film gerne.

Im Fall von "Death Game" sollte man sich nicht von der Freigabe und der augenscheinlich brutalen Thematik täuschen lassen, der Film ist ein ganz und gar gewollt lustiges Trash-Erlebnis der ausgefalleneren Art. Wer einfach mal wieder 77 Minuten Spaß mit einem hirnlos-unterhaltsamen Machwerk haben möchte, das ganz in der Tradition von Troma daherkommt, der ist hier richtig. Blut- und Splatterfreaks allerdings sollten ihr Geld für andere Filme ausgeben, auch wenn "Death Game" in einigen Szenen mit einer gehörigen Portion Sadismus und Sarkasmus nicht geizt.

Bewertung

Splatter Death Game - Das Spiel mit dem Tod
Spannung Death Game - Das Spiel mit dem Tod
Story Death Game - Das Spiel mit dem Tod
Ekelfaktor Death Game - Das Spiel mit dem Tod
Atmosphäre Death Game - Das Spiel mit dem Tod
Gesamt Death Game - Das Spiel mit dem Tod

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