Ghost Game

Ghost Game

Informationen

Darsteller
  • Alexandra Barreto
  • Robert Berson
  • Curt Cornelius
  • Shelby Fenner
  • Danielle Hartnett u.a.
Regie Joe Knee
FSK Zur Zeit der Besprechung noch ungeprüft
Drehland USA
Jahr 2004
Filmlänge ca. 69 Minuten
Originaltitel Ghost Game
Ghost Game

Story

Ein jugendliches Quartett, gerecht in Männlein und Weiblein geteilt, will einen Kurzurlaub in einer Hütte verbringen. Um diese Hütte zu erreichen, müssen die Vier ein paar Kanus mieten, da das Haus auf einer abgelegenen Insel liegt. Nachdem sie das Haus bezogen haben, stoßen drei weitere Junggebliebene in das Ferienidyll hinzu. Der Freizeitplan sieht folgendermaßen aus: Erst wird Bier getrunken, dann ein wenig gebadet und immer wieder gibt es kleine Reibereien zwischen den Urlaubern. Als die Nacht über die Insel hineinbricht, wird der Gruppe leicht langweilig. Sie beschließen, ein Gesellschaftsspiel zu spielen, dass sie in der Hütte gefunden haben. Ein mysteriöses Spiel, das eine unheimliche Stimmung verbreitet. Bald haben einige aus der Reisegruppe Visionen, in denen sie merkwürdige, weibliche Geschöpfe sehen. Doch es bleibt nicht bei den visuellen Einbildungen. Während der Rest der Truppe nichts Ungewöhnliches entdecken kann, kommen diejenigen, denen die Hexen erscheinen, um. Der verbliebene Rest stellt bald fest, dass die seltsamen Geschehnisse etwas mit dem Spiel zu tun haben. Um zu überleben, müssen sie weiterspielen…

Kritik

Die Story mag sich ja eventuell gut und spannend anhören, der Film "Ghost Game" ist aber über weite Strecken ein ziemlicher Langweiler. Das sollte man eigentlich nicht meinen, da der Covertext und der Anfang des Streifens ein wenig an Sam Raimi’s Kultklassiker "Tanz der Teufel" erinnern. Zudem sollte man eigentlich erwarten können, dass bei einer Spieldauer von gerade mal 69 Minuten die Handlung nicht sonderlich durch Füllszenen aufgebläht ist. Doch dem ist leider nicht so. Man merkt bereits in der ersten halben Stunde, dass der Film nicht in Fahrt kommen will. Es gibt viele Szenen die nichts zur Sache tun sowie ein weniger komisches und vorpubertierendes Verhalten der männlichen Protagonisten, die sich alle Mühe geben, mit debilen Sprüchen und einer vulgären Wortwahl zu glänzen. Von der Stimmung her ist der Film über weite Strecken ganz passabel. Es gibt viele dunkle Szenen und hier und da mal einen Schockeffekt, doch aufgrund des uninteressanten Inhalts mag keine wirkliche Horror-Atmosphäre aufkommen. Auch wenn das Geisterspiel dann endlich losgeht (man darf lange genug darauf warten), ändern sich daran nur wenig. Nichts ist wirklich spannend inszeniert und eine rechte Logik ist beim Vorgehen der Jugendlichen nicht zu erkennen. Sie bekommen zwar Aufgaben gestellt und erhalten einige Hinweise, dass Ganze will aber nicht so recht zusammenpassen.

Wenn die Verantwortlichen wenigstens ein paar Splatter-Szenen eingebaut hätten, um den leicht ermüdeten Betrachter wieder wach zu kriegen, wäre "Ghost Game" vielleicht noch zu retten gewesen, doch blutige Szenen spielen sich zu 90% im Off ab. Hier und da gibt es dann mal einen Effekt, aber meist nach dem Motto: "Irgendjemand schlägt irgendwomit zu, die Kamera blendet weg. Beim nächsten Kameraschwenk steckt dann irgendwas bei irgendjemand im Ranzen".

Auch die Kameraarbeit lässt technische Professionalität vermissen. In den Hexen-Szenen gibt es eine "Wackelkamera" die vielleicht für Atmosphäre sorgen soll, aber nicht mehr als ein äußerst billiges Stilmittel wirkt. Sicherlich will "Ghost Game" gar nicht aus seiner B-Movie Rolle raus, doch wenn es schon filmische Parallelen zu "Tanz der Teufel" gibt, und davon gibt es einige, dann muss man sich auch am Original messen lassen. Dann muss man natürlich auch sehen das der geneigte Zuschauer nicht enttäuscht wird. Anzumerken sei hier, dass das Original damals wohl mit noch weniger finanziellen Mitteln hergestellt wurde und dennoch viel professioneller wirkt als dieser Abklatsch. Die Darsteller wissen nicht wirklich zu überzeugen, allerdings werden sie auch nicht unbedingt vor große Aufgaben gestellt. Eine tiefere Darstellung der Charaktere gibt es nicht, nur einige misslungene Versuche. Dafür gibt es aber eine Menge Teenager-Klischees, die von den Darstellern durch die Reihe glaubhaft rübergebracht werden. Ist nur die Frage, wer so etwas für authentisch hält… "Ghost Game" wird also sicherlich kein Kassenschlager werden, wenn man ihn aber mit anderen Billig- oder Trash-Produktionen vergleicht schneidet er gar nicht mal so schlecht ab. Man sieht wenigstens, dass sich Regisseur Joe Knee und die Darsteller Mühe gegeben haben, auch wenn das Drehbuch an vielen Stellen recht unlogisch und ereignislos ist. Die Idee ist sicherlich nicht schlecht, die Location in Ordnung und allzu lange dauert der Streifen auch nicht, sodass man ihn für Zwischendurch ruhig mal in den DVD-Player legen kann.

Bewertung

Splatter Ghost Game
Story Ghost Game
Spannung Ghost Game
Ekelfaktor Ghost Game
Atmosphäre Ghost Game
Gesamt Ghost Game

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