The Cave

Informationen

Darsteller
  • Cole Hauser
  • Eddie Cibrian
  • Morris Chestnut
  • Lena Heady u.a.
Regie Bruce Hunt
FSK Zur Zeit der Besprechung noch ungeprüft
Drehland USA
Jahr 2005
Filmlänge ca. 93 Minuten
Originaltitel The Cave
The Cave

Story

Eine amerikanische Forschergruppe, zieht es in eine der Wissenschaft völlig unbekannte Höhle, die sich irgendwo in den rumänischen Kaparten befindet. Angeführt von Wissenschaftler Dr. Nicolai betritt die Gruppe in freudiger Erwartung ein unerwartet großes Höhlensystem, welches von riesigen Wassergräben durchzogen ist. Aus diesem Grund sind auch Profi-Taucher mit im Team, die es den Wissenschaftlern möglich machen sollen, das Labyrinthsystem zu durchqueren.

Viel wissen sie nicht über den Ort, an dem sie sich die nächsten 12 Tage aufhalten sollen. Es gibt allerdings Sagen von seltsamen Dingen, und vor 30 Jahren ereignete sich ein schlimmer Unfall. Aber die Taucher fangen unbeeindruckt an, einen Weg in das Innere zu finden und die verschiedenen Tunnel zu kartographieren. Doch bereits beim ersten Stopp eines Vortauchers passiert etwas Merkwürdiges: Ein seltsames Tier taucht auf. Offensichtlich Teil eines eigenständigen unbekannten Ökosystems.

Die Taucher und Forscher dringen weiter in die Höhle vor. Die unbekannte Tierwelt, die über viele Jahre von der Außenwelt getrennt war, erscheint ihnen immer merkwürdiger. Und bedrohlicher! Denn schon bald merken die Expeditionsteilnehmer, dass sie hier in der Tiefe selbst das unteren Ende der Nahrungskette bilden…

Kritik

Es hat den Anschein, als hätte die amerikanische, respektive die englische, Filmindustrie im Jahre 2005 für die Handlung ihrer Filme einen Schauplatz wiederentdeckt, der für eine dichte Horror-Atmosphäre und viel Spannung steht: Die Höhle. Ein größeres Erdloch oder einige schießfreudige Hinterwäldler sind im Horror-Film seit jeher beliebt, da Filme dieser Subgenre zu über 90% für beste Unterhaltung stehen. Neben dem sehr guten "The Descent" (GB 2005) wurde nahezu gleichzeitig "The Cave" (USA 2005) gedreht. Also kann man beim letztgenannten Film ausschließen, dass es sich um ein Plagiat handelt, das lediglich auf der Erfolgswelle mitschwimmen will. "The Cave" ist zudem auch anders strukturiert und erzählt seine ganz eigene Geschichte. Diese ist durchaus gut aufgebaut und weiß den Betrachter von Anfang an gut zu unterhalten. Man sollte natürlich nicht erwarten, dass "The Cave" dem Zuschauer etwas bis dato noch nie gesehenes bietet, da Monster-Filme dieser Art alle irgendwie gleich sind. Aber er setzt sich zumindest deutlich von den zahlreichen B-Produktionen ab, nicht zuletzt wegen des viel höheren Budgets von über 30 Million Dollar. Mit diesem finanziellen Polster entstand dann nicht nur ein ordentliches Drehbuch, es konnten auch recht talentierte Darsteller engagiert wurden, die ihre Sache durchaus gut machen und ihren Charakteren sogar ein wenig Tiefe verleihen können. Und wie man weiß, ist das bei Filmen dieses Subgenres nicht gerade die Regel. Spannung kommt vom ersten Moment an auf und wird bis zum Ende des Films aufrechtgehalten. Auf langweilige Momente braucht man gar nicht erst warten und zum Glück gibt es auch nur sehr wenige Füllszenen und dramaturgisch bedeutungslose Dialoge. Dazu gibt es dann immer wieder sehr atmosphärische und klaustrophobische Szenen, die von herrlich anzusehenden Höhlen-Aufnahmen unterstrichen werden, und viel Abwechslung garantieren. Freunde von spektakulären Kamerafahrten kommen ebenso auf ihre Kosten, wie diejenigen, die schnelle Schnitte in Horror-Filmen mögen. Auch das Monster wird Fans von Monster-Filmen ohne Frage gefallen. Mit einer markanten Ähnlichkeit zu H.R. Gigers "Alien" hat es aufgrund der sehr guten Optik durchaus das Potential zu einer Kult-Figur zu werden. Extrem dunkle Szenen und die schnellen Schnitte werden vom Neu-Regisseur Bruce Hunt gezielt dazu genutzt, um die Gewaltdarstellung etwas abzumildern. Es ist in den verschiedenen Szenen kaum zu erkennen, was genau mit den Opfern passiert. Es ist sowieso bemerkenswert anzusehen, wie der gesamte Film trotz des hohen Body-Counts mit nur wenigen Splatterszenen auskommt, was ihm von der FSK wohl problemlos eine FSK 16 Einstufung bescheren sollte. "The Cave" ist ein gutes Beispiel dafür, dass gute Horror-Filme auch ohne Blut- und Gewaltorgien funktionieren können. Allerdings bringt "The Cave" auch den ein oder anderen negativen Aspekt mit sich, wie zum Beispiel einige Situation, die maßlos überdreht sind. Auch der gute, aber etwas seltsame Schluss, von dem aber an dieser Stelle nichts verraten werden soll, weiß nur bedingt zu gefallen. Ebenfalls zu kritisieren sind die CGI´s. Es sind zwar nur einige weniger gelungen, doch diese sehen aus als stammen sie aus einem Film, der in der Anfangszeit der Computer animierten Bilder gedreht wurde. Insgesamt gesehen muss man aber zum Schluss kommen, dass "The Cave" ein Film ist, der Horror-Fans auf jeden Fall gefallen wird. Er ist spannend, atmosphärisch, abwechselungsreich und bietet viele Hingucker, wie ein erschreckendes Monster, tolle Höhlen, merkwürdige Kreaturen und so weiter und so weiter… Er erfindet das Genre zwar nicht neu, dass ändert aber nichts daran, dass er zumindest in der Horror-Szene ein Erfolg werden dürfte.

Bewertung

Splatter The Cave
Story The Cave
Spannung The Cave
Ekelfaktor The Cave
Atmosphäre The Cave
Gesamt The Cave

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