Evil Aliens

Informationen

Darsteller
  • Emily Booth
  • Chris Adamson
  • Norman Lovett
  • Jodie Shaw
Regie Jake West
Tonformat Dolby Digital 5.1 (deutsch / englisch)
Bildformat Widescreen 1:1:85 (16:9 optimiert)
Sprachen Deutsch / Englisch
Untertitel Deutsch
FSK Keine Jugendfreigabe
Ländercode 2
Drehland Großbritannien
Jahr 2005
Filmlänge 90 Minuten
Verleih E-M-S
Originaltitel Evil Aliens
Evil Aliens

Story

Nur die Quote zählt. Diese Devise gilt auch für den kleinen englischen Fernseh-Sender. Bestes Pferd im Fernseh- Stall ist die Moderatorin Michelle Fox mit ihrer Kuriositäten-Show. Nicht nur ihr tiefes Dekollete, sondern vor allem ihre packenden Reportagen rund um Aliens und Mysterien ziehen die Zuschauer magisch an. Doch leider nehmen die Quoten in letzter Zeit rapide ab.

Da kommt die Nachricht von der jungen Waliserin, die angeblich von Aliens entführt und geschwängert wurde, gerade recht. Schnell ist ein Team für die Reportage vor Ort zusammengestellt: Michelle, Kameramann und Techniker machen sich auf den Weg zu einer kleinen Insel im dünnbesiedelten Wales. Zwischendurch gabeln sie noch einen durchgeknallten Ufo-Experten auf. Er soll vor der Kamera sein Fachwissen kundtun. Für alle Fälle – falls die schwangere Alien-Braut keine gute Show abliefern sollte – sind noch die persönliche Sexbombe des Produzenten und ein tuntiger Laien-Schauspieler mit an Bord. Sie sollen zur Not für ein bisschen künstliche Dramatik sorgen.

Am Ziel angekommen machen die Filmleute erst einmal Bekanntschaft mit den wilden walisischen Brüdern der Entführten. Doch die ungehobelten Gesellen sind nicht die einzigen Furcht erregenden Gesellen in der Gegend: Die Alien-Geschichte ist nämlich wahr!

Die altertümlichen Steinkreise, die über die ganze Region verteilt sind, entpuppen sich als Landeplätze für Außerirdischen. Und für die blutrünstigen Bestien scheint auch nur die Quote zu zählen…

Kritik

Das war ja offensichtlich: Stonehenge, Avebury, die ganzen Steinkreise und stehenden Steine auf den britischen Inseln sind nicht das Werk von jungsteinzeitlichen Astrologen oder gelangweilten frühzeitlichen Architekten. Nein! – Wenn man "EVIL ALIENS" Glauben schenken darf, dienen die steinernen Artefakte außerirdischen Invasoren als Tankstelle für ihre Weltraum-Trips. "Das ist ja wie eine riesige Ladestation für Handys" erkennt die dralle Blondine im Filmteam folgerichtig, als sie das Ufo unter zuckenden Blitzen auf den stehenden Steinen landen sieht.

Die "EVIL ALIENS" tanken aber auf der Erde nicht nur ihre Raumschiffe auf, sie lassen auch ordentlich die Sau raus. Die obligatorischen Menschen-Entführungen mit noch obligatorischeren Rektal-Untersuchungen fehlen da ebenso wenig, wie nächtliche Vieh-Zerstückelung und sonstiger "Alien-Kram".

"EVIL ALIENS" greift Erich von Dänikens Theorie der Besucher aus dem All auf, bedient sich gleich bei einem ganzen Haufen Horror-Klassiker, peppt das Ganze mit ein paar deftigen Splatter-Effekten auf und liefert genau das, was einen gelungenen kurzweiligen Party-Film ausmacht: Schrägen Humor bei einer geradlinigen Story!

Bei "EVIL ALIENS" handelt es sich um ein astreines B-Movie, bei dem die Verantwortlichen aus ihren Mitteln das Bestmögliche rausgeholt haben.

Regisseur und Drehbuchautor Jake West ist mit "Evil Aliens" ein erfrischender Beitrag zum Fun-Splatter-Genre gelungen, der zwar nicht ganz die Klasse von Meisterwerken, wie Stuart Gordon’s "Re-Animator" oder Peter Jackson’s "Braindead" erreicht, jedoch einen Vergleich mit diesen nicht scheuen muss. Im Gegenteil: West drehte zuvor unter anderem Kurz-Dokumentationen über Horror-Regisseure, als Bonus-Material für DVD-Veröffentlichungen. Er hatte also gute Gelegenheiten, den Leuten vom Fach über die Schulter zu schauen. Außerdem macht West auch gar keinen Hehl daraus, bei seinen Vorbildern zu kopieren. Die Parallelen zu einschlägig bekannten Filmen sind überdeutlich. Die "Invasion vom Mars" wird da ebenso bemüht, wie "Night of the Living Dead", Don Coscarelli’s "Das Böse" und vor allem Peter Jackson’s Splatter-Granate. Damals sorgte "Herr der Ringe" – Regisseur für ein Novum im Splatterfilm, als er den Rasenmäher zum Zombie-Häcksler werden ließ. Jake West setzt hier noch einen drauf: Seine "EVIL ALIENS" werden gleich mit einem Mähdrescher zu Klumpatsch gequirlt. Nebenbei kommen auch die üblichen Handwerkzeuge wie Machete, Kettensäge und Motorsense zum Einsatz. Gliedmaßen und Köpfe fliegen massenweise durch die Gegend, Aliens schlüpfen glibberig aus menschlichen Körpern hervor. Splatter und Ekel, der jedoch heillos auf komödiantische Weise übersteigert dargestellt wird. Das Blut spritzt eimerweise – in heillos übertriebenen Mengen und zumeist mitten in die Gesichter der Darsteller, die sichtlich Spaß bei den Dreharbeiten hatten.

Die gelungene Darstellung der Charaktere ist dann auch ein besonderes Plus des Films. Die Zusammensetzung der Filmcrew macht besonders Spaß: Da ist die sexy Blondine, die sich vom tumben Filmsternchen zum toughen Flinten-Weib wandelt. Dann der untalentierte Tunten-Schauspieler. Die Kamera- und Tontechniker koksen, kiffen und stürzen sich auf Hämorrhoiden-Kissen in die tosenden Fluten der britischen See. Bezaubernd ist mal wieder Emily Booth, die als "Elvira"-Verschnitt zunächst tiefe Einblicke in ihren Ausschnitt, später als Alien-Opfer tiefe Einblicke in ihr Innenleben gewährt. Emily Booth dürfte deutschen Horror-Fans sicherlich durch ihr Mitwirken bei Dani Filth’s Vampir-Splatter "Cradle of Fear" bekannt sein. Für Regisseur Jake West stand die Schauspielerin schon öfters vor der Kamera, spielte unter anderem in vielen seiner Kurzfilm-DVD-Features mit. Dann wäre da noch der unvermeidliche Nerd im Team. Der Ufo-Freak, der beim Ausschlag seiner Energie-Sonden in Ekstase gerät, von dreibrüstigen Alien-Schlampen träumt und im Kornkreis kniend die Außerirdischen mit Star-Trek-Zitaten begrüßt.

Den Vogel schießen aber (im wahrsten Sinne des Wortes) die walisischen Brüder der entführten Alien-Braut ab. Sie würden jedem amerikanischen Redneck den Kau-Tabak zwischen seinen drei faulen Zähnen verklumpen lassen.Rüpeln, Fluchen, Saufen, Spucken und ganz nebenbei noch Aliens kreuzigen… Welch ein Land, was für Männer!!

"EVIL ALIENS" macht einfach Spaß! Zwar wurde, wahrscheinlich aus Kostengründen, leider etwas zu wenig von der wunderschönen walisischen Landschaft gezeigt, dafür regiert aber Spaß, Spannung und Splatter! "Bad Taste meets Akte X" verspricht das DVD-Cover. Wahrlich nicht zuviel versprochen…

Fazit: Genialer Fun-Splatter! Zwar kein zweiter "Braindead", jedoch mit Potenzial zum KULTFILM!

DVD

DVD-Specials:

zum Review lag uns leider nur die Presse-DVD vor.

Nach Angabe des Labels enthält die DVD folgende Features:

– Deutscher Trailer

– Audio-Kommentar

– behind-the-scenes

Bewertung

Splatter Evil Aliens
Story Evil Aliens
Spannung Evil Aliens
Ekelfaktor Evil Aliens
Atmosphäre Evil Aliens
Ton Evil Aliens
Bild Evil Aliens
Gesamt Evil Aliens

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