Ich spuck auf Dein Grab

Ich spuck auf Dein Grab

Informationen

Originaltitel I spit on yor grave
Länge 101 Minuten
Drehjahr 1978
Drehland USA
Regie Meir Zarchi
Schauspieler
  • Camille Keaton
  • Anthony Nichols
  • Richard Pace
Ich spuck auf Dein Grab

Story

Jennifer Hills ist eine junge Schriftstellerin, die sich für den Sommer ein Haus in einer abgelegenen Gegend gemietet hat, um dort in Ruhe ein Buch zu schreiben. Sie genießt die ländliche Ruhe, nimmt Bäder im nahegelegenen Fluss und versucht sich langsam in die dörfliche Gemeinschaft zu integrieren. Mit einen offensichtlich zurückgebliebenen Jungen Mann knüpft sie die ersten Kontakte und dieser ist sehr froh, dass er von der äußerst attraktiven Jennifer beachtet wird.

Doch die Ruhe, in dieser so sicher wirkenden Idylle, soll schneller vergehen, als es Jennifer lieb ist. Die drei Raubeine aus dem Dörfchen sind auf die junge Frau aufmerksam geworden und das der Dorftrottel ein gutes Verhältnis zu ihr hat, gefällt ihnen nicht. Als die vier sich treffen, machen sie sich auf dem Weg zur jungen Frau und tun ihr das an, was man keinem Menschen antun sollte. Die junge Frau wird von den drei Hinterwäldlern gepeinigt, geschlagen, gequält und schlussendlich mehrfach vergewaltigt. Dem Trottel wird keine andere Wahl gelassen als bei all diesen Aktionen zuzusehen. Er ist es dann aber, der den Auftrag erhält, Jennifer zu töten, was er aber nicht über das Herz bringt. Der geistig zurückgebliebene beschmutzt sein Messer lediglich mit dem Blut der Frau und zeigt es dann den drei Peinigern. Sie denken das alles in Ordnung ist und machen sich anfangs keine großen Sorgen.

Doch Jennifer lebt und nach einer kurzen Regenerationszeit beschließt sie Rache zu nehmen. Sie wirkt jetzt ganz anders als zu Beginn ihrer Zeit in diesem Dorf. Das zuvorkommende, fröhliche Mädchen verzieht nun keine Mine mehr. Sie ist gewillt die vier Männer zu töten, ohne Kompromisse…

Kritik

Wie hatte ich mich auf diesen Film gefreut, als ich ihn endlich in der Hand hielt. War es doch einer der wenigen Filme, welche einen guten Namen haben, die ich aber noch nie zu Gesicht bekommen habe, da sie nur schwer zu besorgen sind. Dank zahlreicher, kleiner Label ist er in mehreren Neuveröffentlichungen aber wieder auf dem Markt, aber das ich so von ihm enttäuscht wurde, hätte ich mir nicht denken lassen.

Er fängt eigentlich ganz harmlos an, in einer wunderschönen Naturlandschaft, die Lust auf mehr macht. Es gibt entspannende Musik, die etwas an Werke des guten alten John Denver erinnern (Gott habe ihn selig), die Protagonistin ist anfangs eine Augenweide und durch das gute Bild, was bei dem Alter des Streifens ja keine Selbstverständlichkeit ist, dachte ich mir das es sicherlich ein gelungener Videoabend werden würde. Dass die Schauspieler nicht den allerbesten Eindruck machten, da sie in einigen Szenen etwas übermotiviert wirken und das recht wenige Dialoge vorhanden waren, störte mich erst wenig.

Doch nach wenigen Minuten ging es dann los… Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine mehrfach Vergewaltigung, welche die Hauptdarstellerin zu Bestie werden lässt. Im großen und ganzen finde ich das auch in Ordnung, da es gute Filme mit einer gleichen Thematik gibt, wie zum Beispiel „Mad End“. Doch warum muss man die erniedrigenden Szenen so in die Länge ziehen, wie es hier gemacht wurde. Ich habe zwar nicht genau auf die Uhr geschaut, ich denke aber das es ungefähr eine Dreiviertelstunde war, in der die junge Frau immer wieder geschlagen, erniedrigt und vergewaltigt wird. Sehen will das sicherlich niemand und wenn das Ganze nur ausgedehnt wurde, damit der Film etwas länger dauert, dann tun mir die Verantwortlichen verdammt leid!

Als ich diesen, länger andauernden und wegen des Geschreis, nervtötenden Schock überwunden hatte, hoffte ich nur noch das ein paar ordentliche Spezialeffekte den Film retten würden, denn das Ende war ja abzusehen. Doch hier wurde ich leider wieder enttäuscht. Es gibt keinen einzigen „richtigen“ Effekt, nur literweise Blut, dass den Peinigern aus den Körpern läuft. Es gibt sogar eine Art Schlachtplan, den Jennifer sich ausdenkt und ich muss zugeben, dass ich mir mehr als einmal vor die Stirn fassen musste, als ich Sachen sah, die ich nie auf Video sehen wollte. Da ist zum Beispiel die Szene als der erste Mann dran glauben muss. Jennifer macht es sich nicht einfach und killt den Typen, sie schiebt erst eine Nummer mit ihm (und das nach der Vergewaltigung …) und erhängt ihn dann auf eine absolut dämliche und unlogische Art und Weise. Einen weiteren Mann macht sie an und lädt ihn zu sich ins Haus ein, um ihn dort abzumurksen und der Kerl läuft natürlich treudoof mit … Er wollte sie vor wenigen Tagen umbringen und deswegen bietet sie ihm nun ihre Liebesdienste an, was er natürlich nicht ablehnen kann… wie blöd!!!

Ich denke das man den Film gerade wegen dieser beschriebenen Szenen und dem mangelnden schauspielerischem Talent gar nicht ernst nehmen kann, auch wenn die Thematik des Films sicherlich übertrieben und menschenverachtend dargestellt wurde. Der Film ist sicherlich nichts für den Normalverbraucher und ich bin sicher das er selbst für einige Fans des Genres zu weit geht.

Hardcoresammler sollten diesen Streifen in ihrem Regal stehen haben, womit die komplette Zielgruppe von „Ich spuck auf dein Grab“ auch schon abgedeckt wäre…

Bewertung

Splatter Ich spuck auf Dein Grab
Spannung Ich spuck auf Dein Grab
Story Ich spuck auf Dein Grab
Ekelfaktor Ich spuck auf Dein Grab
Atmosphäre Ich spuck auf Dein Grab
Gesamt Ich spuck auf Dein Grab

Our Reader Score
[Total: 0 Average: 0]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.