Dr. Moreaus Haus des Schmerzes

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2004
Laufzeit ca. 69 Minuten
Regie Charles Band
Darsteller Lorielle New John Patrick Jordan Jessica Lancaster Peter D. Badalamanti u.a.
Bild 16:9
Ton DD5.1
Sprachen Deutsch
Untertitel
LC 2
FSK 18
Dr. Moreaus Haus des Schmerzes

Story

Eric ist auf der Suche nach seinem verschwundenen Bruder. Zusammen mit zwei Freundinnen fährt der Trupp zu einem Gebäude, in dem der Vermisste vermutet wird. Dort werden die drei schnell von seltsamen Geschöpfen überwältigt und gefangen genommen. Noch ahnen die Suchenden nicht, dass sie in „Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“ gefangen gehalten werden und alsbald für Experimente des verrückten Wissenschaftlers herhalten müssen…

Dr. Moreaus Haus des Schmerzes  Dr. Moreaus Haus des Schmerzes

Kritik

Viel-Regisseur Charles Band („Puppet Master“, „Evil Bong“ uva.) hat in „Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“ mal wieder alles gegeben und bietet dem Zuschauer das, was man bei einem echten „Band“ erwarten darf. Viele werden behaupten, dass das gar nichts ist. Aber der Herr hat sich durch seine Art Filme zu schaffen durchaus einen erlesenen Freundeskreis gebildet. Sicherlich mögen seine Filme in Augen vieler abschreckend erscheinen: Keine guten Darsteller, kein Geld, keine Zeit, keine Liebe fürs Detail. Aber immerhin sind die Geschichten unterhaltsam und seine „Puppen“ sehenswert. Wie auch hier, in „Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“.

Grundlage für die wiedergegebene Geschichte ist das H.G. Wells Werk von 1896 „Die Insel des Dr. Moreau“, welches schon einige Male im Film neu erzählt wurde. Dass Band dieses Geschehen von der Insel in eine kostengünstige Fabrikhalle verlegt hat, darf Kenner der Szene nicht wundern. Auch wurden einige Handlungsstreifen des Romans abgewandelt, damit man alles möglichst preiswert gestalten kann.

Somit haben wir es hier mit einer recht eigenwilligen Interpretation zu tun, die es allerdings versteht den Betrachter bei der Stange zu halten. Bereits zu Beginn, als die seltsamen Kreaturen erstmals das Scheinwerferlicht betreten, fragt man sich unweigerlich: „Was ist hier denn los?“. Da das Erzählte interessant zu verfolgen ist, will man in der Folgezeit unbedingt wissen was genau da los ist. Dieses Wissen wird dann auch Stück für Stück freigegeben. Genau in der richtigen Dosierung, damit eine solide Dauerspannung bestehen bleibt, die das Aufkeimen von Langeweile meistenteils unterdrücken kann.

Was nicht so prall ist, sind die Darsteller. Von recht schlecht über schlecht bis hin zu „Totalausfall“ bekommt man hier so ziemlich alles geboten. Allerdings keinen Akteur, der sich durch sein Auftreten für höher budgetierte Filme empfiehlt. Irgendwie scheinen die Leute keine rechte Lust am Spielen gehabt zu haben. Wahrscheinlich weil sie den Film in einer Woche, für eine Mini-Gage abdrehen mussten. So ist zumindest der Eindruck. Jacob Witkin als verrückter Wissenschaftler hinterlässt noch den besten, schlechten Eindruck. Was auch nicht ganz gelungen wirkt ist das Setting und die damit verbundene Atmosphäre. Hier hätte man ruhig etwas mehr ausarbeiten können.

Ganz nett sehen dagegen die Masken der „Viecher“ aus. Natürlich nur, wenn man die richtige Portion „schlechten Geschmack“ als Betrachter mitbringt. Das Ganze wirkt selbstverständlich extrem künstlich und billig – hat aber etwas. Bei den blutigen Einlagen gibt es nicht viel zu sehen. Man geht bei den einfach gehaltenen Szenen auch nicht so ins Detail, was für Charles Band durchaus typisch ist. Trotzdem hat der Film es geschafft, eine FSK 18 abzustauben.

Was zu guter Letzt zu sagen bleibt ist, dass „Dr. Moreaus Haus des Schmerzes“ sicherlich nicht etwas für jedermann ist und Freunde des A-Films sowie Sehern der andren Verfilmungen der Thematik wohl eher vergraulen wird. Für nebenbei und für Freundes von Charles Band taugt er aber ganz gut. Nicht zuletzt wegen der kurzen Spielzeit von 69 Minuten.

Dr. Moreaus Haus des Schmerzes  Dr. Moreaus Haus des Schmerzes

DVD

Optisch weiß der Film durchaus zu gefallen, der einmal direkt von Sunfilm auf DVD herausgegeben wurde und später auf der „Halloween Box 2“ von Voulez Vous / Intergroove landete. Bei letzterer gibt es drei Filme als „Extras“, die da lauten „Richard Speck – Chicago Massacre“, „Puppet Master 5“ und „Lockjaw – Die Rückkehr der Killerschlange“. Auf der Sunfilm DVD gibt es eine Trailershow als Bonus und die originale Tonspur, die auf der „Halloween Box 2“ fehlt.

Bewertung

Splatter Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Spannung Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Story Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Ekelfaktor Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Atmosphäre Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Tonqualität Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Bildqualität Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Zusatzmaterial Dr. Moreaus Haus des Schmerzes
Gesamteindruck Dr. Moreaus Haus des Schmerzes

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