Puppet Master

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 1989
Laufzeit ca. 83 Minuten
Regie David Schmoeller
Darsteller Paul Le Mat Jimmie F. Scaggs Irene Miracle Robin Frates Barbara Frampton u.a.
Bild 16:9 Widescreen (NTSC)
Ton DD2.0
Sprachen Englisch
Untertitel
LC 1
FSK Not Rated
Puppet Master

Story

1939: Das Puppenspiel des berühmten Virtuosen Andre Toulon ist ebenso geschätzt wie einzigartig. Denn die Marionetten des Künstlers haben keine Fäden. Sie leben! In alten Überlieferungen hatte Toulon einst das Geheimnis des Lebens entdeckt und verleiht nun seinen hölzernen Geschöpfen ein eigenständiges Dasein. Doch die göttliche Gabe bleibt auch den Mächten des Bösen nicht verborgen. Um sein Geheimnis vor den anrückenden Nazi-Spionen zu verbergen, versteckt Toulon seine Puppen und begeht Selbstmord.

Fünfzig Jahre später versammelt der Anthropologie-Professor Alex Whitaker eine Gruppe medial veranlagter Personen um sich. Gemeinsam will man in Toulons Haus nach dem Vermächtnis des Puppenspielers suchen. Ein blutiges Vermächtnis, denn die Puppen sind nicht bereit, das Geheimnis ihres Meisters preiszugeben…

Puppet Master Puppet Master

Kritik

Klein aber oho.. Keine Frage, wohl kaum ein Jahrzehnt war in Sachen Horrorfilmen produktiver und kreativer als die 1980er Jahre. Fast regelmäßig versorgten Filmstudios die Videotheken mit Nachschub. Als besonders fleißiger Lieferant erwies sich dabei der Produzent, Drehbuchautor und Regisseur Charles Band. Knapp 250 Einträge weist die Filmografie des Vielfilmers auf. Über die Qualität seiner B-Movies lässt sich dabei sicherlich streiten, nicht aber über den Erfolg des wohl bekanntesten Outputs seiner Produktionsfirma „Fullmoon Productions“: „Puppet Master“

Kurzweilig, unterhaltsam und zudem mit einem schönen und eingängigen Score von Richard Band, dem Bruder des Produzenten, versehen, bietet der Film alles, was man von einem 80er-Jahre Horrorfilm der B-Klasse verlangen kann. – Leichte dramaturgische Mängel, Logikfehler und schauspielerische Defizite inklusive… Der Film startet spannend. Während Andre Toulon auf seine Verfolger wartet und seine Puppen versteckt, zeigt die Kamera durch spektakuläre Fahrten das Geschehen aus Sicht einer seiner Puppen. Dann folgt der Selbstmord.

Danach nimmt Regisseur David Schmöller, der 1979 mit “Tourist Trap” einen Film schuf, den Kultautor Stephen King zu seinen Favoriten zählt, das Tempo aus dem Spiel. Fast ausschließlich geht es nun um die Vorstellung der Charaktere, die sich in Toulon’s Haus treffen.

Die schauspielerischen Leistungen sind ganz passabel. Im Wesentlichen ragen dabei Stuart („Re-Animator“) Gordon’s Favorite-Actrice Barbara Crompton („Re-Animator“, „From Beyond”, “Castle Freak”), die in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist, und Irene Miracle heraus. Letztere dürfte bekannt sein aus Dario Argento’s „Horror Infernal“ (1980). Sie spielt hier die Wahrsagerin Dana, die mit zynischen Kommentaren die Gesellschaft in dem Haunted House unterhält, wenn sie nicht gerade der weißen Magie frönt oder ihren ausgestopften Mopshund knuddelt. Die GoldenGlobe Gewinnerin (Auszeichnung für ihre Rolle 1978 in Alan Parker’s „Midnight Express“) bleibt allerdings – ebenso wie ihre Kolleginnen und Kollegen – etwas blass im Vergleich zu den eigentlichen Hauptdarstellern des Films, den Puppen. Diese sind in bester Ray-Harryhausen-Manier mit Stop-Motion-Technik animiert und rocken dann im Finale des Films das Haus. Teilweise blutig, teilweise unfreiwillig niedlich metzeln sich die Puppen durch die Schar ihrer ungebetenen Gäste. Da ihr Schöpfer Andre Toulon jede einzelne von ihnen netter Weise mit speziellen Fähigkeiten ausgestattet hat, bekommt der Zuschauer eine kreative Palette kurioser Puppenmorde geboten. Hakenhand und Messer, Bohrkopf oder Blutegel kommen zum Einsatz. Kein Wunder, dass die „Killerbarbies“ an eine Miniversion von Clive Barker’s Cenobiten-Truppe aus „Hellraiser“ erinnert. Da passt es auch, dass der grimmige Troll mit den Riesenhänden und Stecknadelkopf dann auch „Pinhead“ heißt… Dass die Puppen dann seinerzeit den Nerv des Publikums getroffen haben, belegte der große kommerzielle Erfolg der Direct-to-Video-Produktion. Ehrensache also für Charles Band, die Videotheken mit Nachschub – bis dato neun Nachfolgern – zu beliefern…

Fazit: Netter B-Movie-Puppenhorror mit kreativen Ideen. Eine unterhaltsame Reise in die 80er Jahre.

Puppet Master Puppet Master

DVD

Nach über 20 Jahren präsentiert Full Moon Productions seinen Klassiker im neuen Gewand. Digitally remastered kommen David Schmoellers Killer-Puppen erstmals in Widescreen und hervorragender Bildqualität daher. Die DVD im amerikanischen NTSC-Format ist unrated und bietet ausschließlich die englischsprachige Originalfassung. Als Special Features gibt es ein Vorwort von Produzent Charles Band. Das Making of „No strings attached“ bietet Einblicke in die Dreharbeiten und Spezial-Effekte. Und nicht zuletzt machen Trailer der ersten zwölf Full Moon Features sowie ein exklusiver Promo-Trailer für den aktuellen Puppetmaster-Teil „Axis of Evil“ Lust auf mehr B-Movie-Kost.

Bewertung

Splatter Puppet Master
Spannung Puppet Master
Story Puppet Master
Ekelfaktor Puppet Master
Atmosphäre Puppet Master
Tonqualität Puppet Master
Bildqualität Puppet Master
Zusatzmaterial Puppet Master
Gesamteindruck Puppet Master

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