Dracula – Die Wiederkehr

Dracula - Die Wiederkehr

Fakten

Autor

Dacre Stoker, Ian Holt

Fotoquelle

http

Verlag

Lyx

Erscheinungsdatum

09.2009

Seiten

600

Preis

ca.19,95€

Dracula - Die Wiederkehr

Story

25 Jahre sind vergangen seit Mina Harker Graf Dracula verfiel und dieser von ihrem Verlobten und seinen Freunden vermeintlich getötet wurde. Mina und Jonathan sind inzwischen verheiratet und haben einen Sohn namens Quincey, der jedoch von der Vergangenheit seiner Eltern nichts weiß. Mina und Jonathan hüten dieses Geheimnis strengstens, führen jedoch keine gute Ehe, da Jonathan Mina ihre Liaison mit Dracula nicht verzeihen kann. Quincey bekommt viel von den Problemen seiner Eltern mit und hat daher kein sehr gutes Verhältnis zu seinem Vater, der darauf besteht, dass Quincey ihm nacheifern soll um Recht zu studieren. Heimlich hat sich Quincey jedoch der Schauspielerei verschrieben. Sein großes Vorbild ist der bekannte Schauspieler Basarab.

Eines Tages fällt Quincey ein Buch namens „Dracula“ in die Hände und er erkennt darin die Geschichte seiner Eltern und somit beginnt er die Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, plötzlich versteht er seinen Vater, doch zu einer Aussprache kommt es nicht mehr, da sein Vater brutal ermordet aufgefunden wird – gepfählt! Quincey beginnt damit Nachforschungen über Dracula anzustellen, denn immer mehr Menschen aus dem Umfeld seiner Mutter ermordet werden. Es scheint so als sei Jack the Ripper wieder auferstanden…25 Jahre sind diese furchtbaren Schlitzer-Morde inzwischen vergangen, niemals wurden sei aufgeklärt und auch eine mysteriöse Gräfin namens Báthory sorgt für Aufsehen in London…

Kritik

Seit „Twilight“ grassiert ein regelrechter Vampirhype wohin man auch sieht! Einerseits ja ganz schön, jedoch bekommt man derzeit leider auch Massen an unzumutbaren Filmen/Büchern dadurch regelrecht aufgedrängt, dass es jenseits von gut und böse ist! Von den ganzen neunmalklugen „Ich-habe-Twilight-gelesen-und-kenne-mich-somit-im-Vampirgenre-aus-Leuten“ ganz zu schweigen! Eines sogleich vorweg, ich habe auch diese Bücher gelesen und fand sie auf ihre Art auch sehr schön, jedoch gibt es sehr viel mehr Vampirliteratur als nur die Bücher von Stephanie Meyer! Eines der wichtigsten und bedeutendsten dieser Bücher dürfte unverkennbar Bram Stokers Dracula sein. Kaum verwunderlich also, dass auch vor einem solchen Klassiker der Horrorliteratur kein Halt gemacht wird und zufälligerweise gerade in diesen Zeiten eine Fortsetzung des einzigst wahren Dracula auf den Markt geworfen wird. Um dieser Fortsetzung nun noch mehr Nachdruck zu verleihen, wirbt sie mit dem Namen des Autors Dacre Stoker, der wie sollte es auch anders sein, ein Nachfahre des bekannten Bram Stoker ist.

Fortsetzungen sind ja gut und schön aber manchmal auch absolut überflüssig! Die Idee zu diesem Buch wurde wohl schnell gefunden, man nehme alles was einem gerade zum Thema Vampire und Horror im Kopf herumschwirrt und werfe es in einen Topf, dann ziehe man wahllos diese Ideen heraus und reihe sie wirr aneinander, egal wie verrückt die Ergebnisse auch erscheinen, es wird schon dem Sinne genügen damit ein Buch zu füllen. So zumindest der erste Eindruck nach dem Lesen des Buches. Dabei fängt das Buch anfangs noch relativ interessant an und setzt 25 Jahre nach Ende des ersten Buches an. Man erfährt einiges über das Leben der damals Überlebenden und was aus ihnen geworden ist, wie z.B. dem inzwischen alkoholabhängigen und untreuen Jonathan Harker, dem drogensüchtigen Dr. Seward oder der nicht alternden Mina Harker. Doch leider schon sehr bald, bahnt sich etwas an, wo man anfangs noch hofft, es würde nur eine Randgeschichte bleiben, denn Jack the Ripper hat nun mal nichts bei Dracula zu suchen!!! Dazu taucht auch noch eine gewisse Erzébeth Báthory, besser bekannt als die „Blutgräfin“ auf und bereits zu Beginn ahnt man wie alles laufen wird und wird auch nicht enttäuscht. Keine Überraschungen, außer vielleicht der letzte Satz des Buches, der dem ganzen schließlich noch die Krone aufsetzt.

Erschien noch im Ursprungswerk die Liebe von Mina und Jonathan als allüberdauernde Romanze, so ist ihre Ehe in der Fortsetzung zerrüttet, Jonathan trinkt und betrügt Mina, sogar mit deren Wissen. Sie dagegen spielt ihm das brave, leidende Hausmütterchen vor und sehnt sich heimlich nach ihrem „dunklen Prinzen“ Dracula zurück. Beide haben einen Sohn – Quincey, der seinem Vater so gar nicht ähnelt und der heimlich seine Liebe in der Schauspielerei sucht, anstatt auf väterlichem Geheiß Recht zu studieren. Einige Vorkommnisse von Band 1 werden nun aus anderer Sicht erläutert und erscheinen nun vollkommen anders. Besonders die Gestalt des Draculas scheint eine komplette Wende vollzogen zu haben. Um jedoch an Band 1 anzudocken, hat sich Dacre Stoker einer gelungenen List unterzogen, denn Band 1 erscheint sogar in dieser Geschichte, ebenso wie sein Vorfahre Bram Stoker, dem nun die Rolle eines Theaterchefs zu Teil wird und der verbittert versucht sein erfolgloses Buch „Dracula“ auf die Bühne zu bringen. Als Quincey an dieses Buch gelangt und er erst darin die wahre Geschichte seiner Eltern erfährt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Für Dacre Stoker ist dies sein Romandebut, ich schätze dass er auch nur seinen Namen für das Buch hergegeben hat. Co-Autor ist der Drehbuchautor Ian Holts, der wohl den größten Teil der Arbeit auf sich nahm. Das Buch liest sich weitestgehend auch sehr filmlastig, daher meine Vermutung Holts habe den Hauptpart übernommen. Den Figuren fehlt es jedenfalls an Tiefgang, man baut zu niemandem eine enge Bindung auf und vieles geschieht einfach viel zu schnell. Dacre Stoker versucht mit seiner Fortsetzung an den Erfolg seines Verwandten anzuknüpfen, vor allem auch nicht ganz eigennützig, da Bram Stoker zu seinen Lebzeiten der Erfolg des Buches verwehr blieb und auch seine Familie sich stetig mit Rechtsverletzungen und Tantiemen herumärgern musste.

Spannung existiert nicht wirklich, hin und wieder wird recht bildgewandt von den brutalen Morden der Báthory berichtet, doch das war es dann auch schon. Die dramaturgische Gestalt des Draculas und der fesselnde Schreibstil Bram Stokers fehlen gänzlich!

FAZIT: Leute, die Bram Stokers Dracula liebten, sollten einen großen Bogen um diesen Band machen!!! Irgendwie scheinen sich immer mehr Leute Vampire als die Guten, glitzernden Wesen vorzustellen und der Ursprung des Bösen bleibt dabei auf der Strecke…sehr schade! Da bleibe ich doch dann lieber bei den Vampirbüchlein von Markus Heitz!

Bewertung

Schreibstil Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr
Spannung Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr
Story Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr
Horror-Faktor Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr
Gesamteindruck Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr  Dracula - Die Wiederkehr

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