Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

Informationen

Verlag: Titania Medien

ca. 215 Minuten

Deutschland 2007

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Simon Jäger
  • Joachim Höppner
  • Klaus-Dieter Klebach
  • Dagmar von Kurmin
Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

Story

Der junge Rechtsanwalt Jonathan Harker wird aus geschäftlichen Gründen nach Transsylvanien auf Schloss Dracula eingeladen. Der Graf selbst ist daran interessiert ein Grundstück in London zu erwerben, wobei Jonathan ihm behilflich sein soll. Bereits die Fahrt zu diesem Schloss birgt nichts Gutes, Aberglaube scheint weit verbreitet und als Jonathan von einem Kutscher vor einem verfluchten und verlassen scheinenden Ort gewarnt wird, siegt auch hier seine Neugier…

Als Jonathan schließlich dem Grafen gegenüber steht muss er erkennen, dass diesen etwas mystisches, schier Böses umgibt, erst viel zu spät erkennt er schließlich das wahre Wesen des Grafen, denn er ist bereits zu dessen Gefangenen geworden. Der Graf selbst begibt sich derweilen auf eine Reise nach London, nicht zuletzt auch wegen eines Bildes von Jonathans Verlobter Mina. Sein erstes Opfer wird Minas Freundin Lucy Westenra, ihr Willen ist schnell gebrochen und von Tag zu Tag bzw. von Nacht zu Nacht scheint die arme Lucy schwächer und schwächer zu werden. Ihr Arzt Dr. Seward ruft schließlich einen Freund – Abraham Van Helsing zu Hilfe, der sofort den Ernst der Lage erkennt…

Kritik

Bram Stoker´s Roman „Dracula“ zählt seit jeher zu einem Klassiker der Weltliteratur und gilt auch als Grundlager diverser weiterer Vampirromane und Verfilmungen. Kein Wunder also, dass auch Titania Medien sich diesen Roman als Vorlage für ihre Gurselkabinettserie nahmen und ihn als Hörspiel vertonten. Erschienen ist das Hörspiel in einer sehr hübsch gestalteten Pappbox, aufgeteilt auf 3 CDs + eine Bonus-CD mit der Geschichte „Draculas Gast“ Bereits 1897 erschien der Roman „Dracula“ in London, Autor war der irische Schriftsteller Abrahm Stoker, der sich selbst lieber Bram mit Vornamen nannte. Er fand bereits früh seine Vorliebe für unheimlichen Lesestoff und wurde nicht zuletzt durch seinen Landsmann LeFanu dazu inspiriert eine Vampirgeschichte zu verfassen. Stoker beschäftigte sich lange Zeit stark mit Nachforschungen, studierte Reiseführer, Landschaftsbeschreibungen, Fahrpläne und historische Werke, wobei er auf den perfekten Schauplatz für seine Geschichte stieß – Transsylvanien. Die Schilderungen in seinem Roman sind teilweise so detailliert beschrieben, dass es einem wie eine wirkliche Reise in diese Welt vorkommt, kaum zu glauben dass Stoker niemals wirklich nach Transsylvanien reiste und er es somit nie wirklich gesehen hat. Durch die Bekanntschaft mit Arminius Vambery wurde Stoker auf den walachischen Fürsten Vlad Tepez aufmerksam und dessen Geschichten, Sagen und Legenden ließ Stoker kurzerhand in seine Vampirgestalt „Dracula“ mit einfließen. Stoker wollte einen besonderen Vampir schaffen, eine Gestalt die nicht einfach ein blutlechzendes Ungetüm darstellt, sie sollte gleichsam Blutsauger, als auch verführerisch- kultivierter Natur sein. So entstand in 7 langen Jahren eine Kultfigur sondergleichen. Leider war es Stoker nicht mehr möglich den Erfolg seines Werkes richtig auszukosten, denn erst nach seinem Tode 1912 erlangte es seinen wahren Erfolg. (Stoker verstarb in London fast verarmt, die Todesursache war „Erschöpfung“). Erst in den 20er Jahren begann der Siegeszug seines Romanes durch einige Theateraufführungen des Stoffes in England und den USA. Ähnlich wie der Roman wird auch das Hörspiel zunächst wie eine Art Tagebuch dargeboten, indem der junge Jonathan Harker neben den Klängen eines Zuges den Hörern vom Beginn seiner Reise aus seinem Tagebuch vor liest. Die dazu laufende Musik ist der damaligen Zeit angepasst und kommt an vielen Stellen sogar recht pompös daher. Auch im weiteren Verlauf des Hörspiels wird immer wieder aus Tagebüchern, Briefen und Protokollen zitiert, was natürlich besonders Fans des Originalromanes sehr freuen wird, da das Hörspiel dadurch sehr authentisch wirkt. An anderen Stellen wurde sich etwas vom Original abgehoben, zumindest kann ich mich nicht an diese Stellen im Buch erinnern, um noch ein paar kleine spannende Details einzubauen, was ich ebenfalls als sehr gelungen betrachte (z.B. 50 Särge auf dem Weg nach London etc.). Mit einer Gesamtspielzeit von 215 Minuten sollte man sich jedoch etwas Zeit nehmen, um die Geschichte richtig genießen zu können, Langeweile kommt an keinster Stelle auf, im Gegenteil Spannung ist garantiert! Bei den Sprechern bleiben Marc Gruppe und Titania Medien ihrem Konzept treu und konnten wieder bekannte Synchronsprecher vieler bekannter Hollywoodgrößen für das Hörspiel verpflichten. Der Part des Grafen Dracula wurde dabei an Joachim Höppner, die deutsche Synchronstimme von Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ vergeben. Besonders tragisch, da es eine der letzten Rolle Höppners wurde, da er im November 2006 an einem Herzinfarkt verstarb. Zwar verbindet man seine Stimme wohl eher mit dem Guten, Positiven und man muss sich hierbei etwas umorientieren, da er nun plötzlich ein Geschöpf der Nacht und des Bösen verkörpert, doch meistert er diese Rolle hervorragend! Jonathan Harker wird von Simon Jäger verkörpert, der ansonsten Heath Ledger und Josh Hartnett seine Stimme leiht. Genau wie auch Tanja Geke/Scarlett Johansson („Mina“) und Petra Barthel /Uma Thurman („Lucy“) muss er den Hörer durch ein kunterbuntes Stimmungsbarometer aus unschuldiger Fröhlichkeit bis hin zu bitterer Trauer und verzweifelnde Angst durchleben. Wie so oft erzielen die Sprecher dabei beim Zuhörer das Bild der entsprechenden Stars im Kopf und das eigentliche Hörspiel bildet sich vor dem inneren Auge zu einem grandiosen Film. Auch die bestens arrangierte Geräuschkulisse verstärkt dieses Bild um ein Vielfaches, was das Hörspiel zu einem sehr gelungenen Ereignis werden lässt. Letztendlich kann ich dieses Hörbuch absolut empfehlen und finde auch, dass es bisher das Beste der Gruselkabinettserie ist! Ich hatte diesmal nicht das Geringste auszusetzen. Die Umsetzung von Bram Stokers Dracula ist Marc Gruppe hervorragend gelungen, seien es die Sprecher, die Atmosphäre oder die Umsetzung der Geschichte, alles passt wunderbar zusammen und gibt ein schlüssiges Gesamtbild ab. Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

Sprecher Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)
Akustik Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)
Spannung Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)
Story Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)
Horrorfaktor Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)
Gesamt Dracula (Gesamtreview Teil 1-3)

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