Die Totenbraut

Informationen

Verlag: Titania Medien

ca. 68 Minuten

Deutschland 2005

Regie

  • Stephan Bosenius
  • Marc Gruppe
SprecherFriedhelm Ptok
Die Totenbraut

Story

1810 herrscht auf Burg Globoda schreckliche Trauer um den Tod der Tochter und des Gatten der Contessa von Globoda, bis eines Tages ein guter Freund der Familie – der Marchese di Mantua, an die Pforten der Burg klopft. Eigentlich möchte der Marchese seinen alten Freund Victor besuchen und ist umso trauriger von dessen plötzlichen Tode zu erfahren. Überaus freundlich wird er jedoch von der Contessa und ihrer einzig noch verbliebenen Tochter Libussa empfangen und gebeten eine gewisse Zeit auf der Burg zu verweilen. Libussa ist die Zwillingsschwester von Hildegarde und ist seit dem letzten Besuch des Marchese zu einer bezaubernden jungen Frau gereift. Die Contessa vertraut schließlich dem Marchese an, dass sie sich sehr um ihre Tochter sorge, da diese sich seit dem Tode der Schwester auch sehr verändert habe und genau wie ihr verstorbener Vater einem seltsamen Totenkult huldigen würde. Kurze Zeit nach dem Eintreffen des Marchese klopft es erneut an die Pforten der Burg und der junge Duka Frederico di Marino bittet um Einlass. Er möchte um die Hand von Libussa anhalten. Da Libussa ihm sogleich sehr zugetan scheint, willigt ihre Mutter schließlich ein. Doch das Glück der beiden ist nur von kurzer Dauer. Der Marchese kennt den Duka, schätzt ihn im Grunde sehr, doch meint er sich zu erinnern, dass er bereits mit einer anderen jungen Dame verlobt sei, als er ihn darauf anspricht, möchte dieser jedoch nicht darüber reden und bittet auch den Marchese Stillschweigen über dieses Geheimnis zu wahren. Derweilen häufen sich einige seltsame Vorkommnisse auf der Burg, Die Dienerschaft will den toten Kaplan gesehen haben und auch die „Totenbraut“ soll sich in der Nähe befinden. Dazu ist die Kapelle des Nachts verschlossen und es scheinen heimlich Messen darin abgehalten zu werden. Der Hochzeitstermin des frisch verliebten Paares nähert sich langsam und der Marchese, gebunden an sein Versprechen, wendet schließlich eine List an, um Libussa und ihre Mutter vor dem nahen Unheil zu bewahren, was jedoch misslingt und somit nimmt das Schicksal seinen Lauf…

Kritik

Friedrich Laun´s „Die Totenbraut“ entstammt der Biedermeier Sammlung „Gespensterbuch“ und wurde von Titania Medien als Teil 7 ihrer Gruselkabinettreihe erkoren. Bereits Mary Shelley und Lord Byron ließen sich von diesem Werk zu ihren Klassikern inspirieren. Der Grundgedanke der Geschichte handelt von der Liebe, die über den Tod hinaus geht und scheint auch als eine leichte Inspiration für Tim Burton´s Corpse Bride gedient zu haben. Die Geschichte finde ich sehr gelungen, man weiß zu Beginn nicht recht in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Zunächst glaubt man noch um einen seltsamen Totenkult, der hinter allem steckt, doch was hat es dann mit dem Burgkaplan zu tun? Warum ist die Leiche der vor Monaten verstorbenen Hildegarde unversehrt? Einige Fragen bleiben offen und scheinen gegen Ende hin auch eher unwichtiger Natur, die eigentlichen Vorkommnisse werden erst nach und nach enthüllt, besonders natürlich mit der Geschichte des Marchese über das einstige Liebespaar Kamilla & Filippo. Typisch für diese Gruselserie, wurde auch hierbei wieder viel Wert auf die deutschen Synchronstimmen bekannter Hollywoodgrößen gelegt, wodurch die Sprecher einem unbewusst ein Bild der Charaktere ins Gedächtnis rufen. In dieser Folge kommen wir z.B. in den Genuss der deutschen Stimmen von Emma Thompson, Orlando Bloom, Sean Connery, Johnny Depp u.a. Etwas schwierig finde ich die Tatsache, dass die beiden Sprecher der Liebenden gleich eine Doppelrolle übernommen haben und somit sowohl das Liebespaar Libussa & Frederico, als auch das Liebespaar Kamilla & Filippo übernommen haben. Genaues Zuhören ist somit unerlässlich um Verwechslungen vorzubeugen. Auf der Leinwand ist dies deutlich leichter darzustellen als bei einem Hörspiel, gelingt den Sprechern jedoch sehr gut. Die Atmosphäre auf der Burg wurde wieder einmal sehr gut eingefangen, es gibt knarrende Dielenbretter, quietschende Türen, pfeifende Winde und die Vorkommnisse im Ballsaal sind auch mit etwas Hall versehen, der wirklich auf einen großen Saal schließen lässt. Ordentliches Gruselgewitter kommt ebenso zum Einsatz wie auch friedliches Vögelgezwitscher. Man fühlt sich stets direkt in das Geschehen hineinversetzt. Alles in allem finde ich diese Geschichte sehr gelungen, sie kommt ohne viel Gewalt aus und setzt eher auf Atmosphäre, wer den Film „Corpse Bride“ gesehen hat, wird zwar öfters Szenen aus diesem Film im Kopf haben, obgleich das Hörspiel zuerst da war, doch das stört recht wenig. Empfehlenswert für alle, die mystische Romantik mögen! Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

Sprecher Die Totenbraut
Akustik Die Totenbraut
Spannung Die Totenbraut
Story Die Totenbraut
Horrorfaktor Die Totenbraut
Gesamt Die Totenbraut

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