Die Blutbaronin

Informationen

Verlag: Titania Medien

ca. 70 Minuten

Deutschland 2006

RegieMarc Gruppe
Sprecher

  • Hartmut Neugebauer
  • Viola Sauer
  • Uwe Büschken
  • Arianne Borbach
Die Blutbaronin

Story

Baron Ferenc Nádasdy ist zum 2. Mal verheiratet und lebt mit seiner Frau Katharina und seinen beiden Kindern aus dieser Ehe auf Burg Csejte. Nach außen hin scheint die Familie des Barons perfekt, doch Nacht für Nacht wandert er zum Grabe seiner 1. Frau – Elisabeth und vergießt dort Träne um Träne. Eines Nachts trifft er bei dem Mausoleum auf eine alte Kräuterhexe, die ihm erzählt, sie könne seine Geliebte aus dem Totenreich zurückkehren lassen. Der Baron ist sogleich Feuer und Flamme und selbst die Warnungen der alten Frau, sie sei möglicherweise nicht mehr dieselbe Person wie früher, lassen ihn kalt. Die Hexe macht sich ans Werk und kurze Zeit später erwacht Elisabeth aus ihrem Totenschlaf. Ferenc kann sein Glück kaum fassen, versteckt Elisabeth jedoch zunächst in seinem Waldschloss. Seine Liebste scheint nicht im Geringsten gealtert, sie ist noch immer betörend schön, keinen Wunsch kann er ihr abschlagen und seien sie auch noch so seltsam, so besteht Elisabeth z.B. darauf niemals dem Tageslicht ausgesetzt zu werden, da ihre Augen das Licht nach dem langen Schlafe nicht mehr vertragen. Und natürlich ist sie sehr erbost, dass er es wagen konnte erneut zu heiraten und verlangt sogleich, dass er seine neue Frau sofort verlasse. Ohne auch nur im Geringsten zu zögern wirft Ferenc Katharina aus der Burg, die sogleich Verdacht schöpft… Kaum ist Katharina aus der Burg ausgezogen, unterbreitet Ferenc der Dienerschaft, dass er eine neue Gemahlin gefunden habe, die seiner 1. Frau zum verwechseln ähnlich sehe, selbst der Name der neuen Frau ähnelt dem der alten und auch die Dienerschaft kann die Ähnlichkeit der „beiden“ Frauen nicht verstehen und dann beginnen die seltsamen Vorkommnisse auf der Burg und erst als es fast zu spät ist, muss Ferenc erkennen, was für ein Monster seine Liebste geworden ist…

Kritik

Teil 14 der Gruselkabinettreihe entführt uns ins 16. Jahrhundert nach Ungarn und erzählt uns eine Geschichte, die Ernst Benjamin Salomom Raupach 1823 als „Lasst die Todten ruhen“ veröffentlichte. Marc Gruppe + Titania Medien nahmen sich diese Geschichte nun als Vorlage für ihr Hörbuch „Die Blutbaronin“. In der „Blutbaronin“ geht es um den Wunsch einen geliebten Menschen wieder zum Leben zu erwecken, Liebe wird dabei der Vernunft vorgezogen und die bitteren Auswirkungen die ein solcher Wunsch im Nachhinein bewegen kann, scheinen zu verblassen. Der Romanfigur liegt sogar eine durchaus reale Gestalt zugrunde, auf der eine Vielzahl düsterer Legenden ruhen – Blutgräfin Elisabeth Báthory/Nádasdy. Diese „Blutgräfin“ lebte von 1560 – 1614 in Ungarn und soll mehrere Hundert Menschen (fast ausschließlich Frauen) in den Tod gerissen haben. Ihre Vorliebe für menschliches Blut als Elexir gegen das Altern ließ sie im Volksglauben als Vampirin erscheinen. Tatsachliche Beweise existieren natürlich nicht. Mit 11 Jahren wurde Elisabeth durch ihre Familie mit dem Sohn einer anderen angesehenen und ebenfalls vermögenden Adelsfamilie verlobt. 4 Jahre später heirateten die beiden. Ihr Mann, Ferencz Nádasdy – „der schwarze Ritter“ – war ein grausamer Krieger, der sich besonders durch seine grausamen Folterungen an Gefangenen während den Feldzügen gegen die Türken, einen Namen machte. Nach ihrer Heirat zogen die beiden auf den Landsitz der Familie Nádasdy im Nordwesten Ungarns. Da der Landsitz weit abgelegen von der Zivilisation war, und ihr Ehemann oft wegen des Krieges weg musste, hatte Elisabeth ein eher langweiliges Leben. So kam es auch dazu, daß sie eine kurze Affäre mit einem jungen Mann begann, der aufgrund seiner sehr blassen Haut, für einen Vampir gehalten wurde. Sie brannten gemeinsam durch. Jedoch kurze Zeit später kehrte sie schon wieder auf den Landsitz zurück. Sie hatte eine neue Art der Beschäftigung gefunden und machte sich an junge Dienstmädchen heran. Sie dienten ihr sowohl als Gespielinnen, sowie später auch als Opfer, da sie von einer Amme und einem Diener in die schwarzen Künste eingeweiht wurde. Sie verübte diverse Rituale an ihren Bediensteten. Erst nach dem Tod ihres Gemahls, zu Beginn des Jahres 1600, verwirklichte sie dann auch ihre gewalttätigen, sexuellen Phantasien völlig ohne Scheu bis ihr 1611 der Prozess gemacht wurde und sie bis zu ihrem Lebensende eingemauert in ihrem Schlafgemach dahin vegetierte. Das Hörbuch baut zwar nur im entfernten Sinne auf der Legende der Blutgräfin auf, doch spielt es gekonnt einige Parallelen aus der Legende ein, was Kenner der ursprünglichen Geschichte um die Blutgräfin sicherlich erfreuen dürfte. Marc Gruppe gelingt es jedenfalls eine spannende Geschichte zu entwerfen. Einzigst was ich etwas vermisst habe, ist die Tatsache, dass auch Ferenc Nádasdy ein ebenfalls blutgieriges Monster war und er in diesem Hörbuch eher als das Opfer dargestellt wird, lediglich durch den schnellen Rauswurf seiner neuen Ehefrau wird ein wenig seiner eigentlichen Fassade sichtbar. Hier hätte vielleicht noch etwas mehr Licht auf sein Wesen gelegt werden können. Bei den Sprechern darf man sich auch hierbei wieder auf großes Hollywoodkino verlassen. Getreu dem Motto der Gruselkabinettreihe wurde auch hierbei wieder auf bekannte Synchronsprecher der berühmten Hollywoodliga gesetzt, die somit ein ganz eigenes Bild im Kopf der Zuhörer ablaufen lassen. Hierbei wird die z.B. die Rolle des Barons Nádasdy von Uwe Büschken, der Deutschen Stimme von Hugh Grant gesprochen, seine verstorbene Geliebte übernimmt Viola Sauer (Dt. Stimme von Charlotte Rampling). Aber auch die Stimmen von Catherine Zeta-Jones, Gene Hackman oder Kate Hudson kommen zum Einsatz. Besonders sind natürlich die beiden Hauptcharaktere Uwe Büschken und Viola Sauer zu nennen, da sie perfekt in ihren Rollen aufgehen. Das Soundteam (AudioCue, Rotor Musikproduktion, Scenario Studio und Kazuya) hat auch diesmal wieder hervorragende Arbeit geleistet, so liegt hierbei auch wieder viel Liebe im Detail. Die Geschehnisse in der Burg wurden mit etwas Hall unterlegt, um die Größe der Räume besser zu verdeutlichen und auch viele Windgeräusche und knarrende Dielen sind zu vernehmen, so dass man sich durchaus wie auf einer Burg fühlt. Von mir wieder vollste Empfehlung für dieses Hörspiel. Die Geschichte ist spannend und auch sehr schön blutrünstig, nimmt die Blutbaronin schließlich nicht einmal Rücksicht auf unschuldige Kinder! Ein Muss für alle Vampirfreaks und sonstige Horrorinteressierten! Review by Vampiria Sprecher Akustik Spannung Story Horrorfaktor Gesamt Zurück zur Audiobook-

Übersicht

Bewertung

Sprecher Die Blutbaronin
Akustik Die Blutbaronin
Spannung Die Blutbaronin
Story Die Blutbaronin
Horrorfaktor Die Blutbaronin
Gesamt Die Blutbaronin

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