Invasion – Angriff der Körperfresser

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2005
Laufzeit ca. 80 Minuten
Regie Albert Pyun
Darsteller Virginia Dare Paulin Morgan Weisser Norbert Weisser Scott Paulin u.a.
Bild 16:9
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 16
Invasion - Angriff der Körperfresser

Story

In der Nähe eines kleinen Örtchen namens Lawton in Kalifornien, wird ein Kometenregen gemeldet. Deputy Brick Bardo geht der Meldung nach. In einem Naturschutzgebiet erreicht er das Auto des Anrufers, der sich bei der Polizei gemeldet hat. Er steigt aus, um nach dem Mann zu suchen und findet ihn auch wenige Momente später. Bardo will die Befragung starten, als er von dem Mann attackiert wird.

Im Kampf wird Bardo etwas in seinen Gehörgang gesetzt. Etwas, dass sein Handeln verändert. Er geht zurück in seinen Wagen und fährt die Strecke zurück zu einem Auto, in dem er bei der Hinfahrt Teenager beim Fummeln erwischt hat. Wo er eben noch tolerant reagierte, zeigt er nun sein neues Ich…

Invasion - Angriff der Körperfresser  Invasion - Angriff der Körperfresser

Kritik

Innovationen sind im Horror-Film nicht gerade an der Tagesordnung. 80-90% der Beiträge sind Aufgekochtes. Auf den ersten Blick scheint „Invasion – Angriff der Körperfresser“ auch in diesem Fahrwasser zu schwimmen. Gerade, weil der Name des Streifens an Oliver Hirschbiegels „Invasion“ erinnern soll. Und ganz so weit weg ist die Thematik des Films von dem „Body Snatchers“-Rohrkrepierer mit Nicole Kidman und Daniel Craig von 2007 auch nicht.

Aber sie ist halt anders und vor allem ganz anders in den Kasten gebracht worden. Abgesehen von einer kleinen Start- und einer ebenso kurzen Endsequenz bekommt der Zuschauer lediglich eine Kameraeinstellung zu Gesicht. Gleich zu Beginn wird dem Betrachter vermittelt, dass es zu einer Katastrophe gekommen sei und man Kameramaterial eines Polizeiwagens gesichert hat. 63 Minuten am Stück. Diese bekommt man an einer kleinen Einführung, welche die neue Kamera-Technik der Cops beschreibt, dargeboten. Eine fest installierte Kamera, die in ihrer starren Anbringung alle Bilder am Stück liefert. Die Idee funktioniert sehr gut. Über einen langen Zeitraum der 65 Minuten Laufzeit. Leute die aufgepasst haben, werden merken das da knapp 15 Minuten fehlen. Diese wurden für den Abspann reserviert. Aber das ist ein anderes Thema. Trotz der eingeengten Sicht, dem Fehlen von Schnitten und ohne ein ernsthaftes Mitwirken von Schauspielern wird in erster Linie eine bedrohliche Atmosphäre aufgebaut. Da der Film in seiner Optik eingeschränkt ist, muss er mit der Akustik einiges rausreißen. Und hier liegt einer der Stärken von „Invasion – Angriff der Körperfresser“. Die Geräusche wirken. Sei es abgehackter Funk, zotige Zombie-Geräusche oder auch nur die Stimmen aus der Umgebung. Es funktioniert. Im Film ist es die ganze Zeit düster. Die Filmsequenz spielt ja auch bei Nacht. Dennoch hat man sich Mühe gegeben, dass Ganze auch gut aussehen lassen. Ein Scheinwerfer, der auf dem Fahrzeug angebracht ist, sorgt für die Beleuchtung. Somit wird ein bedrohliches Bild mit einfachsten Mitteln erschaffen. Hauptspielplatz ist ein Park. Mit kleinen, engen Wegen.

Die Art, wie der Film gedreht wurde, bringt aber auch Nachteile mit sich. Darstellerische Leistungen gibt es zum Beispiel nicht zu betrachten. Es turnt zwar immer mal wieder wer vor der Kamera rum. Dies reicht aber nicht, um eine faire Beurteilung der Beteiligten abzugeben. Immerhin fällt keiner mit Nichtkönnen auf, was ja auch schon mal was ist. Ein weiterer Nachteil ist, dass es zwangläufig zu einigen Szenen kommt, die weniger interessant sind, beziehungsweise sich etwas ziehen. Man bekommt Minutenlang die gleiche Einstellung geboten. Vor dem Auge der Kamera verändert sich nichts. Gar nichts. Das Geschehen wird dann lediglich von den Dialogen getragen. Dies funktioniert zwar ganz passabel, dem Auge kann bei solchen Szenen aber schon mal schnell langweilig werden. Selbst wenn es „Blairwitch“-mäßig zur Sache geht.

B-Movie-Regisseurs Albert Pyun („Cyborg“, „Nemesis“) hat mit „Invasion – Angriff der Körperfresser“ auf jeden Fall einen interessanten Beitrag geschaffen. Die kostengünstige und zugleich interessante Idee ist auch gekonnt umgesetzt worden. In seiner Art kann er zwar kein Überfilm sein, dafür ist er zu beschränkt, seine Story zu trivial. Er ist aber als Experimental-Werk für Freunde des B-Movies sehr empfehlenswert. Aber sicherlich wird es hier, wie auch bei dem ähnlich angelegten „The Blair Witch Project“, eine Lagerspaltung geben.

Invasion - Angriff der Körperfresser  Invasion - Angriff der Körperfresser

DVD

Im schlichten DVD-Menü findet man neben einer Trailershow auch ein paar Extras. Zum einen einen Teaser, der knapp eine Minute dauert. Des Weiteren gibt es eine Biografie von Regisseur Albert Pyun in Form von Texttafeln. Das ist in der Gesamtheit sicherlich nicht viel, aber immerhin besser als gar nichts.

Bild und Ton gehen soweit in Ordnung. Abstriche müssen gemacht werden, aber es handelt sich bei dieser DVD auch um kein Hightech-Produkt, was jedem Käufer klar ist.

Bewertung

Splatter Invasion - Angriff der Körperfresser
Spannung Invasion - Angriff der Körperfresser
Story Invasion - Angriff der Körperfresser
Ekelfaktor Invasion - Angriff der Körperfresser
Atmosphäre Invasion - Angriff der Körperfresser
Tonqualität Invasion - Angriff der Körperfresser
Bildqualität Invasion - Angriff der Körperfresser
Zusatzmaterial Invasion - Angriff der Körperfresser
Gesamteindruck Invasion - Angriff der Körperfresser

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