KillerKiller

Informationen

Drehland
  • GB
  • USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 75 Minuten
Regie Pat Higgins
Darsteller Richard Collins Scott Denyer Dutch Dore-Boize Cy Henty u.a.
Bild 1.85:1 / 16:9
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
KillerKiller

Story

Acht Insassen eines Gefängnisses für Serienkiller stellen eines Morgens überrascht fest, dass ihre Zellentüren offen stehen und die Wärter spurlos verschwunden zu sein scheinen. Das ganze Gebäude scheint, bis auf die Killer, wie ausgestorben und hat sich zudem merklich verändert. Anders als noch am Vortag, scheint das Gefängnis nun verwittert und alt, alles wirkt tot und abgestorben. Der "Papiertüten-Mörder" Lawrence (Dutch Dore-Boize) übernimmt schnell die Führung über seine Mithäftlinge und muss alsbald feststellen, dass das Gebäude von einer Art tödlichem Nebel umgeben ist, der ein Entkommen unmöglich macht. Während die Serienkiller der Situation auf den Grund zu gehen versuchen, stirbt plötzlich einer nach dem anderen. Dreht einer der Häftlinge durch oder ist noch jemand im Gefängnis, der den Spieß umdreht und nun Jagd auf die Serienkiller macht?

KillerKiller  KillerKiller

Kritik

Serienkiller sind mittlerweile fast schon ein alter Hut innerhalb des Horrorfilms und all seinen Sub-Genres. Da verlangt es einem Filmemacher gelegentlich Kreativität und Innovation ab, wenn er sich diesem Thema auf eine Art annähern möchte, mit dem das Publikum noch halbwegs hinter dem Ofen hervor zu locken ist. Und zumindest in dieser Hinsicht bringt die Low-Budget Produktion "KillerKiller", die von einem gewissen Pat Higgins realisiert wurde, eine schräge und abgefahrene Story mit, die jedoch leider nicht angemessen umgesetzt wurde. Higgins, der bereits Streifen wie "TrashHouse", "Hellbride" oder "The Devil’s Music" in Szene setzte, beweist eindrucksvoll, dass die beste Story wertlos ist, wenn die Verantwortlichen wenig oder überhaupt kein Talent mitbringen. Selbiges scheint dem Mann, der hierbei neben dem Besetzen des Regiestuhls noch für das Drehbuch, den Filmschnitt und das Ausüben der Produzentenfunktion verantwortlich war, eindeutig zu fehlen. Das Beste, was ein Low-Budget Film tun kann, ist sein finanzielles Defizit so gut wie nur eben möglich zu überspielen. Dies versucht "KillerKiller" nicht einmal im Ansatz, stattdessen wird dem Zuschauer bereits in den ersten Filmminuten das Fehlen jedweder Geldmittel verdeutlicht. Alleine das Gefängnis wirkt lächerlich und notgedrungen, dabei aber alles andere als glaubwürdig. Als Set fand vermutlich ein altes Krankenhaus Verwendung, das aber innen absolut kahl daherkommt. Erklärt wird dies im Film nur mit den Worten, dass sich "alles merkwürdig verändert" habe. Nun, auch eine clevere Art, fehlendes Geld für brauchbare Kulissen zu entschuldigen. Doch nicht nur an seinem Set krankt der Streifen von Anfang an, weiterhin erscheint etwas fragwürdig, dass das gesamte Gefängnis nur acht Insassen zu zählen scheint. Dies nimmt man "KillerKiller" aufgrund der durchaus beachtlichen Größe des Gebäudes nicht so recht ab, auch hier hat das Budget wieder zugeschlagen und sich seine Opfer gesucht. Schnell erweist sich weiterhin, dass die im Kern interessante Geschichte alles andere als spannend in Szene gesetzt wurde. Statt einen Horrorfilm mal von einer anderen Seite zu zeigen und einen Haufen durchgeknallter Jason- und Michael Meyers-Verschnitte ins rechte Licht zu setzen, bestehen die Serienkiller lediglich aus gewöhnlichen und langweiligen Typen, die zwar allesamt ihre Hintergrundgeschichte mitbringen, dabei aber jedweden ironischen Seitenhieb auf das Genre vermissen lassen. "KillerKiller" ist weder eine bissige Persiflage, noch ein althergebrachter Slasher, sondern vielmehr ein gewollt mysteriöser Horrorthriller mit einigen blutigen Momenten. Die Handlung ist jedoch an Nonsens kaum zu übertreffen und verliert schnell jede Sympathie des Zuschauers. Da wird einem mal schnell ein tödlicher Nebel vorgesetzt, dessen Herkunft nie erklärt wird, weiterhin dürfen alle Killer nacheinander ableben und dies jeweils schön passend in der Art und Weise, wie sie schon ihre Opfer bevorzugt über den Jordan gehen ließen. Die Morde werden dabei von einem blonden Racheengel ausgeübt, deren Herkunft natürlich erst zum Schluss geklärt wird und die dem Geschehen noch die Krönung verleiht. Heimlich schleicht sich das Blondchen mal als Chearleaderin, mal als OP-Schwester in die Gedanken der Serienkiller, um sie dort abzumurksen und sie so auch real sterben zu lassen. Blutig geht es dabei bestenfalls in dem Sinne zu, dass gelegentlich eimerweise Blut an die Wände spritzt, für Gorehounds ist hier jedoch nichts Interessantes zu sehen. Die Kills sind zudem alles andere als spektakulär geraten und tragen somit nicht viel zum Unterhaltungswert des Streifens bei. Wenn dann nicht gerade gemordet wird, diskutieren die Serienkiller fleißig die Philosophie ihrer Taten, reden über Analplugs, Sexpiele mit geschärften Eckzähnen oder das Morden mit sauberen oder schmutzigen Plastiktüten. Die einzige, nennenswerte Stärke des Films ist seine kurze Laufzeit von gerade mal 75 Minuten, der es zu verdanken ist, dass der Zuschauer sich nicht zu Tode langweilt. Jede weitere Minute wäre tödlich gewesen, denn bereits in dieser Länge ist zu merken, dass dem Werk gegen Ende langsam aber sicher das letzte bisschen Luft ausgeht. An und für sich langweilt "KillerKiller" aber nicht zwangsweise, sondern bringt sein Publikum passabel über die Runden, sofern dieses mit Low-Budget Streifen vertraut ist. Der Film bietet keine nennenswerten Stärken, ist aber auch keine Schlaftablette und gelegentlich muss man sich dann auch mal an einen solchen Rettungsanker klammern. Low-Budget-Horror, der seinem Namen alle Ehre macht. Die Produktion verlief tatsächlich auf einem sehr niedrigen, finanziellen Stand und wurde durch die schwachsinnige Story, öde Charaktere und hölzerne Dialoge auch nicht gerade aufgepeppt. "KillerKiller" bietet keinerlei nennenswerte Stärken, langweilt aber wie durch ein Wunder auch nicht akut und somit können sich Low-Budget Freunde dieses Werk sicherlich noch ohne anschließende Suicidgedanken zu Gemüte führen. Dennoch kann man sich das Geld für "KillerKiller" guten Gewissens sparen, da gibt es weitaus Besseres aus der Ecke.

KillerKiller  KillerKiller

DVD

Das Label Atomik Films hat sich die Rechte für "KillerKiller" gesichert und wird diesen Film hierzulande am 18. September auf DVD herausbringen, wobei die Verleih-Version bereits ab dem 5. August in den Videotheken stehen soll. Die Ausstattung der Scheibe ist laut bisherigen Informationen ausreichend, so wurden neben einem Making Of noch ein Audiokommentar, ein Blick hinter die Effekte, sowie diverse Trailer angekündigt.

Bewertung

Splatter KillerKiller
Spannung KillerKiller
Story KillerKiller
Ekelfaktor KillerKiller
Atmosphäre KillerKiller
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck KillerKiller

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