Lycan – Angriff der Werwölfe

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2007
Laufzeit ca. 85 Minuten
Regie Gregory C. Parker Christian Pindar
Darsteller Kirsten Babich Christy O. Cianci Michael Dionne Phil Gauvin u.a.
Bild 1.78:1 / 16:9
Ton
  • DD5.1
  • 2.0
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
Lycan - Angriff der Werwölfe

Story

In Good Old Germany treibt ein Werwolf sein Unwesen. Doch er kann von mutigen Werwolf-Jägern gefasst und eingesperrt werden, bevor Schlimmeres zu beklagen ist. In einer Holzkiste gefangen, wird er verschifft. Der Wolfsmensch kommt aber nie da an, wo er ankommen soll. Denn über Umwege gelangt der Werwolf nach Amerika. Zu einer Firma, die sich hauptsächlich mit Spezialeffekten für die Filmindustrie beschäftig. Dort gelingt ihm dann ungesehen die Flucht.

Kevin, seines Zeichen Sohn des Chefs der Effekte-Firma, wird, wie er glaubt, von einem Hund gebissen. Nach dem Biss macht er eine Verwandlung durch, bei der er schnell merkt, was Sache ist. Er wird zur Bestie und zu einer unmittelbaren Gefahr für seinen Um- und Freundeskreis.

Lycan - Angriff der Werwölfe  Lycan - Angriff der Werwölfe

Kritik

"Lycan – Angriff der Werwölfe" ist nicht unbedingt die x-te Wiederauffrischung von „American Werewolf“, „Teen Wolf“ oder Konsorten. Der amerikanische Beitrag versucht eine eigenständige Geschichte zu erzählen und anders zu sein. Hat allerdings das Problem, dass nicht so viel Geschichte vorhanden ist, wie man sich das als Betrachter vielleicht wünscht. Die Regisseure Gregory C. Parker und Christian Pindar sind Neulinge im Geschäft, was man durchaus ausmachen kann. Sie kommen zwar mit einigen guten Ideen daher, arbeiten handwerklich solide, aber dennoch gelingt es ihnen nicht, wichtige Unterhaltungselemente in den Film zu integrieren. So gelingt es beispielsweise nicht, eine vernünftige Horror-Atmosphäre aufzubauen. Weil unpassende Musik unpassend eingesetzt wird und weil durch ständige Kameraschwenke und unzählige Schnitte die Konzentration des Beobachters immens gestört wird.

In der Tat rückt das Stilmittel der Jungregisseure mehr in den Mittelpunkt der Betrachtung als der Film selbst. Was natürlich eine schallende Backpfeife für die Macher ist. Es ist nicht unbedingt so, dass die Macher gänzlich versagt hätten, aber ihr eingebautes Brimborium ist einfach zuviel. Sie haben sich wohl zuviel von Leuten wie Dario Argento beeinflussen lassen, der es immer wieder schafft, mit besonderen Kameraeinstellungen zu glänzen. Hier versucht man das auch und bekommt auch einige interessante Einstellungen zu sehen, bei denen man sich fragt, wie hoch wohl der Aufwand für die Fotografie war. Was zudem optisch auffällt ist die Häufigkeit der Schnitte, die wohl kaum von andren Filmen zu übertreffen ist und der ungewöhnliche Einsatz von Lichteffekten. Hier kann es einem schon mal schwindelig werden. In einigen Szenen, gerade in der komischen Disko, wo man minutenlang von einem Blitzgewitter bestrahlt wird, ist es schwierig die Augen auf dem Bildschirm gerichtet zu halten.

Über die Optik kann man sicherlich geteilter Meinung sein. Mutig sind Gregory C. Parker und Christian Pindar allemal. Sie versuchen wenigstens als Neulinge etwas besonderes zu schaffen. Ob ihnen das so, wie sie es gewollt haben, gelungen ist, darf allerdings bezweifelt werden. Aber nichtsdestotrotz kann man sich auf weitere Auftritte der beiden Jung-Regisseure freuen.

Gerade auch weil sie wirklich gelungene Spezialeffekte vor die Kamera bringen. Diese sehen professionell aus und sind intelligent in Szene gesetzt. Denn bis ins Detail wird gar nicht gearbeitet. Schlussendlich endet jeder blutige Effekt im Off. Das stört aber nicht wirklich, da der Zuschauer ganz genau weiß, was da ist, wo weggeblendet wird. Weniger positiv sind einige eingespielte Witze. Diese passen nicht zum Rest des Films, der an sich ernsthaft daher kommt. Zudem sind die Witze nicht witzig sondern absolut trashig. Was sich die Drehbuchschreiber dabei gedacht haben, kann nur erahnt werden. Schauspielerisch bekommt man solide Kost geboten die unbekannten Gesichter machen ihre Rolle fast ausnahmslos gut. Natürlich gibt es auch hier, wie in fast allen Filmen. Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Insgesamt kann man sich über das Gezeigte aber in keiner Weise beklagen. Insgesamt betrachtet ist "Lycan – Angriff der Werwölfe" zwar ein interessanter Film, gerade für Freunde des Low-Budget Bereich, er hat aber zu viele filmische Schwächen. Eine vernünftige Story ist nicht vorhanden, die eingefangenen Bilder und die Schnitte mit auf Dauer anstrengend und an zahlreichen Stellen ist es einfach zu langweilig. Das Experiment ist sicherlich nicht so gelungen, wie man sich vorgenommen hat.

Lycan - Angriff der Werwölfe  Lycan - Angriff der Werwölfe

DVD

Das Label Atomik Films hat sich die Rechte für "KillerKiller" gesichert. Die DVD-Version von "Lycan – Angriff der Werwölfe" kommt mit einer soliden Bild- und Tonqualität daher. Den Umständen entsprechend. Die DVD wird mit folgenden Extras bestückt: Einem Audiokommentar, dem Making Of, Trailer und einem Musikvideo.

Bewertung

Splatter Lycan - Angriff der Werwölfe
Spannung Lycan - Angriff der Werwölfe
Story Lycan - Angriff der Werwölfe
Ekelfaktor Lycan - Angriff der Werwölfe
Atmosphäre Lycan - Angriff der Werwölfe
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck Lycan - Angriff der Werwölfe

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