Musa – Der Krieger

Informationen

og_title OT: Musa
origin_date
  • Süd-Korea
  • China
  • 2001
duration ca. 155 Minuten
Regie Kim Sung-Soo
Darsteller Zhang Ziyi Jung Woo-Sung Joo Jin-Mo Ahn Sung-Ki
Bildformat Widescreen 2.35:1 anamorph
Tonformat Deutsch Dolby Digital 5.1 Koreanisch Dolby Digital 5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Koreanisch
Untertitel Deutsch
Ländercode Musa - Der Krieger
Freigabe Musa - Der Krieger
Musa - Der Krieger

Story

China im 14. Jahrhundert. Das Land ist geprägt von Kriegswirren und dem Konflikt zwischen den verfeindeten Ming- und Yuan-Dynastien. Eine koreanische Delegation macht sich auf den Weg zu Friedensverhandlungen mit dem chinesischen Kaiser. Doch die Gesandten geraten in einen Hinterhalt und werden als vermeintliche Spione ins Exil in die Wüste verbannt. Unter ihnen befindet sich auch der Krieger Yeo-Sol. Einst ein Sklave, ist er nach dem Tod seines Herren nun ein freier Mann. Auf ihrem gefährlichen Weg zurück in die Heimat sieht sich die Gruppe nicht nur der unbarmherzigen Gluthitze der Wüste ausgesetzt. Kriegerische Mongolen und Yuan-Krieger lauern überall. Als sie eine Ming-Prinzessin aus den Fängen der Mongolen befreien, wittern die Gesandten eine große Chance, ihre Friedensmission doch noch erfüllen zu können. Wenn sie es schaffen, die Entführte dem Kaiser unversehrt zurückbringen, können sie den Herrscher gnädig stimmen und ihre Ehre retten.Ein gewagtes Unterfangen, denn mit blutrünstigen Mongolen ist nicht zu Spaßen…

Musa - Der Krieger  Musa - Der Krieger

Kritik

Dass sich asiatische Filmproduktionen hinter den großen Hollywood-Blockbustern schon lange nicht mehr verstecken brauchen, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Im Gegenteil: Während der amerikanische, teilweise auch der europäische Film, sich mit Computer überladenen Special-Effects-Orgien oder Remakes in Eintönigkeit und Einfallslosigkeit verliert, sprudelt der asiatische Filmbrunnen nur so voller erfrischender Ideen und großartiger Produktionen. „Musa – Der Krieger“ ist so eine erfrischende, großartige Produktion. Ein Historienfilm, der auf beeindruckende Art und Weise traditionelle Elemente mit moderner Bildästhetik verbindet. Eine großartige Melange aus Melancholie und Martial Arts, Ästhetik und Action, Gefühl und Gewalt.Auf wahren Begebenheiten basierend schildert „Musa – Der Krieger“ die ebenso abenteuerlich wie ausweglose Odyssee einer kleinen Gruppe tapferer und ehrbarer Krieger durch die unerbittliche Wüste, durch das Feindesland eines schier übermächtigen Gegners. Aber die wilden Mongolen sind bei weitem nicht der größte Feind. Eifersucht, Neid und Intrigen innerhalb der Gruppe drohen den Zusammenhalt zu zerstören. Und so lebt der Film nicht nur durch Action und wunderschöne Landschaftsaufnahmen, sondern auch von seiner Dramatik und den Spannungen, die sich zwischen den einzelnen Charakteren ergeben.Zwar treten bei einer Spielzeit von über 2 ½ Stunden unweigerlich einige dramaturgische Längen auf, auch ist der Erzählfluss zu Beginn des Films ein wenig zäh, die Einführung der Charaktere mitunter etwas verwirrend. Die gewaltigen Schlachtenszenen vor wunderschönen Landschaftskulissen machen diesen kleinen Makel allerdings mehr als wett. Dass Krieg, in welcher Form auch immer, kein Ping-Pong-Spiel ist, haben in jüngster Vergangenheit Werke wie „Braveheart“ (Mel Gibson, 1995) oder „Der Soldat James Ryan“ (Steven Spielberg, 1998) eindrucksvoll und schonungslos verdeutlicht. Die Zeiten, in denen auf der Leinwand sauber gestorben wurde, sind vorbei. Ob Held oder Schurke, niemand endet mehr mit einem blutlosen theatralischen Röcheln, anprangerndem Gesichtsausdruck und Worten wie „Hombre, Hombre, Du hast geschießt ein Loch in mich!“. – Nein! Das Sterben ist ätzend, grausam. Realistisch eben.

Die Choreografie der Actionsequenzen ist beeindruckend, die Stunts sind perfekt inszeniert. Kein Wunder, schließlich zeichnete sich Doo-hong Jung für die Martial-Arts-Szenen verantwortlich, der bereits 1999 für den koreanischen Action-Blockbuster „SHIRI“ als Stunt-Koordinator fungierte. Die Kampfszenen sind atemberaubend, zumal hier auf einen unnötigen Einsatz von CGI-Effekten verzichtet wurde. Handarbeit ist Trumpf, hier regieren Schwert, Axt, Bogen und Lanze. Herausragend ist dabei die Kampftechnik von Hauptdarsteller Woo-sung Jung als schweigsamer Krieger Yeo-Sol. Er wirbelt sich mit der todbringenden Lanze durch unzählige Feinde, als habe Gordon Liu ihm höchstpersönlich die Kampfkunst in der 36. Kammer der Shaolin gelehrt.Eine perfekte Show liefert einmal mehr auch Zhang Ziyi. Wenn auch auf völlig andere Art und Weise. Die „chinesische Winona Ryder“ hält sich, anders als bei „Tiger & Dragon“, mit ihren Martial Arts – Fähigkeiten zurück, legt dafür die ganze Energie in die Darstellung der chinesischen Prinzessin. Dabei ist sie mal zierliche hilflose Unschuld, mal erhabene Gebieterin, dann wieder sture Kratzbürste. Eine Augenweide.Fulminant wie die Kampfszenen ist auch der Soundtrack. Die Musik trägt ihren Teil dazu bei, dass es dem Zuschauer den Atem verschlägt. Ob bombastischer Monumentalsoundtrack oder eingängige asiatische Ballade. Der Score passt sich wunderbar den dargestellten Bildern an.„MUSA – Der Krieger“ ist perfektes Historien-Kino. Opulent ausgestattet, fulminant und brachial inszeniert. Nicht umsonst wurde der Film 2003 beim FANT-ASIA Film Festival in Montreal mit dem dritten Platz in der Kategorie „Bester Film“ geehrt. „MUSA – Der Krieger“ ist großes Kino für die große Leinwand. Umso bedauerlicher ist es daher, dass es der Film seinerzeit in Deutschland nicht in die Kinos schaffte. Mit E-M-S hat sich nun über 5 Jahre nach der Premiere von MUSA endlich ein Verleih gefunden, der deutschen Filmfreunden den Genuss dieses Meisterwerks zumindest im eigenen Wohnzimmer ermöglicht.Fazit: Bild- und brachialgewaltiges Schlachten-Epos. Ein Film wie ein Gemälde!

Musa - Der Krieger

DVD

Ehre, wem Ehre gebührt. Dem fantastischen Filmgenuss von "MUSA – DER KRIEGER" fügt E-M-S mit der Bonus-DVD der Special-Edition fantastische Features hinzu. Das Bonus-Material der zusätzlichen DVD kann sich wahrhaft sehen lassen. Das Making-Of ist ausführlich und in einzelne Kapitel unterteilt. Gleiches gilt für den Blick hinter die Kulissen und in die Arbeitsbereiche der Special-FX-Crew und Stunt-Koordinatoren. In Interviews schildern Regisseur und Schauspieler ihre Eindrücke von den Dreharbeiten. Auch auf den wirklich gelungenen Soundtrack wir in dem Special eingegangen.

Dass bei diesem wirklich opulenten Menü Original-Trailer und eine Bildergalerie nicht fehlen, versteht sich von selbst. Schon die 155 Minuten Spieldauer des Hauptfilms bieten grandiose Unterhaltung und verrinnen wie im Flug. Die Bonus-DVD schließt sich nahtlos an. Essentiell!!

Bewertung

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Spannung Musa - Der Krieger  Musa - Der Krieger  Musa - Der Krieger  Musa - Der Krieger  Musa - Der Krieger  Musa - Der Krieger
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