Wrong Turn

Wrong Turn

Informationen

OT:Wrong Turn

ca.84 Minuten

Deutschland, USA 2003

Regie

  • Rob Schmidt
Darsteller

  • Desmond Harrington
  • Eliza Dushku
  • Jeremy Sisto
  • Emmanuelle Chriqui
  • Lindy Booth
  • Kevin Zegers
  • u.a.

Wrong Turn

Story

Medizinstudent Chris ist mit seinem Auto auf dem Weg zu einem wichtigen Vorstellungsgespräch nach West Virginia. Unterwegs gerät er allerdings in einen Stau, wodurch er sich gezwungen sieht, einen anderen Weg zum Zielort zu finden. An einer heruntergekommenen Tankstelle (mit ebensolchem Besitzer) wird er auf einer alten Landkarte fündig. Der Hinweis des Tankwarts, dass die eingezeichnete Route nie wirklich ausgebaut worden sei, stört ihn herzlich wenig, schließlich will er seinen Termin einhalten. Die unwegsame Schotterpiste entlangfahrend ist er nur einen Augenblick unkonzentriert, und schon nimmt das Unglück seinen Lauf:

Er rast in den durch eine Stacheldrahtfalle demolierten Wagen von fünf Jungen Leuten, die sich zu einem Trekkingausflug in die Wildnis aufgemacht haben. Nachdem sich der erste Schock gelegt hat, beschließen die "Gestrandeten", sich zu aufzuteilen: Ein Vierer-Trupp inklusive Chris macht sich auf, Hilfe zu holen. Zwei der Jugendlichen bleiben bei den Autos zurück… …um kurz darauf die ersten Opfer einer durch Inzucht zu Kannibalen mutierten Redneck-Familie zu werden.

Da deren Jagdtrieb jedoch noch längst nicht gestillt ist, beginnt für die übriggebliebenen Twens eine "knochen"-harte Zeit auf der Flucht durch die unendliche Wildnis…

Wrong Turn  Wrong Turn

Kritik

Back to the Roots!?!?!?!

Ein moderner Fantasy-Action-Horror-Film ohne (oder zumindest ohne aufdringlich auffällige) Computeranimationen, ohne fünffach-verschachtelte Handlung, die erst nach dreimaligem Anschauens unter LSD oder XTC zu kapieren ist, das ganze dann noch aus Kanada??? Das kann doch in der heutigen Filmwelt nicht funktionieren!!! Oder etwa doch???

Es kann!!! Und wie!!!

WRONG TURN ist einer dieser cineastischen Glücksfälle, die aus heiterem Himmel auftreten, um dem (zumindest im Mainstream) vermeintlich festgefahrenen Genre des Horror-/Splatterfilms mit einem Paukenschlag neues Leben einzuhauchen (Ähnlich wie seinerzeit bspw. BRAINDEAD (Peter Jackson, Neuseeland, 1992) oder RETURN OF THE LIVING DEAD III (Brian Yuzna, USA, 1993).

Im Gegensatz zu oben genannten Splatter-Orgien watet WRONG TURN allerdings nicht schlüsselbein-tief im Kunstblut, sondern besticht in erster Linie durch eine morbid-verstörende Atmosphäre, die mit Urängsten der Menschen spielt, und einer Handlung, die in Sachen Spannung und Terror Maßstäbe setzen kann.

Der Spannungsbogen dehnt sich konstant über die ganze Filmlänge hinweg. Mitunter steigert sich die Suspense für den Zuschauer fast ins Unerträgliche. Insbesondere der Part zu Beginn des Films, als die Protagonisten die Hütte der Rednecks entdecken: Langsam, aber auf umso heftigere Weise, kommen sie hinter das grauenvolles Geheimnis der Bewohner und werden schließlich von deren plötzlicher Heimkehr überrascht. Wenn sie sich in der Hütte verstecken, weckt das beim Betrachter Erinnerungen an die Kindheit, als man mit bis ans Kinn herangezogener Bettdecke die ersten Grusel-Filme am Fernsehen sah. Die Kamerafahrten (à la BLAIR WITCH PROJECT (Daniel Myrick, Eduardo Sanchez, USA, 1999), teilweise der Sicht der Kannibalen nachempfunden, und die wohldosierten, dadurch aber erst recht effektiven Schockmomente, tragen ihr Übriges zum Gelingen dieses Nailbiters bei.

Wenn in der Anfangssequenz mittels schneller Schnitte Zeitungsberichte einerseits über vermisste Personen, andererseits über genetische Deformation durch Inzucht auf die Zuschauer niederprasseln, um diese gewissermaßen auf das nun folgende Grauen auf der Leinwand einzustimmen, fühlt man sich unweigerlich an das Intro aus TEXAS CHAINSAW MASSACRE (Tobe Hooper, USA, 1974) erinnert. In der Hütte der Kannibalen erwartet man jeden Moment einen mit laufender Excalibur-Kettensäge um sich fuchtelnden Leatherface zur Tür herein stürmen.

WRONG TURN macht wirklich keinen Hehl daraus, Momente von Klassikern wie Tobe Hoopers Meisterwerk aus dem Jahr oder BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE (John Boorman, USA, 1972) zu kopieren. Warum auch? Er kann ohne weiteres als sehr eigenständige und zudem würdige Hommage an eben diese Filme angesehen werden. Mit augenzwinkerndem Humor weist das Script ja schließlich selbst ausdrücklich darauf hin, wenn bspw. einer der jungen Leute beim ersten Anblick der Redneck-Hütte fragt, ob jemand aus der Gruppe besagten BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE kenne.

Die reichlichen und äußerst graphischen Special-Effects treiben garantiert jedem Splatter-Fan die Freudentränen in die Augen. In bester Tom-Savini-Manier-zum-Höhepunkt-seiner-Karriere wird hier einiges an roter Flüssigkeit verspritzt. Dass man so etwas tatsächlich mal im Deutschen Kino erleben darf…

Einziges Manko der deutschen Fassung ist die gewöhnungsbedürftige Synchronisation, deren Tonabmischung über weite Strecken des Films zu steril wirkt. Fairerweise sei allerdings darauf hingewiesen, dass bei WRONG TURN weniger die Dialoge, sondern in erster Linie Terror und blanker Schock für die gelungene Unterhaltung sorgen.

FAZIT:

Ist das die Zukunft des Horrorfilms?? Das wollen wir doch alle mal schwer hoffen!!!! Extrem spannende und sehr gorige Variante des Manic-Rednecks-Themas!!! Bitte vor Konsum des Films keine Fingernägel schneiden, sonst leidet das Nagelbett!!!!!!

Wrong Turn

Bewertung

Splatter Wrong Turn
Spannung Wrong Turn
Story Wrong Turn
Ekelfaktor Wrong Turn
Atmosphäre Wrong Turn
Gesamt Wrong Turn

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Texas Chainsaw Massacre

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