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Journalistin Debra hat eigenes
und nie veröffentlichtes Filmmaterial, mit dem sie die Welt
warnen will. Unter dem Namen „The Death Of Death“ präsentiert
sie folgende Geschichte:
Filmstudent Jason will für seine Abschlussprüfung einen
Horror-Film drehen. Er hat sich dafür im dunklen Wald mit einigen
Bekannten verschanzt, um seine Ideen auf Celluloid zu bannen. Der
Dreh funktioniert nicht wirklich gut, da die Protagonistin ganz
schön zickig ist.
Als die Filmcrew in einer Drehpause eine Schreckensnachricht im
Radio hört, in der von wieder auferstandenen Leichen die Rede
ist, ahnen sie noch nichts von dem, was ihnen bevorsteht. Sie
nehmen die Meldung erst ernst, als ihnen leibhaftige Zombies gegenüber
stehen. Daraufhin will die Gruppe schnellstmöglich nach hause.
Doch die gemeinsame Fahrt mit dem Wohnmobil entwickelt sich
schnell zur Flucht ins Ungewisse. Eine Flucht mit unzähligen
Gefahren, die mit Jasons Filmequipment festgehalten wird... |
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Wer gedacht hatte, dass der
gute Romero es nicht mehr schaffen würde, sein Publikum zu überraschen,
hat sich geirrt. Nach der Zombie-Trilogie und dem etwas zu glatten
„Land Of The Dead“ kommt nun der fünfte Zombie-Streich hinzu.
Ein Film, der die Zuschauer vielleicht in zwei Lager spalten könnte.
Denn die Vergangenheit hat bewiesen, dass Filme, die mit der
Handkamera aufgezeichnet werden, nicht jedermanns Geschmack sind.
„Diary Of The Dead“ setzt sich aber deutlich von Filmkollegen
ab. Nicht nur, dass nicht ganz so gewackelt wird, wie man es
kennt. Die Kameramänner respektive -Frauen verfügen glücklicherweise
über ein durchaus ruhiges Händchen, was „Blairwitch“-Hasser
etwas beruhigen sollte. Es kommt auch noch hinzu, dass alles sehr durchdacht ist und eine
sehr gute Regieleistung abgegeben wurde.
Die Story ist vielleicht nicht ganz so interessant, wie man es
vermuten könnte. Endzeitszenarien sind im neuen Jahrtausend nicht
mehr so schockierend, wie sie es noch zu „Night Of The Living
Dead“-Zeiten waren. Filmtechnisch ist es nichts Neues mehr, wenn
man der Spezies Mensch an die Wäsche will. Aber auch sonst ist
das Geschehen, zumindest dem Umständen entsprechend, recht
trivial gehalten. Es wird sich nicht wirklich vor den Zombies
verschanzt, was ja in einigen Zombie-Filmen diesen gewissen Reiz
ausübt. Aber trotz dieser kleinen Mängel ist die Atmosphäre
sehr dicht. Da es auch spannend zugeht, macht es über die
komplette Spielzeit Lust, dem Geschehen zu folgen. Langeweile
kommt nicht mal im Keim auf.
Die gute Gefühlslage, die von Spannung und Atmosphäre ausgelöst
wird, wird dann noch von einigen Spezialeffekten untermauert. Es
gibt echt tolle Sachen zu sehen. Auch CGIs, die aber durchweg sehr
gut gelungen sind. Man erkennt sie eigentlich nur daran, weil eine
Umsetzung mit Pappe, Knete oder sonstigem Utensil nicht möglich
ist. Der Film ist aber nicht übermäßig brutal. Nur so hart, wie
er sein muss, um zu funktionieren. Beim Töten der Zombies haben
sich die Effektmacher einiges einfallen lassen. Und das ist sehr
sehenswert.
Der recht unbekannte Cast passt sich dem Geschehen gut an. Hier
werden solide Leistungen abgerufen, welche die beabsichtigte
Authentizität des Film stärken. Romero hat wirklich ein tolles
Team zusammengestellt, welches ihn bei seiner Arbeit
offensichtlich gut unterstützt hat. Denn was der „Meister“
hier abgeliefert hat, ist ein Film der ersten Liga. Und? Durfte
man das erwarten, als man gehört hat, dass der fünfte Zombie
kommt und das dieser wie „Blairwitch“ sein soll? Aber Romero
hat hier nicht nur einen technisch guten Film in den Kasten
gebracht, er wirft auch wieder Fragen auf. Übt
Gesellschaftskritik.
Vor allem über die Rolle der Medien. Der Film im Film entsteht
ja, weil sich ein junger Journalist todesmutig dafür einsetzt,
die Welt zu warnen. Oder riecht der Student die Möglichkeit, mit
seiner Abschlussarbeit seine Karriere zu ebnen? Oder ist er
einfach nur geil darauf, blutige und schockierende Bilder zu präsentieren?
Alle Fragen werden natürlich nicht beantwortet. Wozu
auch? „Diary Of The Dead“ funktioniert auch ohne
aufzuklären. Er ist sicherlich nicht der perfekte Horror-Film.
Auch nicht auf einer Höhe mit „Dawn“. Aber er macht Spaß und
funktioniert gut. Von daher kann man „Diary Of The Dead“ allen
Romero- und allen Zombie-Fans ans Herz legen. |