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Auf dem gewaltigen Mississippi, nahe New
Orleans, kommt es zu einer Kollision. Ein kleines Frachtschiff aus
Mittelamerika kommt auf die falsche Seite und rammt ein viel größeres
Transportschiff. Der Kapitän kann nichts mehr machen. Auch die zu Hilfe
eilenden Rettungskräfte können nur tote Besatzungsmitglieder finden. Und
das, obwohl der Crash eigentlich nicht so dramatisch war.
Wie sich später herausstellt, sind die Schiffleute von Bienen zu Tode
gestochen worden. Ungewöhnlich in dieser Gegend. Wenig später findet der
hiesige Sheriff seinen Hund tot auf. Er vermutet, dass das Tier vergiftet
wurde. Daher fährt er zu einem Spezialisten, um eine Obduktion durchführen
zu lassen. Auch der Hund wurde Opfer von Bienen. Der untersuchende Arzt
wendet sich an einen Experten. Dieser äußert den Verdacht, es könne sich
um Killerbienen handeln.
Vor einiger Zeit ist eine besonders giftige, aggressive aber auch
ertragreiche Art aus Afrika nach Mittelamerika importiert worden.
Kreuzungsversuche mit einheimischen Arten waren erfolgreich. Leider konnten
aber einige Exemplare fliehen und haben es nun bis nach New Orleans
geschafft.
Die Situation ist ernst: In New Orleans steht der berühmte Karneval an.
Eine Absage des Festes? – Ein Skandal! Der Bürgermeister bleibt stur. Die
Forscher befürchten Hunderte Tote... |
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„Killer Bienen“, der auch unter dem Titel
„Mörderbienen greifen an“ veröffentlicht wurde, ist ein netter
Tierhorror-Streifen, der wirklich zu unterhalten weiß. Regisseur Bruce
Geller hat, ohne viele Effekte zu nutzen, einen unterhaltsamen Bienen-Film
gedreht, dessen Story dezent aufgebaut wird und den Betrachter zu fesseln
vermag.
Die Bedrohung durch Afrikanische Killerbienen war ja damals in den USA ein
aktuelles Thema und ist es heute immer noch. Verantwortlich war dafür der
Genetiker Warwick Estavam Kerr, der 1956 einige Bienenköniginnen aus Afrika
nach Brasilien brachte um die Effektivität der einheimischen Bienen zu
erhöhen. Ein Jahr später entkamen dann 26 der neu gezüchteten Völker und
breiten sich seitdem rasant aus.
Die Story des Films ist also nicht an den Haaren herbeigezogen, wenn auch
die Darstellung im Film leicht übertrieben scheint. Zudem wird zuviel Zeit
damit vergeudet, die Protagonisten die Bienen als Wurzel allen Übels
ausfindig zu machen. Dies hätte sicherlich etwas schneller gehen können.
Nachdem aber die Schuldigen gefunden sind, geht es rasant zur Sache, was
wirklich positiv zu beobachten ist. Man hast sowieso kaum Lust sich vom Film
abzuwenden, da es immer wieder höchst ekelige Szenen zu betrachten gibt –
zumindest wenn man eine natürliche Abneigung gegen in Massen auftretende
Insekten hat. Denn entsprechende Szenen gibt es reichlich. Es ist schon
imposant, wie einige der Darsteller, die sich schauspieltechnisch alle in
einem guten Mittelmaß befinden, es mit soviel Getier aushalten. Der 2003
verstorbene Berliner Schauspieler Horst Buchholz („Die Glorreichen Sieben“,
„Sahara“ ) spielt eine kleine Nebenrolle, die nicht wirklich wichtig ist
und kaum zur Geltung kommt. Somit konnte er sein Talent nur bedingt vor
einem Millionen-Publikum zur Schau stellen.
„Killer Bienen“ zeigt, dass man auch ohne viel Blut und Splattereffekte
einen fesselnden Horror-Streifen machen kann, der den Zuschauern das Blut in
den Adern gefrieren lässt. Wäre die Handlung etwas breiter gefasst und
gäbe es nicht die kleinen Längen am Anfang, wäre „Killerbienen“ ein
richtig guter Film geworden.
Als Kritikpunkt sei vielleicht noch zu erwähnen, dass die verschiedenen
Charaktere etwas oberflächlich dargestellt sind. Für einen Horrorfilm ist
dies aber nicht weiter schlimm. „Killerbienen“ zeigt einem, wenn auch
leicht übertrieben, die Stärke der Natur und sorgt dafür, dass der
Betrachter nach dem Genuss des Films sicherlich nicht so schnell in den
sommerlichen Garten geht oder auf die Idee kommt, Imker zu werden. Und das
ist auch gut so.
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