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Sam,
Carrie und Bone wollen zu einem Konzert. Die Fahrt dauert lange
und der Weg ist nicht ganz klar. Als die drei Reisenden in einem
kleinen Kaff einen Einheimischen nach dem Weg fragen, gibt er
ihnen zwei Optionen: Sie können entweder den kurzen Weg zum
Highway nehmen, der sie allerdings durch die seltsame Stadt „Fate“
führt, oder den langen. Natürlich wird sich für den kurzen Weg
entschieden und schon bald befinden sie sich in dem kleinen
texanischen Städtchen „Fate“.
Die Drei wollen die Gunst der Stunde nutzen und den nahezu leeren
Tank an einer Tankstelle auffüllen. Doch dies soll sich als
ziemlich schwierig herausstellen. Denn der Tankwart ist ein
untoter Vampir, der den überraschten Freunden einige Probleme
bereitet. Sam wird gebissen. An eine Weiterfahrt ist nach dieser
Begegnung nicht mehr zu denken. Zudem haben sie vergessen zu
tanken. Sie müssen sich in Sicherheit bringen. Diese finden sie
in einem Haus, in das sie ein Vampirjäger mitnimmt. Dort sind
noch andere Überlebende, die sich bald den zahlreichen Vampiren
stellen müssen... |
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Mit
„Legion der Vampire“, der im Original den etwas treffenderen
Titel „Blood On The Highway“ trägt, kommt ein Film in die
DVD-Regale, der wirklich besonders ist. Mit niedrigem Budget wurde
hier etwas kreiert, dass irgendwo zwischen Blödsinn und
unterhaltsamer Geschichte liegt. Blödsinn, weil man den Film zu
keiner Minute ernstnehmen kann und darf. Das Gezeigte ist albern.
Völlig überdreht und hirnrissig. Einige Witze sind gut, einige
schlecht und andere dann wieder so schlecht, dass sie wieder gut
werden.
Die noch unbekannten Regisseure Barak Epstein und Blair Rowan hätten
nicht unbedingt auf Vampire zurückgreifen müssen, um ihren
Filmstoff umzusetzen. Das Subgenre wird bestenfalls gestreift.
Unsere blutsaugenden Protagonisten verhalten sich alles andere als
typisch. Die Vampire mögen es beispielsweise, sich ganz cool eine
Zigarette anzuzünden und dummes Zeug zu plaudern. Dazu ähneln
sie in ihrem Verhalten aber eher irgendwelchen hirnlosen Zombies.
Auch die Story ist alles andere als wichtig. Es gibt das Übliche:
Die potentiellen Opfer kommen irgendwie rein, aber nicht mehr
raus. Na gut... wer genau hinguckt, wird noch einen kleinen
Nebenplot bemerken. Aber der haut trotz seiner unterschwelligen
Sozialkritik nicht wirklich etwas raus.
Somit ist es wirklich seltsam, dass „Legion der Vampire“ überhaupt
funktioniert. Und man soll es kaum glauben, der Film funktioniert
sogar ausgesprochen gut. An Langeweile ist während des
Betrachtens kaum zu denken. Hier und da gibt es zwar mal Einlagen
der weniger interessanten Art, in Filmen solchen Formats hat man
aber schon ganz andere Sachen gesehen. Mit herkömmlichen
Kulissen, literweise Kunstblut und einigen netten
Splatter-Effekten, ist hier Dauerunterhaltung angesagt. Dazu gibt
es noch schräge Charaktere, viel Unvorhersehbares und die bereits
angesprochenen Witze. Einige von ihnen sind zwar etwas versaut,
sexistisch und welche gehen auch deutlich unter die Gürtellinie -
ein paar von ihnen schaffen es aber, den Gucker zu einem lauten
Lachen zu bringen. Und das ist ja schon mal was.
Natürlich ist man sich als Betrachter der Tatsache bewusst, dass
man bei einem Low-Budget-Film Abstriche machen muss. Das ist hier
nicht anders. Die Darsteller machen das was man von ihnen
erwartet: Overacting. Auf richtig bekannte Gesichter muss man hier
natürlich ebenso verzichten wie auf Schauspielkunst.
Wer etwas Anspruchloses zum Schmunzeln und einen netten
Zeitvertreib für zwischendurch sucht, ist mit „Legion der
Vampire“ auf jeden Fall gut bedient. Es gibt zwar Filme mit
besserem Humor, besseren Spezialeffekten, besseren
Vampir-Geschichten und die politisch korrekter sind, Freunde des
etwas anderen Film werden aber sicherlich ihre Freude mit
„Legion der Vampire“ haben. |