Laid To Rest

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2009
Laufzeit ca. 86 Minuten
Regie Robert Hall
Darsteller Bobbi Sue Luther Lena Headey Kevin Gage Sean Whalen u.a.
Bild
  • 1
  • 78:1 (16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK 18
Laid To Rest

Story

Eine namenlose Frau wacht in einem Sarg auf. Der Schock, sich in einer Leichenhalle zu befinden, schlägt ihr durch Mark und Bein. Sie hat allerdings nicht viel Zeit, um sich an diesen Umstand zu gewöhnen. Denn ein Killer mit einer silbernen Maske ist hinter ihr her. Durch glückliche Umstände gelingt ihr die Flucht aus dem Leichenhaus.

Ohne Erinnerung und ohne Orientierung irrt sie umher, bis sie schließlich ein Mann namens Tucker aufgreift und in seinem Wagen mit nach hause nimmt. Sie scheint hier für das Erste in Sicherheit, doch der Maskenmann hat es offensichtlich auf sie abgesehen und spürt sie auf. Die Namenlose muss wieder flüchten und wird von ihrem Peiniger, der alles sorgsam mit einer, auf der Schulter montierten, Videokamera mitfilmt, durch die ganze Stadt gejagt…

Laid To Rest  Laid To Rest

Kritik

Tja… nun ist die Zeit angebrochen, wo auch die maskierten Killer den modernen Fortschritt für ihre Verbrechen entdeckt haben. Mit Kamera und Handy bewaffnet macht sich der verschleierte Protagonist in „Laid To Rest“ daran, sein Messer in möglichst viele Opfer zu rammen. Regisseur Robert Hall hat in seinem ersten Horror-Film eine 0815 Story genommen und daraus einen 0815-Film gemacht. Mit einer Geschichte, die diesen Namen eigentlich nicht verdient und mit Darstellern, die nicht wirklich welche sind.

Prinzipiell ist das im Horror-Genre ja auch kein Problem. Wenn denn dann der Blutgehalt stimmt. Und der stimmt. Zwar ist die deutsche DVD-Fassung mit sieben Schnitte um knapp 18 Sekunden erleichtert worden, „Laid To Rest“ ist aber dennoch ein ausgesprochen harter Vertreter seiner Art. Aber dennoch hat der Film das Problem, dass storytechnisch so gar nichts abgeht. Spannend wird es nur, wenn geschlitzt wird. Atmosphäre kann trotz der dunklen Grundstimmung kaum erzeugt werden.

Und dabei fängt am Anfang alles so rasant an: Es gibt schnelle Schnitte, gewaltige Bilder und dazu heftig Musik. Diese kommt von niemand geringerem als der südkalifornische Hardcore-Band Suicidal Tendencies. Kenner kennen die Punkrock-Klänge. Doch nach dem starken Start ebbt es leider ab und so richtig kann sich der Film auch nicht mehr aufraffen. Nur halt in den angesprochenen Szenen, wo es zur Sache geht. Man sieht zwar, was einem dort vorenthalten wird, dass was man aber zu Gesicht bekommt ist schon sehr hart. Beispielsweise wird gezeigt, wie jemand das Messer ins Gesicht gerammt bekommt und wie dann rumgeschnitten wird. Was man nicht sieht ist die Entfernung der Frontpartie. Sicherlich braucht man die finalen Szenen nicht unbedingt. Es bleibt aber ein bitterer Nachgeschmack zurück, da man sich fragt, warum diese Szenen überhaupt rausgeschnitten wurden. Denn das zu Sehende ist wirklich hart genug. Die Spezialeffekte sind dabei sehr gut gemacht. Es gibt nicht nur Schnitte und Stiche sondern auch noch ein paar andere Szenen, die ebenfalls hart und gut sind.

Aber was nützt es dem Film, wenn der Rest nicht passt. Wenn man sich wenigsten etwas von den üblichen Klischees gelöst hätte oder die Geschichte etwas mehr aufgepeppt hätte. So bleibt einem nur das langweilige Geschehen so lange zu ertragen, bis der Maskenmann wieder zuschlägt. Denn weder die Tatsache das der Killer eine Kamera installiert hat oder ausschließlich über SMS kommuniziert wertet das Geschehen auf. Hier geht einiges an Potential verloren. Man verlässt sich darauf, dass die sinnfreien Dialoge und Szenen schon reichen werden, um die Spielzeit voll zu bekommen.

Beispielsweise darf man minutenlang zusehen, wie jemand auf einer Internetseite versucht die Polizei zu erreichen. Oder wie man, ebenfalls über Minuten, versucht ein Passwort für ein Handy einzutippen. Da macht das Zugucken echt keinen Spaß. Unlogische Szenen wie diejenige, wo jemand vor die Metallstangen einer Gefängniszelle fällt und dabei die ganze Tür aus dem Rahmen haut, dienen da schon als etwas bessere Unterhaltung.

Es reicht eben nicht, wenn man einem Horror-Film viel Härte einhaucht. Regisseur Robert Hall hätte mit etwas Ahnung und ohne viel Aufwand einen wirklich guten Film machen können, was ihm aufgrund der Umstände aber nicht gelungen ist. Der Killer ist zu plastisch, die Dialoge langweilig und Spannung sowie Atmosphäre muss man mit der Lupe suchen. „Laid To Rest“ ist ein Slasher-Movie der zwar slasht, aber ansonsten gar nichts kann…

Laid To Rest  Laid To Rest

DVD

Bild und Ton der DVD sind wirklich gut. Da gibt es nichts dran auszusetzen. Gleiches gilt für die Extras, die ebenso zahlreich wie informationshaltig im animierten Hauptmenü, welches mit cooler Musik untermalt ist, aufzufinden sind: Es gibt einen Audiokommentar mit Regisseur Robert Hall und Darsteller/Produzent Bobbi Sue Luther, den Original-Trailer, eine Trailershow (mit 10 Beiträgen), ein Making Of in Originalsprache (31:28 Minuten), Torture Porn: Die Effekte von „Laid To Rest“ (07:38 Minuten), Deleted Scenes (04:20 Minuten) und Bloopers (06:44 Minuten). Da lacht das Extra-Herz.

Bewertung

Splatter Laid To Rest
Spannung Laid To Rest
Story Laid To Rest
Ekelfaktor Laid To Rest
Atmosphäre Laid To Rest
Tonqualität Laid To Rest
Bildqualität Laid To Rest
Zusatzmaterial
Gesamteindruck Laid To Rest

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