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Mr. Miller ist ein Killer... und das als
Cowboy im wilden Westen, um es genauer zu sagen in der Metropole Stadtlohn,
die mitten in Nordrheinwestfalen liegt...
Mit Poncho und Cowboyhut geschmückt zieht er Tag für Tag durch die Stadt,
um Leute zu belästigen und deren Autos zu klauen. Der Sheriff (der
natürlich eine deutsche Polizeiuniform trägt) kann nicht wirklich etwas
gegen den Banditen ausrichten, bis er eines Tages in den Besitz eines
Stahlrohres gelangt, dass er als Panzerfaust benutzt.
Er schafft es, dem Killer-Miller das Rohr in den Bauch zu schieben um dann
den Abzug zu betätigen. Mr. Miller stirbt allerdings nicht, sondern
schleppt sich zu seinem Clan und lässt sich vom Arzt sagen, dass er nur
noch wenige Stunden zu leben hat.
Dies findet er allerdings nicht so schlimm, da in der hiesigen Kirche ein
mysteriöses Blut bewacht wird, dass einen Verletzten wieder heilen kann.
Mr. Miller schickt nun natürlich seine Schergen los, um ihm den Zaubertrank
zu besorgen.
Können sie es schaffen? Interessiert das überhaupt jemanden? |
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Jochen Taubert: Ein Name, der Filmfans die
Haare zu Berge stehen lässt. „Normale“ Filmfans werden sich wohl
ohnehin nicht an die Werke des verstörten Meisters rantrauen, aber wer
Trash-, Untergrund- und Amateurfilme mag, wird ohne Frage auf Herrn Taubert
stoßen. Was man dann aber zu sehen bekommt, lässt einen seine Leidenschaft
in Frage stellen.
In seinem Erstlingswerk präsentiert Jochen Taubert bereits in den ersten
Minuten absoluten Quatsch, der weder trashig noch lustig ist und eigentlich
keine Lust auf ein weiteres Betrachten macht. Die Story soll im wilden
Westen spielen, hat aber mit Stadtlohn nicht gerade eine optimale Kulisse.
Das einzige, was an die staubige Zeit der amerikanischen Geschichte
erinnert, ist zum einen der Hut und zum anderen der Poncho des
Protagonisten. Eine deutsche Kleinstadt, deutsche Autos, ein deutscher
Polizist und sämtliche Sachen, mit denen wir als deutsche vertraut sind
tragen nicht gerade zur Authentizität dieses Schundstreifens bei...
Aber Taubert meint es ja nicht bierernst, er hat offensichtlich versucht
sich an dem guten alten Ed Wood zu orientieren. Das dies aber nicht gelungen
ist, ist tragisch und stellt das Gezeigte unter ein besonderes Licht und es
gibt wohl keinen Psychiater auf der Welt, der den Machern hier nicht einen
Einweisungsschein ausstellen würde...
Schon alleine wegen der saublöden Gags hat der Film absolut keine
Berechtigung, von einem Label wie Astro vertrieben zu werden. Es gibt
haufenweise flache Schenkelklopfer und absolute Highlights der Dämlichkeit,
wie zum Beispiel in der Szene, als der Killer verletzt wird. Der Polizist
steckt ihm die Panzerfaust in den Bauch und drückt ab. Daraufhin meint der
Killer das er Bachschmerzen habe, woraufhin der Polizist erwidert das es an
der Panzerfaust liegen könnte. Witzig nicht?
Die Spezialeffekte befinden sich ebenfalls in einem Bereich, wo sich
wirklich keiner angesprochen fühlen kann. Die Effekte sind einfach nur
billig, lieblos hingeklatscht und in mehr als einer Szene doppelt verwendet
worden... Aber man kann ja nicht auf alles achten und vielleicht haben die
Macher auch damit gerechnet, dass es gar nicht auffällt, dass in einer
Kettensägenszene die Maschine gar nicht an ist, das Blut andauernd in
falsche Richtungen spritz, ein Zahnarztbohrer akustisch nicht im
Frequenzbereich eines Handbohrers liegt und und und...
Aber es gibt auch durchaus positives zu vermelden! Ne, nicht die grottigen
Schauspieler, auch nicht das Taubert es geschafft hätte eine Spannung oder
Atmosphäre einzubauen und ein guter Unterhaltungswert scheidet völlig aus!
Vielmehr gibt es ein, zwei nette Auto-Stunts (die allerdings nichts mit dem
Film zu tun haben, sonst wäre es ja Unfälle mit Pferden...) und man muss
feststellen, dass „Maniac Killer“ um einiges besser ist als der
Taubert-Streifen „Ich piss´ auf Dein Kadaver“. Allerdings nur ein ganz
kleines bisschen, was dem Streifen in seiner Bewertung aber nicht
weiterhilft. „Ich piss´ auf Deinen Kadaver“ bekommt eine 0 von 10 und
„Maniac Killer“ eine 0 von 9....
Finger weg von diesem Schundfilm, es sei den ihr sammelt Astro-Tapes... |