Maniac

Informationen

Originaltitel Maniac
Länge 89 Minuten
Drehjahr 1980
Drehland USA
Regie William Lustig
Schauspieler
  • Joe Spinell
  • Caroline Munro
  • Gail Lawrence
Maniac

Story

Ein offensichtlich geistesgestörter Killer sorgt in seiner Heimatstadt für Unruhe, da es immer mehr Tote zu beklagen gibt. Erst wird ein Pärchen am Strand brutal getötet, indem der Frau die Kehle aufgeschnitten und der Mann erdrosselt wird, kurz drauf wird eine Prostituierte erstickt und wenig später macht ein Liebespärchen Bekanntschaft mit einem Schrotgewehr, während es im eigenen Auto sitzt.

Verantwortlich für diese Taten ist der verstörte Frank Zito, der seine Opfer nicht einfach nur tötet, sondern sie auch noch skalpiert und seine „Mitbringsel“ auf Schaufensterpuppen befestigt, die er zu hause aufbewahrt. Frank hatte ein schlimmes Kindheitstrauma, da seine Mutter eine Prostituierte war und ihn immer wieder gequält und erniedrigt hat.

Als Frank eines Tages die junge Fotografin Anna kennen lernt, entdeckt er eine gewisse Parallelitäten zwischen ihnen, da beide versuchen, einen gewonnenen Eindruck für die Ewigkeit festzuhalten. Es ist aber nicht nur diese Gemeinsamkeit, beide scheinen etwas füreinander zu empfinden. Doch trotz dieser Tatsache, kann Frank seinen verwirrten Geist nicht steuern und muss weiter nach Opfern Ausschau halten…

Kritik

„Maniac“ ist das Portrait eines geistesgestörten Serienmörders und sorgte in Deutschland für soviel Unruhe, dass der Film am 08.08.1983 vom LG München beschlagnahmt wurde. Im Gegensatz zu vielen anderen Filmen, die sich unberechtigter Weise auf dem „Index“ befinden, kann man diesen Beschluss sogar leicht nachvollziehen, da meist nichts anderes gezeigt wird, als das Töten an sich.

Die mitgelieferte Story kann man über weite Strecken links liegen lassen, denn sie bietet nicht mehr als langatmige, sehr ausgereizte Verfolgungs- oder besser gesagt Jagdszenen, mit denen wohl die Angstsituation der Opfer dargestellt werden soll, die am Ende aber nie eine Chance haben. Daher stellt sich also nicht die Frage ob das Opfer eventuell entkommen kann, sondern was für Spezialeffekte zu betrachten sind.

Das die Effekte gut und vor allem hart sind, ist wohl auch ein Grund es Verbots, aber wer die Sache nicht so ernst nimmt und reale von fiktiver Gewalt unterscheiden kann, kann sich auf 1a Effekte des Altmeisters Tom Savini freuen, der sich nicht zu fein ist, in der besten Szene sogar seinen eigenen Kopf hinzuhalten, der dann in einer sagenhaften Szene in 1000 Einzelteile zerschossen wird.

Wenn man dann aber weitere positive Aspekte sucht, steht man ohne Frage auf dem Schlauch. Die Story ist, wie gesagt, einfach zu langweilig und die eigentliche Betrachtung des geistigen Zustands des Killers kommt viel zu kurz. William Lustig hätte einfach mehr auf diese Sachen eingehen müssen, zog es aber vor die Gewaltorgie in den Vordergrund zu stellen. Trotz der Oberflächlichkeit kann man die Darstellung des Killers als gut gelungen betrachten, woran sicherlich Hauptdarsteller Joe Spinell schuld ist. Ihm nimmt man den gestörten Mörder ohne jede Frage ab.

Daher kommt man unweigerlich zu dem Schluss, dass man aus „Maniac“ hätte mehr rausholen müssen, denn so wie er in den Kasten gebracht wurde, ist er nur ein stumpfsinniger Slasherfilm, der zwar zu unterhalten weiss, allerdings keine richtige Story mitbringt und das ist bei einem 90minütigen Film nicht unbedingt vorteilhaft. Die Spannung bleibt leider weitgehend auf der Strecke, die Atmosphäre ist dafür aber recht passabel.

Dank der grandiosen Spezialeffekte des Tom Savini reicht es allerdings noch für eine mittlere Bewertung und eine unbedingte Empfehlung für Freunde des Splatterfilms.

Bewertung

Splatter Maniac
Spannung Maniac
Story Maniac
Ekelfaktor Maniac
Atmosphäre Maniac
Gesamt Maniac

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