Sado – Stoss das Tor zur Hölle auf

Informationen

Originaltitel Buio Omega
Länge 89 Minuten (ohne Abspann)
Drehjahr 1979
Drehland Italien
Regie Joe D‘ Amanto
Schauspieler
  • Kieran Canter
  • Cinzia Monreale
  • Franca Stoppi
Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf

Story & Kritik

Der Film beginnt ganz harmlos damit wie ein Mann namens Frank durch den Wald zu einem Bekannten fährt. Er holt bei ihm Material ab, dass zum Ausstopfen von Tieren dient. Zuhause angekommen fängt er gleich an, an einen toten Affen auszustopfen. Dadurch verdient er nebenher auch etwas Geld. Nun bekommt er einen Anruf von seiner Frau Anne die im Krankenhaus liegt. Frank macht sich natürlich sofort auf den Weg zu ihr. Anne hat nämlich eine schwere Blutkrankheit und liegt im sterben. Nachdem sie Frank das letzte mal geküsst hat stirbt sie. Frank ist sehr traurig, weil er auch vor kurzem seine Mutter verloren hat. Aber Frank kann froh sein, dass er ein riesiges Haus und viel Geld besitzt. Und er hat eine Haushalterin die perfekt für ihn sorgt.

Er verkraftet den Tod von Anne aber nicht. Deshalb geht er eines Nachts zum Friedhof, gräbt sie aus und nimmt sie mit nach Hause. Daheim angekommen schlitzt er sie mit einem Skalpell auf und weidet sie aus. Danach schneidet er ihr das Herz raus und isst es. Zu guter Letzt saugt er ihr das Gehirn raus und stopft sie aus. Die Haushälterin bekommt das Zufällig mit und hilft Frank, der noch immer in Trauer ist. Er legt die ausgestopfte Anne in sein Bett. Was wir nach und nach auch mitkriegen ist, dass die Haushälterin Frank total im Griff hat und das sie für ihn wie Geliebte und Mutter in einem ist. Frank wird immer wahnsinniger. Er schnappt sich schöne Frauen, flirtet mit ihnen, nimmt sie mit nach Hause und tötet sie bestialisch. Die Polizei kommt bald auch darauf was hier abläuft.

Ob ihr es glaubt oder nicht aber der Film „Sado – Stoß das Tor zur Hölle auf“ hat sogar eine richtige gute Story. Das merkt man aber erst wenn man sich den Film anschaut. Die Idee, dass Frank seine Frau ausstopft weil er sich nicht von ihr trennen will ist neu und hab ich noch in keinem anderen Film gesehen. Der Film bringt die Story auch gut und glaubhaft rüber. Wenn ich mich nicht täusche hat es so etwas sogar schon mal in echt gegeben. Ich hab mal gehört, das ein Arzt, wie es bei Frank ist, den Tod von seiner Frau nicht verkraftet hat und sie deshalb so hingerichtet hat, dass sie nicht verfault. Dann hat er sie auf sein Bett gelegt und sich eingebildet sie lebe noch. Okay, so extrem war er bei Frank noch nicht, aber trotzdem Wahnsinn. Aber das alles nur so nebenbei. Also wie schon gesagt, obwohl „Sado“ ein Splatterfilm ist hat er Story mäßig schon etwas zu bieten!

Nun kommen wir aber zum eigentlichen Punkt, weshalb man sich den Film anschaut. Der Splatter! Und jetzt soll mir keiner sagen, er hätte sich den Film nicht wegen des Splatters angeschaut sondern wegen der guten Story. Also der Splatter ist in „Sado“ sehr gut und realistisch gelungen. Neben ein paar kleinen Splatterszenen hat der Film 3 Großen (Das mit der Frau ausweiden ist eine davon) die ich kurz beschreiben will!

1) Einer Frau wird mit einer Zange die Fingernägel rausgezogen. 5 Stück und in Großaufnahme. Sie ist aber bei vollem Bewusstsein. Danach wird sie mit einem Schlachtmesser zerstückelt. Anschließend werden die einzelnen Teile in einer Badewanne voller Salzsäure aufgelöst. Die Überreste werden im Garten vergraben.

2) Eine Frau macht mit Frank im Bett rum. Frank beißt ihr ein Stück Fleisch aus der Kehle raus. Sie blutet sehr stark raus, lebt aber noch. Danach wird sie Lebendig im Ofen verbrannt und wir können wie üblich alles genau in Großaufnahme sehen.

Also was Splatter angeht hat sich Joe D’ Amanto schon einiges interessantes ausgedacht. Es gibt zwar nicht so viele Splatterszenen wie in anderen Werken, wenn aber eine kommt, dann eine Richtige. Das könnt ihr mir glauben *g*! Das ist auch der Grund warum der Film bundesweit beschlagnahmt wurde und viele Exemplare vernichtet wurden.

Von der Spannung her geht der Film eigentlich. Er ist an manchen Stellen Spannend und bringt eine einigermaßen aksbtable Atmosphäre rüber. Aber Spannung und Atmosphäre schaffen es eigentlich nie richtig sich durch zu setzten. Das macht dem Film selber aber nichts. Er überzeugt durch seine interessante Story und durch den Splatter. Schauspielerisch ist er auch nicht schlecht. Frank spielt seine Rolle nicht schlecht und kann durchaus überzeugen. Wenn man ihn das erste mal sieht denkt man gar nicht, dass er zu solchen Taten fähig ist. Man denkt Anfangs er ist ein Braver Junge, der nie etwas böses macht. Falsch gedacht! Er wird von Kieran Canter gespielt und bringt alles super rüber. Die Haushälterin Irsa (wenn ich mich richtig erinnere) spielt auch sehr überzeugend.

Der Regisseur heißt wie oben schon gesagt Joe D’ Amanto. Ich denke er ist bei den Splatterfans genau so bekannt wie ein Lucio Fulci oder ein George A. Romero. Er hat neben „Sado“ auch den absoluten Kultfilm „Maneater“ gedreht. „Maneater“ dürfte wohl sein bekanntestes Werk sein. Dann hat er noch einen Film namens „Absurd – Ausgeburt der Hölle“ gedreht. Der ist übrigens Teil 2 von Maneater hat aber bis auf George Eastman nichts mit Teil 1 am Hut. Er ist auch Regisseur der Black Emanuelle Streifen darunter „Nackt unter Kannibalen. Ansonsten ist Joe D’ Amanto für seine Pornofilme bekannt, die er jetzt immer dreht. Ich hoffe, dass er eines Tages mal wieder in den Geschmack kommt einen ordentlichen Splatterfilm zu drehen. Aber er hat selbst gesagt. Splatter will heut zu Tage keiner mehr sehen. Ich aber schon!

DVD

Meine Meinung basiert auf der ungeschnittenen DVD von Astro. In sachen Gore ist alles drin es fehlen aber 98 Sekunden Handlung. Diese zwei Handlungsschnitte sind aber bei allen deutschen Versionen vorhanden, außer bei der Laserdisk mit dem Titel „Blutiger Wahnsinn“. Ansonsten ist die Astro DVD was das Bild angeht ganz okay und der Ton ist in Dolbi Digital. Man kann zwischen deutsch und Englisch wählen. Es gibt 13 Kapitel und zur Abwechslung mal eine Ganze Ladung Extras (rund 60 Minuten). Darunter der deutsche und englische Trailer, Bilder und Werbung von Damals, Kommentar zu einer Szene, Interview, Biografie von Joe D’ Amanto, die zwei fehlenden Szenen in englisch, englischer Anfang und englisches Ende. Ich glaube das war es. Diese DVD ist übrigens auf 2000 Stück limitiert und wird deshalb sicher bald sehr wertvoll sein. Ach ja, ein kleiner Fehler hat die Astro DVD auf dem Cover. Bei der Länge steht drauf 87 Minuten, der Film selber geht aber OHNE Abspann 89 Minuten. Das ist mir aber gerade recht gewesen! Ich habe dafür 34 Euro bezahlt, was eigentlich überteuert ist, sich aber gelohnt hat. Ich kann nur sagen: Danke Astro! Ansonsten gibt es noch eine DVD von Laser Paradise (glaube ich), eine Laserdisk und zwei VHS Versionen. Alle sind was Splatter angeht uncut und alle (sogar DVDs) sind beschlagnahmt. Wenn ihr ihn findet, zugreifen!

Fazit

Sonst kann ich nur sagen mir hat der Film gefallen! Deshalb gebe ich ihm auch 4 Sterne, die „Sado“ echt verdient hat. Sado ist übrigens der schrecklichste Film seiner Zeit. Das kann ich auch nachvollziehen. Ich empfehle in allen Splatterfans. Eigentlich nur Splatterfans, die anderen würden den Film sowieso ablehnen. Joe D’ Amanto hat mit „Sado“ wahrhaftig ein kleines Meisterwerk geschaffen, dass zwar nicht ganz so gut ist wie „Absurd“, aber dennoch sich sehen lassen kann. Der Film ist für mich Kult und ich werde ihn mir mit Sicherheit noch mal ansehen!

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Bewertung

Splatter Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf
Spannung Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf
Story Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf
Ekelfaktor Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf
Atmosphäre Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf
Gesamt Sado - Stoss das Tor zur Hölle auf
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