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Ein
neues Virus ist über die Erdbevölkerung hergefallen und hat
viele Menschen zu Mutanten gemacht. Mutanten, die sich zu ihren körperlichen
Ungunsten verwandelt haben und den Menschen nicht mehr
wohlgesonnen sind.
Eine Gruppe von vier nicht infizierten Personen versucht der
Apokalypse zu entkommen. Sie fliehen in die Berge, von wo aus sie
den Militärstützpunkt Noe erreichen wollen. Doch die
Flucht verläuft alles andere als nach Plan. Sonja und ihr
Freund können sich nach einem Überfall nur schwerlich retten.
Freund Marco hat es sogar erwischt. Er hatte Kontakt mit der Körperflüssigkeit
eines Mutanten und scheint sich jetzt selber in einen zu
verwandeln. Sonja will ihn aber nicht aufgeben. Sie hat in der näheren
Vergangenheit einen ähnlichen Kontakt gehabt und erfreut sich
noch bester Gesundheit. Als dann aber andere Menschen in ihren
Unterschlupf eindringen, wird es brennzlich... |
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Das
ist ja mal etwas anderes. In vielen Filmen werden irgendwelche
Dinge einfach zu Zombies erklärt, weil sich das besser verkaufen
lässt. In „Mutants“ hat man es eigentlich mit astreinen
Zombies zu tun, diese werden aber als Mutanten präsentiert. Aber
wie dem auch sei. Bei „Mutants“ hat man es mit einem
Endzeit-Film zu tun, der technisch einwandfrei ist, aber mit
seiner Inhaltslosigkeit zu kämpfen hat. Der Grund dafür ist,
dass eigentlich storytechnisch nicht viel passiert. Zombie-Filme
sind sicherlich nicht für ihre Inhaltsfülle bekannt geworden,
man kann sich als Macher aber schon etwas mehr Mühe geben, als
man es hier gemacht hat.
Nach einem flotten Beginn, der technisch alles hergibt was der
Sound (dieser erinnert sogar etwas an Goblin), der Schnitt und die
Filtertechnik so hergibt, kann sich der Betrachter mit dem
eigentlichen Geschehen befassen. Man erfährt das man auf der
Flucht ist und es eine Rettungsstation für Überlebende gibt. So
weit so gut. Dann flacht das Geschehen aber schon etwas ab. Der
Film konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Frau und
mutierenden Mann. Es gibt zwar immer wieder spannende Einschübe,
die Gesamtspannung bleibt aber auf der Strecke. Bei den Einschüben
braucht der geneigte Betrachter nicht auf Spezialeffekte der
blutiger Art verzichten, wie das FSK18 Logo auf dem DVD-Cover ja
schon erhoffen lässt. Blut fließt reichlich und es gibt auch
einige Szenen, die schön ekelig sind. Richtige Splatter-Einlagen
können aber kaum beobachtet werden.
Als Hauptdarsteller agieren Hélène de Fougerolles („Vampire
Party - Freiblut für alle!“) als Sonja und Francis Renaud
(„Die purpurnen Flüsse 2“) als mutierender Geliebter. Hélène
de Fougerolles ist zwar erfahren und hat schon in einigen Filmen
mitgespielt, wirkt in diesem Streifen aber überfordert. Die
abgegebene Leistung ist nicht gut. Ihr männlicher Companion macht
seine Sache da schon etwas besser, auch wenn er es deutlich
einfacher hat. Beide profitieren davon, dass eine richtige
Charakterzeichnung nicht vorhanden ist.
Da bleibt einem also nur sich zurückzulehnen, Klein- und Großhirn
auf Standby zu schalten und dem Geschehen zu folgen. Denn optisch
und akustisch ist der Film einwandfrei. Die Zombiemasken sind
beispielsweise gelungen: Schön schrecklich anzusehen. Es gibt
einige Landschaftsaufnahmen, die imposant sind und in guten
Bildern eingefangen werden. Regisseur David Morlet hat bei seinem
Langfilmdebüt so ziemlich alles richtig gemacht. Technisch
gesehen. Er hat halt nur vergessen, eine vernünftige Geschichte
zu erzählen und das werden ihm nicht wenige Filmkritiker
ankreiden.
Somit muss man zum folgerichtigen Schluss kommen, dass „Mutants“
es nicht mit den ganz großen Filmen aus seinem Heimatland
Frankreich aufnehmen kann. „Inside“,
„Frontiers“ oder „High Tension“ spielen in einer anderen
Liga. Und wenn man ihn an seinen Genre-Kollegen messen will, kommt
er über den Durchschnitt nicht hinaus. |