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"Nur eine Nacht! Eine Nacht und es wird
alles wieder gut!" In nur fünf Stunden zum großen Geld. Ein
verlockendes Angebot, das der Angestellte Tom Weaver von seinem Kollegen
Gavin erhält. In einer Nacht- und Nebelaktion wollen die beiden ihren
Konzern um 10 Millionen Dollar erleichtern, indem sie das Geld per Computer
auf ein geheimes Konto überweisen. Auf einen Schlag wäre Tom alle Sorgen
los.
Schon findet er sich zusammen mit Gavin in der Tiefgarage des Konzerns
wieder. Tom steht unter Druck: Sein angestammter Parkplatz ist besetzt,
Gavin macht auf einmal nicht mehr den vertrauensvollsten Eindruck. Dazu muss
er ständig an den Beziehungsstress mit seiner Frau Molly denken. Dann ist
da noch dieser Geländewagen, der ihm fast ins Auto fährt und erst nach
lautem Hupen Platz macht...
Der Coup gelingt. Doch Tom plagen Gewissensbisse. Er will aussteigen. Gavin
warnt ihn noch: "Sie begehen einen schweren Fehler!". Dann ist Tom
allein in der dunklen Tiefgarage. Plötzlich das Dröhnen eines Motors,
Reifenquietschen: Der geheimnisvolle Truck ist zurück. Und diesmal will er
nicht zur Seite fahren... |
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Anfang der siebziger Jahre sorgte ein junger
Regisseur für Furore. Er nahm sich einer Kurzgeschichte des Schriftstellers
und Drehbuchautors Richard Matheson an, verzog sich mit ein paar
Schauspielern, einem Auto und einem Truck in die Wüste und drehte einen
Film, der mit minimalem Aufwand, mit minimaler Handlung vor Spannung
geradezu explodierte. Der Name des Regisseurs: Steven Spielberg. Der Film:
"Duell". Das Resultat: Ein Stück Filmgeschichte!
Fast 25 Jahre später: Minimaler Aufwand, minimale Handlung auch in James
Seale's "No Way Up". Auch hier ein Mann auf der Flucht. Ohne
Chance gegen einen unheimlichen Truck, dessen Fahrer hinter Schmutz
verschmierten Scheiben nicht zu erkennen ist.
Die Einöde der Wüste aus dem Spielberg'schen Original wurde ersetzt durch
die klaustrophobische Atmosphäre einer Tiefgarage. Die elektrischen Tore
sind verriegelt, Aufzüge blockiert. Überwachungskameras und Feuermelder
deaktiviert. Kein Mensch weit und breit. Inmitten dieser Totenstille: Tom
Weaver (etwa eine Hommage an den richtigen "Duell"-Helden Dennis
Weaver?), Angestellter, der seine Firma gerade um 10 Millionen Dollar
bestohlen hat. Er hat Gewissensbisse, denkt über seine Ehekrise nach. Ein
Hupen reißt ihn jäh aus seinen Gedanken. Dann steht er dem monströsen
tonnenschweren Jeep gegenüber. Die Scheinwerfer wie glühende Augen auf Tom
gerichtet. Dann jagt der stählerne Koloss auf ihn zu. Mit Müh und Not kann
Tom sich durch einen Hechtsprung retten.
Actionreiche Szenen wie diese prägen den Film: Spannungsgeladene Momente,
bei denen die Zeit, immer zwischendurch eingeblendet, stillzustehen scheint.
Tom Waever Auge in Auge mit den Scheinwerfern des Jeeps. Tom Weaver, der
sich auf dem Dach des Jeeps versteckt und dort verharrt. Dessen
Schweißperlen auf die Windschutzscheibe tropfen und dadurch sein Versteck
verraten. Zwischendurch, in den wenigen Momenten, in denen er zur Ruhe
kommt, immer wieder Rückblenden. Die Frage nach dem "Wer und
Warum?". Wer verfolgt ihn? Ist es der gehörnte Ehemann seiner
Geliebten? Sein Kumpane Gavin, der sich eines Mitwissers entledigen will?
Oder gar seine eigene Frau?
Viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihm nicht. Verschnaufpausen gibt es kaum,
weder für ihn, noch für das Publikum. Schon geht die Verfolgungsjagd
weiter. Und naht einmal Rettung, wird diese auch schon über den Haufen
gefahren. "No Way Up" bietet keine bekannten Gesichter, keine
großen Namen. Dafür packendes Actionkino, ohne große Ansprüche auf den
Punkt gebracht. 80 spannende Minuten, die kaum Wünsche offen lassen. Ein
kleiner, aber feiner Film, für den es schade wäre, wenn er neben den
ganzen Blockbustern im Regal der Videothek verstauben würde...
Fazit: "Duell" in der Tiefgarage. 80 Minuten -Full-Speed-Action!!
Anschnallen, anschauen, abschnallen!! |