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In einem internationalen Internat für
Mädchen herrscht die strenge, tyrannische Nonne Ursula. Die weiblichen
"Insassen" fühlen sich alles andere als wohl, und werden in ihrem
Verhalten eingeschränkt. Böse Sachen wie Vergnügen sind strengstens
verboten und werden von der Nonne geahndet. Klar, dass die jungen Mädchen
einen Packt gegen die Nonne schwören.
18 Jahre später: Die Mädchen von damals sind erwachsen geworden und haben
ihr eigenes Leben, an verschiedenen Standorten aufgebaut. Die Sachen, die
damals im spanischen Internat geschehen sind, waren lange in Vergessenheit
geraten, doch urplötzlich werden alte Erinnerungen wach. Und nicht nur das.
Einige der Frauen werden bestialisch ermordet.
Eva muss live miterleben, wie das Lebenslicht ihrer Mutter ausgelöscht
wird. Die Polizei untersucht den Fall, will aber nicht glauben, dass ihrer
Mutter die Kehle von einer Geisterscheinung in Form einer Nonne
durchgeschnitten wurde. Nachdem Eva auf der Beerdigung eine
Internatskollegin ihrer Schwester kennen lernt und anschließend ausfragt,
gibt es für sie nur ein Ziel: Sie muss nach Barcelona um dem Geheimnis auf
die Spur zu kommen... |
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Killende Nonnen haben durchaus etwas für
sich. „The Convent“ zeigte bereits, dass mit den Schwarzkitteln und der
dazugehörigen Thematik eine beachtliche Horror-Stimmung erzeugt werden
kann. Nun kommt Brian Yuzna´s „The Nun“ und versucht sich als Hommage
an den Horror-Film, mit einer dämonischen Nonne im Mittelpunkt, Aufsehen zu
erregen. Ob es ein Film ist, der aus dem Horror-Bereich nicht mehr
wegzudenken ist, darf bezweifelt werden, fest steht aber, dass „The Nun“
als solider Horror-Streifen funktioniert und einen hohen Unterhaltungswert
hat.
Die Story hat zwar eine tötende Nonne im Mittelpunkt, was ja nicht gerade
alltäglich ist, der Rest ist allerdings Massenware. Auf gut deutsch gesagt
gibt es so ziemlich alles, was in „The Nun“ auf die Matschscheibe
gebracht wird, auch in anderen Filmen zu sehen. Innovation sind also
Fehlanzeige. Doch mit dem erfahrenen Brian Yuzna („Beyond Re-Animator“,
„Rottweiler“) als Produzent und Jaume Balagueró („The Nameless“,
„Darkness“) als Mitgestallter, gelingt es Regieneuling Luis De La Madrid
einen soliden Horror-Film in den Kasten zu bringen. Mit vielen Anspielungen
auf andere Horror-Filme, guten Trickeffekten, schockenden Szenen und einer
teilweise sehr dichten Atmosphäre, zieht der Jungregisseur alle Register,
die für einen guten Horror-Film notwendig sind. Aber leider funktioniert
das Ganze nicht so, dass „The Nun“ zu einem überragenden Genrebeitrag
wird. Starke Momente werden von weniger starken abgelöst, was die Stimmung
während des Guckens deutlich senkt. Da macht es schon den Eindruck, als
wäre das Skript unnötig in die Länge gezogen worden, was man sich bei
einer Vorlage von Jaume Balagueró eigentlich gar nicht vorstellen will.
Die Darsteller sind überraschend gut gewählt und passen in einen
Horror-Streifen. Sicherlich gibt es hier und da auch weniger talentierte
Akteure, doch deren Auftritte sind meist nur von kurzer Dauer. Auch
Regisseur Luis De La Madrid kann eine gute Arbeit attestiert werden, da er
zum richtigen Zeitpunkt weiß, wie er draufhalten muss. Nur, wie bereits
erwähnt, gibt es nicht überdurchschnittlich viele von den richtigen
Zeitpunkten.
Unterm Strich weiß „The Nun“ aber dennoch zu gefallen. Es gibt zwar
nicht wenige Kritikpunkte, doch durch seine solide, frische Art bietet sich
der Film durchaus für einen gruseligen Horror-Abend an. Spannung ist
garantiert und auch Freunde von blutigen Spezialeffekte kommen, trotz des
FSK 16, auf ihre Kosten. Wer blutige Aufzug-Szenen mag, dem wird „The Nun“
sicherlich nachhaltig im Gedächtnis bleiben... |