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Cherry Darling ist mit ihrem Job als
GoGo-Tänzerin unzufrieden und kündigt kurzerhand eines Abends ihren Job um
das zu tun, wozu sie ohnehin alle animieren – Stand-up Komikerin zu
werden. In einem recht einsamen Steakhouse trifft sie schließlich auf ihren
Ex-Freund El-Wray, der sich schließlich anbietet sie bis in die Stadt
mitzunehmen.
Zur gleichen Zeit treffen sich auf einem abgelegenen Platz unweit der Stadt
der Biochemiker Abby und Lt. Muldoon um ein illegales Giftgasgeschäft
abzuwickeln, das mehr als schief geht. Muldoon und seine Männer wurden im
Afghanistankrieg mit dem illegalen Giftgas DC2 infiziert und mutierten somit
zu Zombies, einzig die Einnahme von weiteren DC2 – Dosierungen verlangsamt
die zerstörerischen Nebenwirkungen des Giftgases. Als es zu einer
Auseinandersetzung kommt und Abby um sein leben fürchtet, schieß er
kurzerhand auf die Gastanks und setzt somit den Virus frei, der sich direkt
in der unmittelbaren Umgebung freisetzt und die Menschen dort zu
blutgierigen Zombies mutieren lässt.
Cherry und El-Wray werden schließlich auf ihrem Weg in die Stadt von
Zombies angegriffen, die Cherry auch ihr Bein abreisen. El-Wray gelingt es
sie zu vertreiben, bevor sie Cherry komplett auseinander nehmen können.
Danach bringt er sie ins Krankenhaus, wo bereits die Auswirkungen der
Zombiebrut zu erkennen sind, denn das Krankenhaus quillt schier über vor
Verletzten.
Als die Verletzten im Krankenhaus langsam anfangen zu mutieren eskaliert die
Situation endgültig und wieder muss El-Wray Cherry vor den Zombies retten.
Um gehen zu können schraubt er ihr hierzu erst mal eine Holzstange als
Beinersatz in den Oberschenkel, die später gegen eine speziell angefertigte
Maschinenpistole ausgetauscht wird.
Inzwischen wimmelt es in der Stadt nur so von Zombies und die wenigen
Überlebenden versammeln sich im Steakhouse um gemeinsam einen Weg aus der
Stadt zu finden… |
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Wenn Robert Rodrigues und Quentin Tarantino
sich zusammen tun, so kann nichts Schlechtes dabei herauskommen. Diese
Tatsache haben sie bereits bei „From dusk till dawn“ bewiesen und auch
„Planet Terror“ folgt dieser Erfolgslinie!
In den USA waren in der 40er und 50er Jahren so genannte Grindhouses sehr
beliebt. Diese meist kleinen Kinos veranstalteten Double Features von 2
Filmen zum Preis von einem. Als ein solches Double Feature geplant liefen
auch Planet Terror und Death Proof am 06.04.07 in den USA im Kino an.
Außerhalb der USA sind Double Features eher nicht die Regel und somit
liefen beide Filme bei uns zu unterschiedlichen Terminen getrennt
voneinander an. Was beide Filme jedoch gemeinsam haben sind die Namen
Rodrigues und Tarantino, die 2 beachtlich gute Horrorfilmchen zu Tage
führten.
Planet Terror ist auf gewisse Art und Weise ein besonderer Film, er wurde
als eine Hommage an die alten Grindhousefilme gedreht, gleich zu Beginn gibt
es erst mal einige Uralt-Trailer zu bestaunen und auch das Bildmaterial des
Filmes wurde auf alt getrimmt, so durchziehen das Bild öfters Striemen,
Filmrisse, amateurhafte Schnitte und man muss selbst mit dem Fehlen einer
angeblichen Filmrolle rechnen, wodurch einige Szenen einfach nicht vorhanden
sind. Das ganze ist jedoch vollste Absicht von Rodrigues und macht diesen
Film einfach zu etwas Besonderem!
Die Story von Planet Terror birgt nichts wirklich neues, verfolgt sie doch
das altbekannte Zombieepos, wo ein Giftgas austritt, das die Menschheit zu
Zombies mutieren lässt. Dennoch gelingt es Rodrigues das Publikum zu
fesseln. Sei es durch die bestens ausgewählten Darsteller oder durch die
Untermalung mit allerlei schwarzem Humor. Besonders zu erwähnen wäre
hierbei auch die Idee, der einbeinigen Cherry einfach als Ersatzbein eine
speziell für sie angefertigte Maschinenpistole anzustecken, womit diese
auch gekonnt umzugehen weiß. Wer nichts mit schwarzem Humor anfangen kann
oder lieber auf den Ernst des Lebens spekuliert, der ist bei diesem Film
völlig fehl am Platze und sollte ihn lieber gleich meiden. Bei Planet
Terror heißt es nicht an das Realistische denken, sondern lieber sich
entspannen und den Film genießen!
Die Darsteller besitzen keinesfalls B-Movie Niveau und bringen für viele
sicherlich auch eine kleine Überraschung mit sich. Besonders gelungen
natürlich Bruce Willis, der als Lt. Muldoon dieses Mal den Bösewicht
spielen darf, was ihm wunderbar gelingt. Aber auch Quentin Tarantino ist in
einer Nebenrolle zu sehen. Das männliche Publikum dürfte sich am meisten
über Rose McGowan (Cherry) und Marley Shelton (Dr. Dakota) freuen,
besonders Rose McGowan brilliert in ihrer Rolle als einbeinige Dame, die
eine Vielzahl an unnützend Talenten besitzt ;-)
Meine liebste Szene:
Ein Infizierter wurde in die Klinik eingeliefert, er ist noch bei vollem
Bewusstsein und weiß nicht was mit ihm geschieht. Dr. Block erkennt den
Ernst der Lage und schickt nach seiner Frau Dakota, die sogleich mit 3
Spritzen bewaffnet bei ihm eintrifft.
D: “Das sind meine 3 kleinen Freunde. Mein gelber Freund lindert den
Einstich.“
Dakota sticht die Spritze in den Arm des Infizierten.
D: „Meinen blauen Freund werden Sie gar nicht spüren. Das bedeutet, dass
mein gelber Freund bereits Wirkung zeigt. So schnell arbeiten meine Freunde.“
Dakota sticht die blaue Spritze in seinen Arm.
D: „Und nach meinem roten Freund…“
Dakota sticht die rote Spritze in seinen Arm.
D: „…werden sie mich nie wieder sehen!“
Patient fällt um – tot!
Die Action startet bereits gleich zu Beginn durch und lässt auch nicht
nach, genau wie auch der Splattergehalt, weswegen er auch von der FSK-Stelle
keine Jugendfreigabe erhielt. Es fließt Blut und das in großen Mengen,
Menschen/Zombies werden erschossen, niedergemetzelt, ausgeweidet,
Gliedmaßen abgerissen etc.. Nicht selten fühlt man sich an Peter Jackson´
s erste Erfolge wie Bad Taste oder Braindead zurückversetzt. In einer Szene
kommt es z.B. bei einer Untersuchung im Krankenhaus dazu, dass Dr. Block
einen Blut- und Eitergefüllten Abszess auf der Zunge eines Mannes
ausdrückt und dieses eklige Gemisch ihm anschließend ins Gesicht spritzt.
Nicht jedermanns Sache, jedoch für Splatterfreaks lustig anzusehen.
Fazit:
Genial!!!!!!! Ein Wort das zugleich den gesamten Film beschreibt, denn ich
war mehr als nur begeistert und habe ihn sicherlich nicht zum letzten Mal
gesehen. Leute die keinen Sinn für schwarzen Humor haben und/oder kein Blut
sehen können, sollten ihn jedoch besser meiden. Für Horrorfilmfreaks ist
er jedoch ein absolutes MUSS!!! Meine Empfehlung geht also an alle
abgedrehten Filmfreaks die schwarzen Humor mit einer ordentlichen Portion
Blutgehalt lieben!!! |