The Machine Girl

The Machine Girl

Informationen

Drehland Japan
Drehjahr 2008
Laufzeit ca. 97 Minuten
Regie Noboru Iguchi
Darsteller Minase Yashiro Asami Kentarô Shimazu Honoka u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph/16:9)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Japanisch
Untertitel Deutsch
LC 2
FSK KJ
The Machine Girl

Story

Ami und ihr Bruder Yu leiden sehr unter dem Verlust ihrer Eltern. Sie haben sich das Leben genommen, nachdem sie des Mordes bezichtigt wurden. Ami versucht die Elternrolle zu übernehmen, was für ein junges Mädchen aber nicht gerade einfach ist. Das Yu ernsthafte Probleme mit einem Schulkameraden hat, bemerkt Ami zu spät. Der Sohn eines hiesigen Yakuzaführers bringt ihn um.

Ami schwört Rache, wird bei ihrem Vergeltungsversuch aber gefangen genommen und gefoltert. Nur mit Glück kann sie aus den Fängen ihrer Peiniger entkommen. Sie kehrt schwer verletzt bei den Eltern des Freundes ihres Bruders ein, der ebenfalls getötet wurde und wird wieder gesund gepflegt beziehungsweise vervollständigt. Mit einem neuen Arm, der eine schwere automatische Waffe ist und ein bisschen Training ist sie nun bereit zum Rachefeldzug gegen einen übermächtigen Gegner…

The Machine Girl  The Machine Girl

Kritik

Heutzutage ist es offensichtlich nicht mehr ein so großes Problem, wenn man im Film-Kampf oder sonst wo ein Körperteil verliert. Dies zeigte zuletzt „Planet Terror“ und nun versucht Regisseur Noboru Iguchi die japanische Antwort in seinem Fun-Splatter-Streifen „The Machine Girl“ zu vermitteln. Herrlich überzogen wird dem geneigten Betrachter darin die ungewöhnliche Geschichte eines jungen Mädchen erzählt, dass auszog um ihre Gegner in Gehacktes zu verwandeln.

Dies wird bereits zu Beginn klar, wo dem sicherlich überraschten Betrachter das erste von einigen Gemetzeln präsentiert wird. Für Fragen nach dem Warum und Wieso bleibt keinerlei Zeit. Keine Zeit um den Sinn oder die Ernsthaftigkeit zu hinterfragen. Letzteres wird dann aber dennoch geklärt. Das Geschehen ist dermaßen überzogen, sogar comicgleich, dass einem um die Situation bewusst wird: Zurücklehnen, Hirn abschalten und genießen.

Die Tatsache, dass die Geschichte nicht viel hergibt und in wenigen kurzen Sätzen wiedergegeben werden kann, stört da kaum. Man hat sich weder die Mühe gegeben, irgendwelche Verflechtungen einzubauen oder die beteiligen Rollen mit Leben zu füllen. Warum auch? Was der Film will ist splattern. Und das macht er.

Es kommen Dinge zum Einsatz, die genau in so einen Streifen gehören: Kettensäge, Wurf-Guillotine, Schwerter, Ninja-Sterne, eine dicke Wumme, Nägel, eine Friteuse und so weiter und so fort. Das Kunstblut scheint dabei förmlich aus dem Betrachtungsgerät zu fließen. Wenn nötig gibt es die Kampfszenen natürlich auch in Zeitlupe oder, unnötigerweise, als CGI. Diese Animationen sind nicht ganz gelungen, da der Film aber völlig überdreht ist, kann man ganz gut damit leben. Die anderen FX sind aber gut. Sehr sehenswert bei der Betrachtung der ungeschnittenen Fassung.

Ebenfalls sehenswert ist die Hauptdarstellerin. Optisch nett anzusehen und mit schauspielerischem Talent gesegnet. Viele ihrer Mitstreiter spielen, der Lage entsprechend, etwas überzogen. Dies macht eine Gesamtbewertung natürlich nicht einfach. Prinzipiell kann man aber sagen, dass man das schauspielerische Geschehen gut beobachten kann. „The Machine Girl“ funktioniert auf die Art, wie er funktionieren will sehr gut. Man muss sich nach der Betrachtung allerdings zugestehen, dass nicht alles so witzig rüberkommt, wie es wahrscheinlich rüberkommen soll. In vielen Szenen vermisst man den Spaß. Es wird vielleicht sogar etwas zuviel geprügelt. Hier hätte eine bessere Abstimmung sicherlich gut getan. Unterm Strich ist „The Machine Girl“ ein blutiges Spektakel mit Anlehnungen an „Planet Terror“ und auch etwas an „Tanz der Teufel“. Der Film ist zwar prinzipiell als eine gewöhnliche Rache-Story aufgebaut, genauer betrachtet muss man aber sagen, dass er mit die ungewöhnlichste Rache-Story aller Zeiten ist.

The Machine Girl  The Machine Girl

DVD

Der Horror-Page lag als Rezensionsexemplar die ungeschnittene Presse-DVD in Originalsprache mit deutschen Untertiteln vor. Bild und Ton entsprechen eventuell auch nicht der deutschen Veröffentlichung und werden an dieser Stelle nicht bewertet. Als Extras gibt es auf der DVD aus dem Hause Sunfilm ein Behind The Scenes mit etwa 10 Minuten Lauflänge und einige Trailer.

Bewertung

Splatter The Machine Girl
Spannung The Machine Girl
Story The Machine Girl
Ekelfaktor The Machine Girl
Atmosphäre The Machine Girl
Tonqualität
Bildqualität
Zusatzmaterial
Gesamteindruck The Machine Girl

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