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Der
Medizinstudent Dan Chain führt prinzipiell ein Vorzeigeleben. Er ist
erfolgreich im Studium, hat eine tolle Freundin und der werdende
Schwiegervater ist der angesehene Dekan der medizinischen Fakultät. Dann ändert
sich das Leben von Dan aber schlagartig in eine völlig andere Richtung.
Schuld daran ist der Schweizer Medizinstudent
Herbert West. Er hat ein Serum erfunden, mit dem er tote Lebewesen wieder
zurück ins Leben bringen kann. West quartiert sich bei Dan Chain und
dessen Freundin ein und führt bald das vor, wegen dessen er seine Heimat
verlassen musste. Erst ist es nur die Hauskatze, die mehrfach zurück ins
Leben findet. Dann gerät das Experiment aber völlig außer Kontrolle... |
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Der
Tod als Feind. Oft wurde diese Thematik aufgegriffen, doch wohl nie so schnörkellos
und beeindruckend wie von dem Horror-Klassiker „Re-Animator“. Regisseur
Stuart Gordon hat mit diesem Film einen Meilenstein des modernen Horrorfilms
geschaffen und bewiesen, dass man auch als Regisseur den einen großen Hit
landen kann. Er durfte zwar nach seinem Erfolg von 1985 an einige namhafte
Projekte wie „Fortress – Die Festung“ oder „Castle Freak“ und er
wurde auch berechtigterweise zwei Mal zu den „Masters Of Horror“
geladen, dennoch konnte er den Erfolg den er mit „Re-Animator“ hatte,
nie mehr einstellen.
Das es sich bei „Re-Animator“ und Gordons zweiten Film handelt, merkt
man kaum. Durch eine nicht geringe Priese schwarzem Humor werden einige
technische Defizite fast bis zur Unkenntlichkeit minimiert. Gordon ist eine
perfekte Mischung gelungen. Mal meint man das Geschehen keinesfalls
ernstnehmen zu können, dann gefriert einem bei der Betrachtung einiger
Szenen das Blut in den Adern.
Die Geschichte ist sehr interessant zu verfolgen und das, obwohl sie
eigentlich nicht viel hergibt. Die Charaktere werden nur schemenhaft, aber
lustig beschrieben und Sympathieträger sind nicht wirklich auszumachen.
Aber das Tempo ist hoch, die Atmosphäre vorbildlich dicht und die
Splattereinlagen häufig als auch sehenswert. Es wird quasi gesplattert bis
der Arzt kommt. Im wortwörtlichen Sinne. Zudem ist es immer wieder
interessant zu verfolgen, wenn ein Toter zurück ins Reich der Lebenden
geholt wird. Hier ist stets beste Zombie-Unterhaltung garantiert.
Ebenso erstklassig, wie die Effekt-Einlagen, sind die mitwirkenden
Darsteller. Allen voran Jeffrey Combs, der hier als Herbert West seine
Paraderolle spielen darf. Glaubhaft wird hier natürlich nichts dargestellt.
Muss aber auch nicht, da das Ganze wunderbar übertrieben ist. Besonders ins
Auge sticht der gute Dr. Hill, der von David Gale gespielt wird. Seine Mimik
und sein hypnotischer Blick sind mit dem Streifen in die Film-Geschichte
eingegangen.
Wenn man einem Bekannten, der noch nie einen Horror-Film gesehen hat, einen
Tipp für einen kommenden Video-Abend mit bester Unterhaltung geben müsste,
würde die Empfehlung von „Re-Animator“ wohl mit zu den ersten 10 Filmen
gehören. Denn „Re-Animator“ ist ohne Frage ein Klassiker, der auch
viele Jahre nach seinem Erscheinen noch zeitlos ist. Allerdings muss vor der
Betrachtung gesichert sein, dass man sich eine ungeschnittene Fassung
besorgt, da die vielen Splatterszenen in einigen deutschen Fassungen
entfernt wurden. Die Effekte sind zwar alle maßlos übertrieben und nur mit
einem Augenzwinkern zu verstehen, sie waren aber offensichtlich ein Dorn im
Auge der Beschneidungs-Behörde.
„Re-Animator“ muss man also gesehen haben. Ohne Wenn und Aber. Der Film
mischt eine nette Story mit makabrem Humor und einer kräftigen Priese
blutiger Spezialeffekte. |