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Die neuen Spieler im College-Baseballteam
haben es nicht leicht: Die älteren Spieler schikanieren sie, wo sie nur
können. Coach Ramsey versucht, die herabwürdigenden Rituale zu verhindern.
Vergebens. Die Jugendlichen lassen sich ihren Spaß nicht nehmen.
Absoluter Höhepunkt der Saison ist die Aufnahmezeremonie: Einer der
Youngsters soll eine Nacht im Maisfeld verbringen, gefesselt an eine
Vogelscheuche, die mit einem bösen Fluch belegt ist. Diesmal trifft es den
schmächtigen Sam. Was niemand ahnt: Der Junge leidet an Diabetes. Er fällt
ins Koma - Zuckerschock! Seine Lebensenergie geht in den Körper der
Vogelscheuche über.
Die Vogelscheuche metzelt einen Teenager nach dem anderen nieder. Sam's
Stiefbruder Jack gelingt es zusammen mit der attraktiven Beth und Coach
Ramsey, Sam zu retten, die Vogelscheuche zu besiegen. Doch das Morden geht
weiter... |
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Dämliche Teenies fordern das Schicksal heraus
und sterben in einem Maisfeld. - Ah, ein neuer Teil von "Kinder des
Zorns", oder? - Nein? hmm... Dämliche Teenies werden von einem
modrigen Muskelprotz massakriert. - Ganz einfach: Das ist bestimmt ein neuer
"Freitag der 13.", stimmts? - Nein? hmm... Dämliche Teenies
spielen Beach-Volleyball und gehen sich gegenseitig an die Wäsche. - Huch,
sollte etwa die beliebte "Eis am Stiel"-Reihe ein Revival erfahren
haben? - Auch DAS ist nicht der Fall. Ja womit haben wir es denn dann zu
tun? Mit "Scarecrow gone wild"!! - Einem unterhaltsamen Mix aus
allen drei klassischen Filmreihen.
Dabei schickt sich "Scarecrow gone wild" inzwischen selber schon
an, zu einer Endlosreihe zu werden, schließlich handelt es sich hierbei
bereits um den dritten Teil einer Saga um eine verwunschene Vogelscheuche.
Die Ähnlichkeiten zu den genannten Filmen sind wirklich nicht von der Hand
zu weisen. Das mag daran liegen, dass dem ganzen Film der Flair der 80er
anhaftet. Einer Zeit, in der sich das Kinopublikum noch mit einfachsten
Slasher-Stories und ein bisschen pubertierendem Humor in die Filmtheater
locken ließ. B-Movies eben. Nicht weltbewegend, aber popcorn-tauglich.
Tiefgründige Handlung ist da genauso fehl am Platz, wie oscarreife
Schauspielerleistungen oder Shakespeare-Synchro. Seichte Kost. Und gerade
deshalb funktioniert das Ganze.
Eine mordende Vogelscheuche treibt ihr Unwesen, erinnert dabei von der
Statur und dem grimmigen Blick an den bekannten Hobby-Eishockey-Spieler aus
dem Ferienlager am Crystal Lake. Undurchdringliche Maisfelder laden schon
seit jeher zu frivolen Verfolgungsjagden ein. Und nette Mädels im Bikini
sind ohnehin immer ein willkommener Blickfang.
Eine gute Mischung also, zumal Fans von Slasherfilmen üblicherweise nicht
gerade sehr anspruchsvoll zu sein scheinen. Schließlich beschwert sich
niemand, wenn mal wieder der zigtausendste Aufguss der alten
Maniac-on-the-Loose-Geschichte aufgetischt wird. Sei's drum. Hauptsache, es
wird geschlitzt und gestorben.
Geschlitzt und gestorben wird bei "Scarecrow gone wild"
selbstverständlich auch. Dabei sind die Splattereffekte gut über den Film
verteilt, jedoch nicht allzu blutig. Größtenteils sind sie nur angedeutet.
Wirklich derbe Szenen entschärfen sich amüsanter Weise selbst, da die
Tricks sehr leicht zu durchschauen sind. So hat wohl für den Effekt, bei
dem einem Mordopfer seine Gedärme aus dem Bauch herausquellen, die
mittägliche Currywurst des Kameramanns herhalten müssen. Funsplatter
sozusagen...
Wie es sich für einen richtigen Slasher gehört, dient die Handlung
lediglich als Aufhänger für eine Aneinanderreihung von Metzelszenen. Die
Füllszenen bei "Scarecrow gone wild" sind dann auch der Hammer!
So innovativ-dämlich, dass sie direkt schon wieder Spaß machen. Da spielen
die Kiddies etwa zehn Minuten lang Beach-Volleyball oder flenzen sich am
Strand in der Sonne - Und NICHTS geschieht. Das ist
80er-Jahre-Langnese-Werbung vom Feinsten! Direkt danach geht es dann weiter
mit bereits erwähnter Currywurst-Szene.
Ein absolutes Trash'n'Gore-Highlight ist ein romantischer Schmuse-Gitarrero,
der nachts am Strand seine Schmachtfetzen trällert, angeheizt von seinen
Freunden. Die Vogelscheuche beweist hier sportlichen Humor und verbindet mal
eben Beach-Volleyball mit Liederabend. Resultat: Ein gepfählter Gitarrero.
Generell kann man sagen, dass der Film zwar trashig gemacht, die Handlung an
den Haaren herbeigezogen ist und auch einige auflockernde Gags am Rande
etwas aufgesetzt wirken. Allerdings funktionieren einige kleine Pointen
recht gut. Da macht der Zuschauer sich vielleicht gerade Gedanken zum Thema
Geschmacklosigkeit, wenn ein im Sand Eingebuddelter von seinen Freunden
angepinkelt wird. Doch, wenn der Besudelte direkt danach von den beiden
Hauptakteuren gefunden wird und mit "Bist Du angepisst" begrüßt
wird, dürften alle moralischen Bedenken einem herzhaften Lachen gewichen
sein.
"Er ist der Tod jeder Party!" verheißt das Cover. Wer jetzt mit
ER gemeint ist, sei mal dahingestellt (eine Vogelscheuche ist zumindest
grammatikalisch betrachtet feminin). Eines ist jedoch sicher: Auf den Film
kann sich diese Aussage nicht beziehen. Dieser Film tötet keine Party.
Dafür ist er viel zu unterhaltsam!!!
Fazit: Jason, Langnese und aufgespießte Baseball-Spieler. - "Scarecrow
gone wild" - Ein sympathischer Slasher im 80er-Jahre-Stil. |