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Zur Aufnahme an einer Uni irgendwo in Thailand
müssen sich einige "Neulinge" den Tests der älteren Semester
unterziehen. Im Anschluss an die bestandenen Aufnahmerituale unternehmen im
Anschluss alle Studenten einen Ausflug in ein Naturreservat.
Nach langer Busfahrt ist man endlich am Ziel angekommen, doch anfangs
scheint es schon fast so, als würde aus dem geplanten Ausflug nichts
werden, da das Reservat aufgrund von schlechten Wetterverhältnissen
gesperrt wurde. Von einem plötzlich auftauchenden Mann erhalten die
Studenten jedoch einen Tipp, wie sie auf einem versteckten Weg unentdeckt in
das Reservat gelangen können. Der Weg der rund 40 Studenten führt sie
irgendwann über eine morsche Holzbrücke, die unter dem Gewicht des Busses
jedoch zusammenbricht. Diejenigen, die den Absturz überleben, müssen sich
nun durch die Wildnis durchschlagen, wobei immer mehr von ihnen auf brutale
Art und Weise den Tod finden. Ist den Studenten ein Killer auf den Fersen,
der ihnen nach dem Leben trachtet oder steckt mehr dahinter? |
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Wenn es ein Land gibt, das es in der letzten
Zeit durchaus geschafft hat, mir Respekt für seine unermüdliche Produktion
an neuen, sehenswerten Filmen abzuverlangen, dann ist das ganz klar
Thailand. Angefangen bei atemberaubenden Martial-Arts Krachern wie "Ong
Bak" oder "Tom Yum Goong" bis hin zu dem einfallsreichen
Horror-Fantasy Filmchen "Hell - Gefangene des Jenseits". Die
thailändische Filmindustrie scheint aus einem langen Schlaf zu erwachen,
was den Filmkonsumenten auf der ganzen Welt aber nur zu Gute kommt. Mit
"Scared - Endstation Blutbad" erwartet uns nun ein knallharter
Splatterfilm, der sich zwar unbestreitbar bei einigen anderen Produktionen
an Ideen bedient hat, der aber dennoch unbedingt als aktuelles Must See
bezeichnet werden darf.
Ja, es fällt einem sofort auf, dass Pakphum Wonjinda, so der Name des
Mannes, der das Drehbuch schrieb und außerdem Regie führte, in seiner
Freizeit so einige Filme gesehen hat. Mit ziemlicher Sicherheit lässt sich
sagen, dass der Gute nicht nur "High Tension", sondern
insbesondere auch "Battle Royale" zu seinen großen Vorbildern
zählt, an diesen erinnert "Scared - Endstation Blutbad" nämlich
nicht gerade selten. Dennoch schlägt der Streifen nicht die selbe Richtung
ein, auch wenn sich immer wieder Handlungsähnlichkeiten finden lassen. Es
fällt schnell auf, dass sich Wonjinda nicht um großartige
Charakterisierungen oder eine lange Einleitung kümmert. Nachdem grob
umrissen wird, dass der Streifen von einigen Studenten handelt, die in die
Pampa fahren, um dort abgemurkst zu werden, ist man mit den nötigsten
Informationen versorgt.
Dies lässt darauf schließen, dass wir hier nicht mehr haben als irgend
einen beliebigen Teenieslasher aus der Videothek, wie es sie zu Unmengen
gibt. Da hätten wir dann aber einige wesentliche Unterschiede: Zum Einen
ist "Scared - Endstation Blutbad" wesentlich brutaler als der
übliche FSK 16 Slasherschund aus den USA, und außerdem hat man hier zu
keinem Zeitpunkt das Gefühl, sich ein billiges B-Movie anzusehen. Ganz im
Gegenteil, wenn man die tollen Kameraarbeiten und den visuellen Stil des
Films betrachtet, dann wird klar, dass hier ein durchaus ordentliches Budget
zu Grunde gelegen haben muss. Optisch kann "Scared" jedenfalls mit
aktuellen High-Budget Hollywood-Terrorfilmen wie "Hostel" oder dem
Remake von "The Hills Have Eyes" mithalten.
Die Story von "Scared - Endstation Blutbad" ist keine Innovation,
so viel darf verraten werden. Dennoch ist dies nicht weiter schlimm, denn
der Regisseur weiß worauf es ankommt und viele Genrefans nervt es sogar,
wenn Splatter- bzw. Horrorfilme mit einer zu langen Einführung aufwarten,
die das Geschehen zu sehr in die Länge ziehen. Wem es also lieber ist, dass
Streifen nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern
schnellstmöglich loslegen, der ist hier an der richtigen Adresse. Doch
auch, wenn gerade mal nicht gesplattert wird, bekommt man einiges geboten.
Das Naturreservat sieht fabelhaft und durchaus idyllisch aus, das schlechte
Wetter trägt perfekt zu einer spannenden Grundstimmung bei. Wo wir schon
beim Spannungsgrad sind, kann ich auch hier sagen, dass er konstant in
oberen Bereichen gehalten wird, auch wenn "Scared - Endstation
Blutbad" nicht ganz das Adrenalin eines "High Tension"
erzeugen kann. Dennoch kommt hier mit absoluter Sicherheit keine Langeweile
auf, und der überraschende Plot-Twist am Ende sorgt sogar für eine
unerwartete Wendung.
Dass der Film das "Keine Jugendfreigabe" Siegel erhielt, ist in
absolut jeder Hinsicht berechtigt. Die Todesszenen sind hier ein klares
Highlight und überaus blutig ausgefallen. Wir werden Zeuge, wie einem
Studenten von einem heranschnellenden Holzpfahl ein Loch in den Kopf gebohrt
wird, durch das man im Anschluss einige Sekunden lang blicken kann. Des
weiteren wird fleißig aufgespießt, zersägt und geköpft, was das
Kunstblut hergibt, was in diesem Fall glücklicherweise durchaus real
aussieht und explizit gezeigt wird. Dass "Scared - Endstation
Blutbad" aus diesem Grund nicht für schwache Mägen zu empfehlen ist,
versteht sich von selbst.
"Scared - Endstation Blutbad" dürfte nicht zwingend jedem
Genrefan zusagen, da vermutlich einigen die Charaktere zu flach und die
Handlung zu stumpf sein könnten. Dadurch sind gerade diejenigen hier
goldrichtig, die sich nicht um eine unnötig lange Einleitung kümmern,
sondern lieber gleich zum Eigentlichen kommen wollen. Der Streifen bietet
äußerst blutiges, optisch überdurchschnittliches Splatter-Entertainment,
das zudem in einer wirklich tollen DVD Aufmachung daherkommt. Auch, wer
sonst nichts mit asiatischen Filmen anfangen kann, der darf durchaus mal
einen Blick riskieren. "Scared - Endstation Blutbad" ist eine
Investition, die sich meines Erachtens nach absolut lohnt. |