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Die Schülerin Casey hat gerade etwas Popcorn
auf den Herd geschmissen und will sich offensichtlich einen netten Abend
machen. Doch dann klingelt unverhofft das Telefon. Am anderen Ende der
Leitung ist ein unbekannter Mann, der ihr erst Angst und dann den Gar aus.
Die Schüler der Schule in dem kleinen Kaff Woodsboro sind natürlich
entsetzt und ab sofort auf der schwarzen Liste des Killers, die der
maskierte Mann fleißig abarbeitet. Auch die 17jährige Sidney steht
offenbar kurz vor dem Abschluss ihres Lebens. Das hübsche Mädchen will
sich dem bevorstehenden Ende aber nicht willenlos hingeben und sagt dem
unbekannten Killer den Kampf an... |
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1996 gilt als das Jahr, in dem das oft
verfilmte Slasher-Genre eine neue Richtung eingeschlagen hat. Kein
geringerer als Horror-Ikone Wes Craven ermöglichte es einer neuen
Generation, sich für maskierte Psychopaten, die lustig das Messer
schwingen, zu begeistern. Das Slasher-Genre war zwar nie richtig tot, doch
in den Weiten des B-Movies verschwunden und entsprechend gebrandmarkt.
Nightmare-Regisseur Craven hat eigentlich nicht besonders viel anders
gemacht, als seine Kollegen. Alles wurde bloß etwas peppiger, poppiger und
visueller.
Der eigentliche Kern der Story ist sicherlich auch nicht für den großen
Erfolg des Films verantwortlich: Ein Killer, eine Maske, ein Messer und
einige Opfer. Das war es im Großen und Ganzen. Dazu gesellen sich einige
Logikfehler und, was auch nicht für Überraschungen sorgt, extreme
Übertreibungen. Allerdings wurde das Ganze gut umgesetzt und geschickt in
Szene gebracht. Das hat den Vorteil, dass Wörter wie Langeweile,
Dummdialoge oder Schwachsinn nicht in den niedergeschriebenen Wortschatz des
betreffenden Kritikers gehören. Die Mischung aus Schocker und Komödie ist
Craven eindrucksvoll gelungen, ohne das der Filme wie eine Persiflage des
Slasher-Films wirkt.
Die Rollen der Darsteller werden so vorgestellt, dass der Zuschauer einen
guten Überblick von dem Geschehen bekommt und bei Bedarf mit den Not
leidenden Protagonisten mitleiden kann. Zudem kann man lustig raten, wer
sich hinter der Maske versteckt. Die Angelegenheit wurde recht intelligent
gelöst und es ist nahezu unmöglich, den Täter bereits vorher zu
entlarven. Nicht wie in vielen Genre-Beiträgen, in denen schon nach wenigen
Minuten klar ist, wer für die Morde infrage kommt. Auch positiv zu
erwähnen ist die Tatsache, dass der Film sich zu keinem Zeitpunkt ernst
nimmt. Der bereits angesprochene komödiantische Teil, der nicht gerade
gering ist, tut das Seinige dazu.
Darstellerisch kann man kaum kritisierende Worte finden. Barrymore, Campbell
und Co. glänzen zwar eher durch ihre optischen Reize, die gezeigten
Leistungen sind aber als gut einzuordnen. Sicherlich werden die beteiligten
Schauspieler, nach den gezeigten Leistungen, nie wichtige Preise abstauben,
dennoch freut man sich in anderen Filmen, auf ihre Gesichter zu treffen.
Nach dem Motto: Guck mal. Das ist doch der/die aus "Scream".
"Scream" ist sicherlich ein Meilenstein des neuen Slasher-Kinos
und gilt als Motivator für Szene-Regisseure. Er ist unterhaltsam, witzig
und auch die Schock-Effekte kommen nicht zu kurz. Neben einigen älteren
Klassikern ist er das Aushängeschild eines beliebten Subgenres des
Horror-Films geworden. |