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Jeffrey Dahmer hatte alles andere als eine
schöne Kindheit und verbringt seine Zeit, als Heranwachsender, bei seiner
Oma. Mit 16 war er bereits Alkoholiker und nachdem er seinen Militärdienst
in Deutschland abgeleistet hatte, spürte er den Drang jemand töten zu
müssen. Er hatte keine Freunde und wollte es nicht akzeptieren, dass ihn
liebgewonnene Menschen verlassen. Als er 18 war nahm er einen Anhalter mit,
den er dann zu hause tötete und seine Leiche im Keller zerstückelte. Dies
war der Anfang einer bestialischen Mordserie, die in Milwaukee ihren Anfang
nahm und viele Jahre und Opfer später in Chicago endete - im berühmt
berüchtigten Apartment 213, dass mit Leichenresten übersäht war. |
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“The Secret Life Of Jeffrey Dahmer” ist
ein Streifen, der lange in Deutschland nicht erhältlich war und zum Glück
vom Undergroundlabel DRAGON vertont und vertrieben wurde. Vor dem Erscheinen
dieses Titels mussten Interessierte des Serienmörderphänomen aus
Milwaukee/ Chicago mit dem Film „Dahmer“ vorlieb nehmen, der im Zuge
einer Serienkillerpräsentation bei E-M-S erschien und alles andere als
überzeugend war. Denn „Dahmer“ schilderte nur einen leicht
verfälschten Bruchteil des Lebens des Jeffrey Dahmer, wohingegen “The
Secret Life Of Jeffrey Dahmer” sehr ins Detail geht. Allerdings wurde auch
hier nicht alles so wiedergegeben wie es sich (wohl) zugetragen hat. Zum
einen um den Respekt zu den Opfer zu bewahren und zum anderen, da Jeffrey
Dahmer viele Details mit in sein Grab genommen hat.
Was gezeigt wird ist aber sehr interessant zu betrachten, gerade wenn man
vor dem Gucken bereits die ein oder andere Lektüre über den „Kannibalen
von Milwaukee“ studiert hat. Die Geschichte wird aus der Sicht von Jeffrey
Dahmer erzählt und von seiner Synchronisationsstimme begleitet, die, wie
die anderen deutschen Stimmen, etwas gewöhnungsbedürftig, aber keinesfalls
schlecht ist. Protagonist ist der relativ unbekannte Carl Crew, der sonst
noch in der Horror-Komödie „Blood Diner“ und in der Komödie „Night
School“ zu betrachten war. Als Jeffrey Dahmer macht er eine sehr gute
Figur und weiß zumeist sehr authentisch zu wirken.
Die Authentizität ist auch das große Plus des gesamten Streifen, da sich
der Betrachter gut in die Geschichte des Killers versetzen kann. Zudem kommt
eine sehr dichte, oft verstörende Atmosphäre hinzu, die die fehlenden
Spannungsmomente leicht kompensieren kann. Zu spannenden Szenen kommt es
nicht wirklich, da Jeffreys Leben und Handeln nun mal berechnend und eiskalt
war, was sich natürlich auch im Drehbuch widerspiegelt. Lediglich gegen
Ende, als die Polizei Jeffrey dingfest macht, keimt ein wenig Spannung auf.
Aber es ist vor allem die erwähnte Atmosphäre und die Härte, die den Film
ausmacht. Es ist anzunehmen, dass eine Veröffentlichung in den 80er Jahren
nicht möglich war, da der Film wirklich nichts für schwache Gemüter ist.
Allerdings ist er kein Splatterfilm und an Kunstblut wurde gespart, doch
kann der Betrachter zum Beispiel eine Lobotomie oder die Beseitigung eines
lebenden Opfers in einem Säurefass beobachten.
Die DVD von Dragon ist wirklich bemerkenswert. Zwar ist das Bild (4:3) etwas
abgenudelt und mit nicht wenigen Schmutzpartikeln versehen, der Rest ist
aber einwandfrei. Ton gibt es in deutsch (DD 5.1) und englisch (DD 2.0),
Untertitel in deutsch und es gibt auch coole Extras mit vier kurzen
Dokumentationen über Jeffrey Dahmers leben. Die DVD ist im Slim-Digipack
erschienen und hat als Booklet eine Serienkillerfibel.
“The Secret Life Of Jeffrey Dahmer” ist somit ein extrem lohnenswerter
Film, für Interessierte, auf einer sehr lohnenswerten DVD, bei der es
durchaus Sinn macht mal tiefer in die Tasche zu greifen. |