Starkweather

Informationen

Drehland USA
Drehjahr 2004
Laufzeit ca. 90 Minuten
Regie Byron Werner
Darsteller Brent Taylor Shannon Lucio Lance Henriksen u.a.
Bild
  • 1
  • 85:1 (anamorph)
Ton DD5.1
Sprachen
  • Deutsch
  • Englisch
Untertitel
LC 2
FSK 16
Starkweather

Story

Als der junge Charles Starkweather im zarten Alter sieben Jahren mit einer Kröte auf einem Feld spielt, tritt ein unbekannter Mann an ihn heran und zeigt ihm, wie er über Leben und Tod entscheiden kann. Er sagt ihm, dass er alleine die Macht besitzt, seinen schleimigen Spielgefährten das Leben zu nehmen, wovon der Junge erst gar nicht überzeugt ist, sich aber von den Argumenten des Unbekannten überzeugen lässt und die Kröte platt trampelt. Im Jahre 1957, Charles Starkweather ist mittlerweile 16 Jahre alt, startet eine Mordserie durch Nebraska und Wyoming, die noch viele Jahre später in aller Munde sein soll. Die Protagonisten sind Starkweather und seine 14-jährige Freundin Caril Ann Fugate. Nachdem sich die Eltern der Caril Ann Fugate gegen die Beziehung der beiden Jugendlichen geäußert haben, müssen sie brutal aus dem Weg geschafft werden. Das Töten hatte Starkweather allerdings kurz zuvor begonnen. Da Charles nicht besonders vorsichtig bei den Tötungen vorgeht, ist er bald Hauptverdächtiger und wird von der Polizei gejagt. Er und Caril haben allerdings nicht vor, sich der Polizei zu stellen…

Starkweather  Starkweather

Kritik

„Starkweather“ ist die Verfilmung der Geschichte des gleichnamigen Serienmörders, der am 1. Dezember 1957 seinen viel beschriebenen Todeszug startete. Die Geschichte von Charles Starkweather und Caril Ann Fugate diente als Vorlage für Filme wie „Natural Born Killers“ und „True Romance“ und wurde bereits 1993 von Robert Markowitz, unter dem Titel „Heart To Kill“, auf die Leinwand gebracht. Besonders positiv ist die Tatsache, dass sich „Starkweather“ sehr genau an die tatsächliche Geschichte hält und eigentlich nicht viel hineininterpretiert. Vielleicht ist der unbekannte Mann mit Hut etwas störend, der nur von Charles gesehen wird und den Killer offensichtlich auf die schiefe Bahn führt. Eine Erklärung, wer dieser Mann ist, erhält man nicht. Vielleicht soll er das Böse symbolisieren, denn aus der Literatur geht nicht hervor, dass Starkweather irgendwelche Erscheinungen oder Halluzinationen hatte. Aber sei es drum. Störend ist die Rolle des Fremden nicht, sie schafft sogar etwas mystisches, dass einen den ganzen Film über begleitet. Das reicht zwar nicht, um den großen Schwachpunkt des Films zu kompensieren, ist aber in Verbindung mit der interessanten Geschichte dafür verantwortlich, das der Film unterm Strich zu gefallen weiß. Die Schwachstelle des Streifens ist die Tatsache, dass zu nahezu keinem Zeitpunkt eine, für dieses Subgenre typische, verstörende Atmosphäre aufkommt. Die Spannung und die Atmosphäre im Allgemeinen sind zwar in Ordnung, doch das gewisse Etwas fehlt. Starkweather verbreitet nichts psychopatisches, wie es in Filmen wie „Gacy“, „The Secret Life Of Jeffrey Dahmer“ oder „Monster“ rüberkommt. Er erscheint eher wie ein voll gekokster James Dean, in der viel zu früh anfangenden Midlifecrisis. Das geringe Budget des Streifens ist sicherlich nicht die Ursache für das Fehlen des Salzes in der Serienmörder-Suppe. Viel Geld braucht man nicht um in das Hirn eines Menschen zu gucken, respektive sein Verhalten auf die Matscheibe zu bringen. Das Set ist unter den gegebenen Umständen im Übrigen sehr gut gelungen, wenn auch, so wie es sein soll, spartanisch gehalten. Die Härte des Films ist ebenfalls nicht Schuld am wenig verstörerischem Gesamteindruck. Es wird zwar nie richtig „Draufgehalten“, Blut, Schüsse und Stiche gibt es aber genug. Wenn man nach Schwachstellen sucht, findet man sie an der Charakterzeichnung, die sehr oberflächlich angesetzt wurde. Der Film bietet mit seinen 90 Minuten Lauflänge sicherlich genug Gelegenheiten, die Protagonisten näher vorzustellen, darauf wurde aber verzichtet. Als ebenfalls schädlich stellt sich dann noch die darstellerischen Leistungen Brent Taylor und Shannon Lucio dar. Sie schaffen es einfach nicht, den 16jährigen bzw. die 14jährige glaubhaft rüberzubringen. Der Gesamteindruck des Streifens ist aber trotz der vielen Kritikpunkte nicht negativ. „Starkweather“ ist ein realistischer Film, der das Leben von Charles Starkweather und Caril Ann Fugate widerspiegelt. Sicherlich hätte man hier und da etwas besser machen können, derjenige, der sich für das Phänomen Serienmord interessiert, wird aber sicherlich auf seine Kosten kommen. Auch wenn der Film „Heart To Kill“ mit dem gleichen Thema etwas interessanter gestaltet ist.

Starkweather  Starkweather

DVD

Im passend und schick animierten Hauptmenü findet man neben einigen Trailern ein wenig üppiges Zusatzmaterial. Es gibt lediglich die Biografie des Charles Starkweather in Texttafeln (sechs an der Zahl). Diese sind zwar durchaus interessant, für den verwöhnten DVD-Fan aber wohl etwas zu wenig. Bild und Ton gehen soweit in Ordnung. Nicht das Schärfste und das Dröhnenste, aber angemessen.

Bewertung

Splatter Starkweather
Spannung Starkweather
Story Starkweather
Ekelfaktor Starkweather
Atmosphäre Starkweather
Tonqualität Starkweather
Bildqualität Starkweather
Zusatzmaterial Starkweather
Gesamteindruck Starkweather

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