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Der
junge Chinerse Chang muss immer wieder mit ansehen, wie sein Dorf von
japanischen Kriminellen heimgesucht wird. Daraufhin beschließt er, einen
Kung-Fu-Lehrer aufzusuchen, um von ihm die Kampfkunst zu erlernen. Chang und
seine Mitschüler werden von dem Meister gut erzogen. Sie lernen, ihre Fähigkeiten
nicht in Auseinandersetzungen einzusetzen. Auch wenn ihnen das schwer fällt,
da es immer wieder zu Konfrontationen mit Japanern kommt.
Eines Tages wird der Meister von den Japanern gefoltert und ermordet. Für
Chang und seine Freunde ist dies Grund genug, ihre guten Manieren fallen zu
lassen und grausam Rache zu üben... |
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Bruce
Lee war eine Ikone des Kampffilms. Nachdem er 1973 verstarb, machten sich
viele auf, um seinen Namen in Ehre, oder aus Profitgier, weiter durch das
Filmgeschäft zu tragen. Einer dieser Ableger, von denen es knapp 100 gibt,
ist „Seine tödliche Rache“. Mit einem Bruce in der Hauptrolle, dem ein
E abhanden gekommen ist. Bruce Le 1974 bis 1992 in einigen Kung-Fu-Filmen zu
sehen, drehte selbst welche und hat sich trotz des platten Plagiates einen
Namen im Geschäft gemacht.
Wovon der Film lebt sollte klar sein: Kampfszenen. Es gibt hiervon einige,
wo minutenlang kein Wort gewechselt, sondern nur draufgehauen wird. Wenn mal
nicht draufgekloppt wird, wird trainiert. Man kann den Protagonisten sogar
dabei beobachten, wie er von Tieren Eigenarten übernimmt, um so seinen
Kampf-Style zu verfeinern. Die dünngestrickte Story, die problemlos in
einem Satz wiedergegeben werden kann, wird dabei natürlich vernachlässigt.
Freunde des Genres wird dies aber sicherlich nicht stören. Die Kampfszenen
sehen stylisch aus, die Geräusche sind übertrieben schön nachvertont und
es kommt sogar zum Einsatz einiger gefährlicher Waffen. Dies hat zur Folge,
dass der Film durchaus hart in einigen Szenen ist. Der Film wurde zwar
seinerzeit in Deutschland nicht indiziert, aber in den Videoversionen
geschnitten. Diese Szenen wurde auf der CMV-DVD wieder hinzugefügt. Ob
diese Schnitte berechtigt waren, falls es so etwas überhaupt gibt, darf
bezweifelt werden. Es gibt zwar Tötungsszenen, diese fallen aber doch sehr
unblutig aus.
Bruce Le macht seinen Job gut. Da kann nicht gemeckert werden. Allerdings
stellen die schauspielerischen Ansprüche auch kein Problem für ihn dar.
Meist beschränkt sich der Anspruch auf böses Gucken. Oder mal durchs Bild
gehen. Ansonsten muss er das machen, was er kann. Seine Kollegen
hinterlassen auch keinen schlechten Eindruck. Was keine große Kunst ist.
Die Regie von Do
Liu Boh, der nach diesem Film noch acht weitere Genre-Filme drehte, ist
allerdings alles andere als gut. Die Kamera ist nicht immer gut positioniert
und es werden keine besonderen Bilder eingefangen. Alles sieht ein wenig
aus, als hätte der Film schnell in den Kasten kommen müssen. Für die
Ohren gibt es neben den erwähnten Geräuschen nur Durchschnittskost. Die
Musik fällt wenig auf und die Dialoge interessieren wenig.
„Seine tödliche Rache“ ist sicherlich nur etwas für Freunde des
Subgenre. Die Story ist kümmerlich, die Kampfszenen sind gut. Er ist
vielleicht zu wenig trashig und auch zu wenig ernst. Wer den Film und Bruce
Le ungeschnitten betrachten möchte, sollte sich die CMV-DVD zulegen. |