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In der zweiten Hälfte des 21. Jahrhundert hat
sich die Technologie auf der Erde mächtig weiterentwickelt. Zeitreisen sind
nun möglich und da der Kapitalismus immer noch nicht besiegt wurde, haben
sich Unternehmer auf dieses neue Gebiet des Reisens spezialisiert. Horrende
Summen müssen berappt werden, um einen Ausflug in die Vergangenheit zu
tätigen, was für zahlstarke Urlauber, die Zielgruppe, aber kein Problem
ist.
„Time Safari Inc“ ist eine dieser Firmen und lädt die Reichen auf eine
Großwildjagd ein, in der man Dinos abknallen kann. Natürlich sind die
möglichen Folgen für einer Verzerrung der Zeitlinie kalkuliert und laut
der Firma besteht keine Gefahr für das Jetzt, solange sich alle an die
strengen Vorlagen halten.
Bei einer Safari kommt es dann aber zum Unausweichlichen. Ein elementarer
Strang der Evolutionsgeschichte wird gekappt und die Welt im Jahre 2055
befindet sich im Chaos. Um der Menschheit das Überleben in der Zukunft zu
sichern muss man zurück in die Vergangenheit um das Geschehene ungeschehen
zu machen… |
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Trah-Fans aufgepasst! Mit „A Sound Of
Thunder“ bekommt der geneigte Betrachter etwas so atemberaubend Schlechtes
zu sehen, dass seines gleichen sucht. Und, man soll es kaum glauben, dieses
Machwerk kommt aus Hollywood und wurde mit einem Budget von sage und
schreibe 50 Millionen Dollar aus der Taufe gehoben. Das ist wirklich
sensationell. Sensationell wie man mit so viel Barem so einen Mist verzapfen
kann.
Mit populären Genrebeiträgen wie „Butterfly Effect“ oder auch „Jurassic
Park“ hat dieser Streifen genau soviel zu tun wie ein Dinosaurier mit
einem Fahrstuhl. Apropos Fahrstuhl. Wenn es auch nur einen vernünftigen
Produzenten in Hollywood gibt, dann wird Regisseur Peter Hyams (immerhin:
„Das Relikt“), keinen Film mehr drehen dürfen, der mehr als 100000
Dollar kostet. „A Sound Of Thunder“ wird in geradewegs nach unten
befördern und eventuell seine Karriere beenden, es sei denn er heuert bei
den Troma-Studios an.
Man muss es noch mal erwähnen: Der Film hat 50 Million Dollar gekostet.
Sieht man die zahlreichen Trickeffekte und digitalisierten Geschöpfe kommt
einem das Ganze aber vor, als hätte es höchsten 1/100tel kosten dürfen.
99,997% der Effekte sind schlecht. Viel wurde sehr offensichtlich vor einem
Bluescreen in den Kasten gebracht, was die Authentizität der Bilder bei
ungefähr 0% ansiedeln lässt. Wo sind dann also die restlichen 49,5 Million
Dollar geblieben? Bei Hollywood-Star Ben Kingsley, der extrem blass bleibt
und nur seinen autoritären Stiefel runter spielt? Oder vielleicht wurde ihm
eine Entschädigung für die bescheuerte Frisur gezahlt, die er sich
verpassen lassen musste. Vielleicht wurde Frau Makatsch, die sich in einer
kurzen Nebenrolle als Bumsnudel hergeben muss, auch für ihren peinlichen
Auftritt fürstlich entschädigt. Man weiß es nicht…
In das Drehbuch wurde offensichtlich auch nicht viel investiert. Die Story
verfügt zwar über atemberaubende Einfälle der debilen Art, kann ansonsten
aber eher durch sinnlose Dialoge glänzen. Da fragt man sich echt, ob
irgendjemand den Entwurf gegengelesen hat. Und ob das Dingen von höherer
Stelle genehmigt wurde?
„A Sound Of Thunder“ darf ohne jede Frage als filmisches
Hollywood-Debakel eingestuft werden. Mit extrem hohem Trah-Faktor, der
zumindest die Fans des Müll-Films befriedigen dürfte. Die schlechten
digitalen Effekte, die komische Geschichte und das alberne Drumherum sind
bestens für einen feuchtfröhlichen Filmabend geeignet. Und das Gute ist:
Selbst der besoffenste Mitgucker hat kein Problem, der Story zu folgen…
Wer ein wenig Spaß an Science-Fiction, am Kopfabschalten oder blöden
Dino-Filmen hat, der wird mit „A Sound Of Thunder“ bestens bedient. Der
Film hat so viel Potential zur komischen Unterhaltung, dass man wie gebannt
auf den Bildschirm starren muss, um sich vom Gezeigten beeindrucken zu
lassen. Wer dann noch etwas Begeisterung übrig hat, kann sich mit der
abstruse Zeitreise-Geschichte auseinandersetzen, die, wenn man sie ernst
nimmt, richtig komisch wird. Insgesamt gesehen ist „A Sound Of Thunder“
auf jeden Fall ein MustSee für alle die, die von Profis sehen wollen, wie
es nicht geht. Klasse! |