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Ende der 70er, Anfang der 80erJahre kamen
Kommunen und Selbsterfahrungsgruppen in Mode, sie versprachen Seelenheil und
therapierten ihre Mitglieder auf ihre eigene Art und Weise. Eine dieser
Gruppen, die wohl radikalste nannte sich die Taylor – Eriksson Gruppe.
Keine Art von Experimenten war ihnen zu brutal. Extreme
Selbstfindungsexperimente, die ihre Mitglieder teilweise sogar in den
Wahnsinn trieben, waren an der Tagesordnung. Ende 1983 löste sich die
Gruppe urplötzlich auf und man hörte nichts mehr von ihnen.
SHAKTI:
20 Jahre später... Elisabeth Steinberg, ehemals auch Shakti genannt, sitzt
in einer Nervenheilanstalt und soll in Kürze entlassen werden. Sie wird
verdächtigt jemanden zum Mord an ihrem früheren Freund Samarfan
angestiftet zu haben. Samarfan wurde damals bis zur absoluten
Unkenntlichkeit zerstückelt. Tansu Yilmaz versucht nun den Mord nach so
langer Zeit aufzuklären, sie schreibt angeblich an einer Kriminalgeschichte
und bekommt die Erlaubnis der Klinik mit Shakti zusammen zu arbeiten. Shakti
fasst auch zunächst Vertrauen zu der jungen Frau und so erzählt sie ihr
viele Dinge aus ihrer Zeit in der Taylor-Eriksson Sekte, doch dann gerät
das Gespräch außer Kontrolle...
Devi:
Robin bekommt vom Gericht 15 Sozialtherapeutische Behandlungsstunden
aufgebrummt, tritt er diese an, so würde ihm eine Gefängnisstrafe erspart
bleiben. Er ist ein Junkie und Gewalttäter und versucht zunächst seinem
Therapeuten Dr. Steiner einiges vorzulügen, schiebt all seine
Machenschaften auf die bösen Drogen. Dass Dr. Steiner allerdings ein
Mitglied der Taylor-Eriksson Gruppe war, weiß er dabei noch nicht. Ebenso
wenig wie, daß ein so einfacher Satz wie:“ Bitte helfen sie mir aus
meiner Haut.“ Ihm zum Verhängnis werden könnte.
KALI:
Ein Wunderheiler und Trinker hält regelmäßig in seinem Landhaus Sitzungen
mit teils mehr oder weniger kranken Menschen ab. Alle verehren ihn sehr,
eines Tages bittet er in einer Sitzung eine Frau, die seit Jahren nur
gebückt geht, aufzustehen und sie erzählt ihm, dass sie seit Jahren eine
große Last auf ihrem Rücken tragen müsste. Er heilt sie in dieser Sitzung
von ihrer Last, setzt dabei jedoch etwas grausames frei... |
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Für gewöhnlich bin ich stets vorsichtig,
wenn ein Film irgendwelche Auszeichnung erhalten hat, da mir solche Filme
bisher nur in den seltensten Fällen auch gefallen haben. "Tears Of
Kali" ist eine der wenigen Ausnahmen, denn in Luxemburg wurde er auf
dem Fantasy Filmfest mit dem silbernen Melies als bester fantastischer Film
2004 ausgezeichnet und kürzlich erhielt er auch auf dem Ravenna Nightmare
Film Festival einen weiteren Preis - den "Goldenen Ring".
Seine Deutschland-Premiere feierte er am 31.07.2004, beim Wicked-Vision
Forentreffen, wo er im Kino zusammen mit diversen Specials zu KINDER DER
NACHT 2 und ANGEL OF DEATH 2 lief. Dies war eine Spezielle Festival Fassung,
die rund fünf Minuten länger dauerte. Auf dem Splatterday Night Fever
Festival, am 01.10.04 in Saarbrücken, wurde er goretechnisch uncut gezeigt.
Ich bezweifle, dass er in dieser Fassung in nächster Zeit in die Läden
kommen wird, denn er ist definitiv nichts für Leute, die kein Blut sehen
können oder die leicht schreckhaft sind. Doch dazu später mehr.
Die Story ist sehr gut gelungen und spielt in drei Episoden um die Taylor -
Eriksson Sekte, die sich mit gefährlichen Selbstfindungsexperimenten
beschäftigt und ihre Anhängerschaft damit teilweise in den Wahnsinn
treibt. Von Episode zu Episode erfährt man dabei immer mehr über die
Geheimnisse der Sekte. Manche Fragen bleiben jedoch auch im Dunkeln, so
erfährt man z.B. nicht wirklich viel über die Gründer dieser Sekte oder
woher sie ihr Wissen nahmen etc. Nichts desto trotz bleibt die Story sehr
interessant und spannend bis zum Schluss, bietet auch im Laufe des Filmes
die ein oder andere Schreckszene alla Gothica.
Auch die Atmosphäre an den einzelnen Schauplätzen ist sehr gut gelungen,
sei es in der Nervenheilanstalt, dem Büro des Psychiaters oder dem Haus des
Heilers. Egal ob hell oder düster, die Kameraleute schaffen es sogar einen
ansonsten hell beleuchteten Raum in Gruselatmosphäre zu versetzen.
Die Darsteller spielen ihre Rollen alle sehr gut, sind jedoch wie so oft
wieder eher unbekannterer Natur bzw. spielten bereits in einigen anderen
überwiegend Horrorfilmen mit. Wie z.B. Anja Gebel (Kim), sie durfte bereits
in Rigor Mortis, Mutation 3, Dämonenbrut etc. ihr Können unter Beweiß
stellen. Auch wenn sie hier recht wenig Text hat, im Grunde sogar nur einen
lauten Schrei von sich gibt, nackt herum rennt und etwas splattert. Peter
Martell spielte bereits in Momo mit, hier spielt er jedoch einen Sektenguru
und diese Rolle liegt ihm sichtlich! Aber auch die restlichen Darsteller
wurden recht gut besetzt und wirken keinesfalls Laienhaft.
Kommen wir zu den Effekten, diese sind teilweise sehr blutig, weswegen ich
auch bezweifle, dass der Film uncut in Deutschland herauskommen wird.
Bereits zu Beginn des Filmes werden wir Zeugen, wie sich Kim – ein junges
Mädchen und Mitglied der Taylor - Eriksson Sekte, die Augenlieder
abschneidet, da sie zu ängstlich ist sie von sich aus zu öffnen. Ein
anderer Junge wird später dazu beweget sich die Haut zu entfernen etc. Man
sollte also schon ein wenig Blut sehen können, wenn man sich diesen Film
ansehen möchte. Diese mehr oder weniger brutalen Effekte gehören jedoch zu
dem Film dazu, da ansonsten die Grausamkeit, für die diese Sekte
verantwortlich ist, nicht richtig zur Geltung kommt und sie nun mal der
Hauptbestandteil dieses Filmes ist.
^v^ FAZIT: ^v^
Ein durch und durch sehr gelungener Film, wobei auch hier wohl wieder die
Meinungen stark auseinander gehen werden. Alleine ich war mit drei weiteren
Leuten zusammen in diesem Film und zwei meiner Begleiter fanden den Film
eher so lala, während die andern beiden (incl. mir) den Film als sehr gut
erachteten. Ich empfehle den Film dennoch mal allen Leuten, die gerne
Horrorfilme mit guter Story mögen und die auch nichts gegen einige
Splattereffekte haben. Gegner von blutigen Filmen oder Leute, die einfach zu
leicht schreckhaft sind, sollten den Film auf jeden Fall meiden oder auf
eine stark geschnittene Fassung warten. |