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An Bord der „Orion Star“, einem
Kreuzfahrtschiff, befindet sich unter den zahlreichen Passagieren ein
Mutter-Tochter Gespann, das die Reise nutzen will, um endlich mal etwas
gemeinsam zu unternehmen. Doch das angeschlagene Verhältnis soll sich noch
nicht bessern, da die Mutter und Virologin, Stephanie Tauber, bald in den
Mittelpunkt rückt.
Ein Passagier hat sich nämlich bei einem Festlandausflug einen Virus
eingefangen. Der ursprüngliche Wirt, eine Stechmücke ist zwar nicht mit an
Bord des Schiffes gekommen, doch reicht es, dass der betroffene Mensch
zurück an Bord kommt und über das weitverzweigte Belüftungssystem viele
Leute ansteckt.
Die amerikanische Regierung stellt das Schiff unter Quarantäne. Durch
diesen Umstand kommt es zu vielen Toten auf dem Schiff. Doch der gegen Viren
geimpften Virologin gelingt es, das Virus zu isolieren und zu bestimmen. Sie
findet raus, dass es eine Möglichkeit gibt, dem Virus den Garaus zu machen,
dafür benötigt sie aber externe Hilfe. Und die ist nicht in Aussicht, da
sich das Weiße Haus darin versucht, eine andere Lösung auszuarbeiten: Die
Zerstörung der „Orion Star“... |
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Ein wohlklingender Titel, eine Besetzung, die
sich sehen lassen kann und eine Thematik, die zwischen „Ghostship“, „Titanic“
und Outbreak“ liegt – Muss das nicht zwangsläufig ein Hit werden? Mit
Nichten! Denn, was einem in der deutsch-amerikanischen Produktion gezeigt
wird, ist nicht gerade unterhaltsam. Nicht für Freude des Dramas, des
Horror-Films, des Katastrophen-Films und erst recht nicht für gewöhnliche
Filmfreunde.
Die Story bietet zwar eine gute Vorlage, doch die Umsetzung ist mangelhaft
bis ungenügend. Es ist kaum zu glauben, dass der Deutsche Steuerzahler
dieses Werk mitfinanziert hat. Im Mittelpunkt des Plots steht eine Ärztin,
die zufälligerweise Virologin ist und ihre Tochter, die ein gestörtes
Verhältnis haben. Die Muter arbeitet einfach zuviel, hat sich aber
überreden lassen eine Kreuzfahrt mitzumachen. Auf dieser kommt es dann „zufällig“
zu einem Angriff eines bis dato unbekannten Killervirus, der sich rasend und
offensichtlich sehr wählerisch verbreitet. Dumm, dass die Mama jetzt
arbeiten muss, da die Tochter deswegen ziemlich angepisst ist. Es ist ja
auch eine Unverschämtheit sich um Kranke zu kümmern und seine Zeit nicht
mit einer pubertierenden Göre zu verbringen.
So ähnlich dämlich geht die Geschichte dann weiter. Die Ärztin entwickelt
eine Methode, wie der betroffene Körper die Viren tötet... Doch die
Amerikanische Regierung erlaubt es nicht, die Quarantäne aufzuheben, obwohl
der Präsident total nett, total verständnisvoll und total sympathisch ist.
Er ist leider die Geisel eines Angestellten, der den guten Ruf seine
Vorgesetzten zerstören und eine Wiederwahl somit verhindern will...
Seltsamerweise passen sich die Darsteller der Inszenierung an. Martin Sheen
(„Apocalypse Now“, “Dead Zone”), seines Zeichens berühmter
Hollywood-Star und Vater von Hollywood-Stars, spielt die Rolle des bösen
Mannes im Weißen Haus wirklich schlecht. Ebenso wie Meuterei-Anführer
Michael Ironside („Scanners - Ihre Gedanken können töten“, „Watchers“,
„Maschinist“) und Hauptdarstellerin Lindsay Wagner („Ricochet - Der
Aufprall“, „Virus“). Ebenso Laienhaft wird die „Nebenrolle“ des
Kapitäns in den Kasten gebracht. Von keinem geringerem als Horst Buchholz („Mörderbienen
greifen an“) gespielt. Das kollektive Versagen ist wirklich erschreckend
und kann eigentlich nur mit der schlechten Küche an Bord oder der miesen
Gage zu tun haben...
Des weiteren muss man sich die Frage stellen, warum Regisseur Brian
Trenchard-Smith sich bereit erklärt hat, diesen Film zu drehen und was er
sich dabei gedacht hat. Dass er es eigentlich besser kann, hat er ja bereits
mit Filmen wie „Insel der Verdammten“ oder beispielsweise „Leprechaun
- Tödliches Spiel in Vegas“ gezeigt.
Noch schlechter als die Darsteller und die Regiearbeit sind die
Spezialeffekte, die wenigstens mal einen mitleidigen Lacher hervorrufen.
Wenn man bedenkt, dass der Streifen im Jahre 1998 hergestellt wurde, muss
man sich aufgrund der miesen technischen Umsetzung schon arg wundern.
Wundern darf man sich im übrigen auch über so geniale Einfälle wie ein
rückwärts fahrendes Schiff, welches einem Torpedo ausweicht... wirklich
ganz großes Tennis...
"Schreckensfahrt der Orion Star", so der Alternativtitel, unter
dem dieses „Meisterwerk“ in der ARD lief, ist wirklich nichts für
Freunde des Films oder jene, die es noch werden wollen. Für Horror-Fans
gibt es trotz der Thematik nicht viel zu sehen. Hier und da stirbt zwar mal
ein Passagier, dies wurde aber dem Jugendschutz gerecht in den Kasten
gebracht. Warum der Film nicht ab 12 sondern erst ab 16 Jahren freigegeben
ist, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden.
Der Film ist auf jeden Fall Zeitverschwendung und selbst die mutigsten
Trash-Fans bekommen kaum etwas zu bestaunen, da das Drumherum um die „Spezialeffekte“
einfach zu einschläfernd, respektive peinlich ist. |