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Eine Gruppe interessierter Menschen sieht sich
auf einer Insel, vor der Küste von Neuengland, ein ehemals edles Haus an,
das zum Verkauf bereit steht und renoviert werden soll. Unter ihnen sind
Fotograf Gary und die schwangere Jane, die alsbald merkwürdige Entdeckungen
machen, die sie vorerst aber nicht abschrecken.
Dann zieht allerdings ein Sturm auf. Der Bootsmann hat sich von dannen
gemacht, was für Gary und Jane bedeutet, dass sie auf dem Eiland
festsitzen. Man ist aufgrund des Unwetters gezwungen, in dem besichtigten
Gebäude zu nächtigen. Für die beiden Besucher ist das auch nicht schlimm.
Denn noch wissen sie nichts von dem Hexen-Geist, der hier herum spukt… |
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Da hätten wir sie also: Die 1345.
Hexenhaus-Verfilmung. Wie lange haben wir darauf gewartet?!... Prinzipiell
müsste man den Film gleich nach dem Betrachten des Covers im hohen Bogen in
den Mülleimer kicken. Wenn da nicht dieses gewisse Extra wäre. Ein Extra
das auf die wohlklingenden Namen Hildegard Knef, David Hasselhoff und Linda
Blair hört. Wenn diese explosive Mischung keine Trash-Granate wird. Eine
bessere Vorlage kann man kaum haben.
Der Filmliebhaber mit dem gewollt schlechten Geschmack, wird aber schnell
merken, dass es sich bei „Witchcraft - Das Böse lebt“ leider nicht um
einen trashigen, sondern einfach nur um einen schlechten Beitrag handelt.
Der italienische Hexen-Haus-Film biete von der Geschichte her natürlich
nichts Neues. Interessante Einfälle seitens des Regisseurs fehlen ebenso
wie wirkliche Höhepunkte. Das bedeutet im Klartext, dass man sich als
Betrachter einer Menge Langeweile ausgesetzt sieht. Die Story gibt wirklich
gar nichts her und an der schönen Kulisse des Gemäuers hat man sich
schnell sattgesehen.
Spannende Szenen gibt es ganz selten und wenn sie dann mal da sind, ist man
meist schon so ermüdet, dass man das Geschehen nur noch hinter sich bringen
will. Auch die ab und an aufkeimende grusel Grusel-Atmosphäre kann die
Muskulatur der Augenlider nicht stärken. Zudem gibt es unlogische
Schauplatzwechsel, die für Verwirrungen sorgen. Hier eine Liebesszene, da
Hexenterror. Passt alles nicht zusammen. Ein roter Faden wird vergebens
gesucht. Offensichtlich hatte der Drehbuchautor die ein oder andere gute
Idee, die er dann in einem rech sinnlos wirkenden Skript und sehr vielen
Dialogen aneinandergereiht hat.
Wenn man das Glück hat und eine nicht geschnittene Fassung des Films in
sein Medienwiedergabe-Gerät gelegt hat, wird man wenigstens von einigen
blutigen und sadistischen Einlagen abgelenkt. Die Schnitte sind in der
deutschen Video-Fassung aber nicht so aufdringlich. Hier hat wenigstens der
deutsche Cutter gute Arbeit geleistet, was man dem Synchronisations-Team nur
bedingt attestieren kann.
Ansonsten bleibt einem nur übrig, dem Treiben der Protagonisten zu folgen.
Und, man mag es eigentlich gar nicht glauben, die schauspielerischen
Leistungen sind gar nicht mal so schlecht. Die Protagonisten, auch
Hasselhoff, lassen erahnen, dass sie professionelle Darsteller sind, es
kommt aber nicht wirklich etwas rüber. Linda Blair spielt ihre Rolle wie zu
alten Exorzisten-Zeiten. Aber leider nur für ein paar Sekunden. Hildegard
Knef ist als Schwarze Dame glaubhaft in ihrer Mini-Rolle.
Was man in Erinnerung behält ist ein Film, der sich elendig in die Länge
zieht. Er verfügt kaum über positive Eigenschaften und ist nicht viel mehr
als 08/15-Horror. Selbst David Hasselhoff ist nicht mal ansatzweise so
gruselig, wie man sich das im Allgemeinen vorstellt. Und sich den Film nur
wegen der Spezialeffekte angucken? Nee! |