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Vom
Ende des Jahres 1968 bis tief ins Folgejahr ereignen sich in der Region um
San Francisco mehrere Morde. Die Polizei ist ratlos, auch wenn sich der
mutmaßliche Mörder nicht gerade in der Defensive befindet. Im Gegenteil:
Er sucht den Kontakt mit der Presse. Schreibt Nachrichten mit kodiertem
Inhalt, die veröffentlicht werden und von einem Ehepaar dechiffriert werden
können. Zodiac, so der selbst gewählte Name des Serienmörders, preist
darin sein Tun und kündigt weitere Verbrechen an.
Die beauftragten Polizisten Toschi und Armstrong können die Steilvorlage
des Täters nicht nutzen. Die Situation spitzt sich zu, als Zodiac
ankündigt einen Bus mit Schulkindern zu stoppen, um die Kinder umzubringen.
Als nach unzähligen Ermittlungen im Jahre 1971 ein Verdächtiger namens Arthur
Leigh Allen
präsentiert werden kann, stellt sich schnell heraus, dass ihm nicht das
Geringste nachgewiesen werden kann. Danach scheinen die zuständigen
Polizisten aufzugeben. Sie zweifeln an ihrem Job und sehen bald ein, dass
sie nicht für ihn geschaffen sind. Und da es ruhig um den Serienmörder
geworden ist, kümmert sich auch der Rest des Staatsschutzes nicht weiter um
den Fall „Zodiac“. Wo kein Kläger, da kein Täter… Doch ein Mann, ein
unbedeutender Karikaturist, gibt nicht auf. Er rollt die Akten noch mal auf
und findet Erstaunliches heraus… |
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„Zodiac – Die Spur des Killers“ ist eine
Verfilmung über einen der berühmtesten Serienmörder der Geschichte.
Zodiac war zwar nicht der grausamste, nicht der geschickteste, aber immerhin
ein Serienmörder, den niemand gefasst hat. Zodiac hat in seiner „Karriere“
37 Morde begangen. Das ist zumindest seine Aussage. Die Polizei konnte ihm
lediglich fünf Morde und zwei Mordversuche nachweisen und stellte fest,
dass er sich mit fremden Federn zu schmücken versucht.
"This
is the Zodiac Speaking...". So meldete sich der Zodiac-Killer
immer wieder bei kleinen Lokalzeitungen. Hinzu fügte er immer sein Symbol.
Einen Fadenkreuz ähnelnden Zeichen. Sein Markenzeichen, welches er sich
offensichtlich wahllos zulegte. Zudem sendete er Botschaften, mit einem
selbst erschaffenen Code, der bis heute noch nicht vollständig
entschlüsselt ist.
Kult-Regisseur David Fincher („Sieben“)
hat sich des brisanten Stoffes angenommen. Und das obwohl bereits zwei Jahre
zuvor ein Film mit selbiger Thematik in die Kinos kam („Der Zodiak-Killer“
USA 2005). Doch Finchers Umsetzung hat ihre Daseinsberechtigung. Ohne Frage.
Die düstere Geschichte verfügt nur über wenige spannende Momente und
Action gibt auch nur sehr begrenzt. Man sieht meist irgendwelche Leute, die
versuchen den Zodiac ausfindig zu machen. Unterbrochen wird das Ganze immer
wieder von einigen blutigen Effekten, die durchaus Schock-Potenzial haben.
Mit ansonsten langen Dialogen ist hier eigentlich eine gute Vorlage für
einen „Langweiler über weite Strecken“ geschaffen, aber dennoch
versteht es „Zodiac – Die Spur des Killers“ extrem gut zu unterhalten.
Wahrscheinlich weil man wissen will, wer sich hinter der Maske des Zodiac
verbirgt. Auch wenn man weiß, dass einem das wahre Gesicht
höchstwahrscheinlich nicht präsentiert wird.
Die bekannten Darsteller sorgen auch für einen guten Unterhaltungswert. Sie
spielen durch die Bank sehr gut. So, wie man es sich für einen aufwendig
produzierten Film wünscht. Die bekannten Gesichter tauchten schon in vielen
anderen Hollywood-Produtionen auf und zeigen hier, dass sie echte Profis
sind. Der herausstechende Charakter des Karikaturisten Robert Graysmith wird
von Jake Gyllenhaal („Donnie Darko“)gemimt. Ihm kann durchaus eine
Glanzleistung attestiert werden.
Fincher versteht es die verschiedenen Charaktere gut zu durchleuchten. Schon
bald weiß der Betrachter, wem es um was geht und bekommt die Chance
entsprechend mit zu fiebern. Zudem ist es für den Unterhaltungswert
positiv, dass die einzelnen Figuren noch Veränderungen durchmachen. Die
recht authentische Ausstrahlung der verschiedenen Zeitepochen, in denen der
Film spielt, tragen das Ihrige zu der guten Unterhaltung bei.
Sicherlich wird nicht jeder mit dem Plot zurecht kommen. Diejenigen, die
eher einen fiktiven Thriller wie „Sieben“ sehen wollen, oder eine
ähnliche Thematik wie in „Fight Club“ erwarten, werden mit hängenden
Köpfen die DVD zurück ins Regal stellen. Hier geht es um einen echten
Fall, der gut nacherzählt wird. Ohne das Drumherum massentauglich
umzugestalten und mit all dem, was eine schnöde Polizeiarbeit so mit sich
bringt. Für diejenigen, die sich für den Zodiac interessieren, ist das
Gezeigte aber ein Genuss. Wenn man sich die Frage stellt, wie es solch ein
Mörder geschafft hat, trotz seiner Medienfreundlichkeit, nicht gefasst zu
werden, bekommt man hier passende Antworten. Man kann beobachten, wie sich
die Bürokratie selbst ein Bein stellt und gerade als Deutscher kann man da
einige Parallelen erkennen.
Trotz einer Lauflänge von über 150 Minuten
ist „Zodiac – Die Spur des Killers“ eine kurzweilige Angelegenheit.
Fincher hat einen soliden Kriminalthriller erschaffen, der durch die gut
umgesetzte Geschichte des unbekannten Killers überzeugt. Die hohen
Erwartungen kann er erfüllen, es sei denn, man ist absoluter Action-Fan…
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