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Mit
„Gnaw“, was zu deutsch etwa Knabbern oder Nagen bedeutet, kommt
ein weiterer Backwood-Slasher in die heimischen DVD-Regale.
Prinzipiell funktioniert diese Thematik immer. In ganz wenigen Fällen
kann ein Film mit kannibalischen Hillbillies und sterbefreudigen
Teenagern nicht überzeugen.
Hier ist das leider größtenteils der Fall. Die Geschichte gibt so
gut wie nichts her. Gut... muss sie auch nicht, da auch die
Genre-Kollegen keine wirkliche Story präsentieren. Doch in „Gnaw“
kommt mal so gar nichts rüber. Junge Leute fahren irgendwo hin und
werden zum Töten freigegeben. Es gibt ein paar unsinnige kleinst
Handlungsstränge wie den Streit um eine Schwangerschaft. Aber mehr
als zwei Minuten können die Nebensächlichkeiten nicht füllen.
Prinzipiell könnte man das Fehlen von Handlung ja kompensieren. Mit
Splatter, Spannung, Atmosphäre... Dies geschieht hier aber meist
nicht. Der Film versucht zwar einige Spezialeffekte unterzubringen,
die werden dann aber nicht vollendet oder sind stümperhaft.
umgesetzt. Hier soll jetzt nicht zuviel verraten werden, aber wenn
man beispielsweise etwas herausreißt, darf man nicht erwarten, dass
das Herausgerissene einen sauberen Schnitt hat. Ebenso ist es natürlich,
wenn etwas kopfüber hängt und dann aufgeschnitten wird losblutet.
Und nicht erst dann, wenn die Kamera auf ein Auffanggefäß für das
Blut schwenkt. In Sachen Spezialeffekte sind hier Fehler gemacht
worden, die sicherlich nicht verziehen werden können. Für die
Darstellung der Hinterwäldler wurden keinerlei Masken oder ähnliches
benötigt. Vielleicht ist das auch besser so.
Nicht verwunderlich ist, dass Darsteller am Set zu sehen sind, die
nicht den allerbesten Eindruck hinterlassen. Einer der Typen ist
sogar ein kompletter Totalausfall. Besonders auffällig wird dies,
wenn einige der wenigen Emotionen gespielt werden müssen. Hier
fehlt die Glaubhaftigkeit komplett. Und dabei sind die Rollen nicht
mal sonderlich anspruchsvoll. Eine Charakterzeichnung gibt es nicht.
Die Rollen sind nur aufs Sterben ausgelegt. Natürlich erst ab dem
Zeitpunkt, nachdem alle ausgiebig kopuliert haben.
Bei all den Schwächen ist es schon ein wenig verwunderlich, dass
„Gnaw“ recht kurzweilig ist. Die 77 Minuten gehen relativ
schnell vorbei. Vielleicht weil man erwartet, dass noch etwas Großes
kommt. Immerhin versucht der Film in einigen Szenen an das „Texas
Chainsaw Massacre“ zu erinnern. Beispielsweise mit dem Einblenden
von Vermissten-Dokumenten. Am Anfang erinnert „Gnaw“ an einen
weiteren Genre-Klassiker. Und zwar „Wolf Creek“. Die Analogie
ist aber bereits nach einigen Minuten hinfällig.
Unterm
Strich ist „Gnaw“ etwas weniger als ein durchschnittlicher
Beitrag zu der Vielzahl an Backwood-Slashern. Regisseur
Gregory Mandry ist es nicht gelungen, ein solides Erstlingswerk
abzuliefern. Es fehlen unter anderen schöne Landschaftsaufnahmen,
die dieses Subgenre normalerweise bereichern. Die Spannung und die
Atmosphäre sind nicht ausgeprägt genug. Gleiches gilt für die
Spezialeffekte. Da bleibt nicht viel. Nur ein Killer der mit einer
toten Katze im Gesicht, der aus Teenagern ein leckeres Mittagsessen
zubereitet. |
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Das Bild der DVD
ist nicht gerade das schärfste das man je gesehen hat.
Wahrscheinlich liegt das aber daran, dass die Grobkörnigkeit und
die Unschärfe als Stilmittel verwendet werden. Wäre ja nicht das
erste Mal so, bei einem Streifen dieser Art. Der Ton geht in
Ordnung, bietet aber nicht sonderlich viele akustische Höhepunkte.
Im Extras-Menü der DVD gibt es ein interessantes Making Of, das
knapp 10 Minuten dauert. Es ist in Originalsprache und ohne
Untertitel. Des Weiteren gibt es einen Audiokommentar des
Regisseurs, den Trailer zum Film und eine Trailershow.
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