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Bei
„Dread“ handelt es sich nicht um einen gänigen Horror-Film. Auf
diese Idee könnte man bereits vor der Betrachtung kommen, da eine
Kurzgeschichte von Clive Barker verwendet wurde und diese ja stets
etwas Eigenes mit sich bringen. Clive Barker führte bei Filmen wie
„Hellraiser – Das Tor zur Hölle“ oder auch „Cabal – Die
Brut der Nacht“ Regie und steht für Qualität. In diesem Streifen
war er als Produzent tätig.
Im Inhalt von „Dread“ geht es um Angst. Verschiedene Ängste,
die verschiedene Leute mit sich rumtragen. Die Vorstellung der
Charaktere ist dabei nett zu verfolgen und interessant gestaltet. Es
wird einem aber auch klar, dass es sich um die Verfilmung einer
Vorlage handelt, die man auch in einer Stunde hätte unterbringen können.
Nicht, wie hier, in filmtypischen 90 Minuten. Es zieht sich also
hier und da schon mal etwas.
Debüt-Regisseur Anthony
DiBlasi lässt den geneigten Betrachter lange im dunkeln tappen, wo
die Geschichte sich hinbewegt. Er baut Alpträume und nicht zwingend
nachvollziehbare Sachen ein. Man bleibt also bei der Stange. Nach
und nach verdichten sich die Hinweise darauf, dass noch etwas Böse
folgen soll. Und so ist es dann auch. „Dread“ öffnet
menschliche Abgründe. Die Spannung steigt im Verlauf deutlich. Der
Streifen taugt durchaus als Menschenstudie, auch wenn die Fülle aus
Angst und Hass etwas übertrieben dargestellt wird. Aber wir
befinden uns ja nun mal in einem Horror-Film. Da sind Übertreibungen
an der Tagesordnung.
In Sachen Splatter & Gore wird allerdings nicht so übertrieben.
Es gibt einige nette Szenen, die man sich gut angucken kann. Des
weiteren gibt es blutleere Szenen, die in ihrer extremen Darstellung
hart und ekelig sind und so zur „etwas anderen“ Unterhaltung
beitragen. Für das Auge gibt es noch weitere optische Eindrücke zu
erfassen. Beispielsweise einige schmutzige Kulissen, welche die
Atmosphäre verdichten, ein unappetitliches (fast) Ganzkörpermuttermal,
und ein Steakessen der etwas anderen Art. Ganz nett angucken kann
man sich auch die beteiligten Darsteller. Es wird solide Qualität
geboten, ohne das man etwas besonders Gutes oder besonders
Schlechtes zu Gesicht bekommt.
„Dread“ ist nach der Betrachtung unter den Filmen
einzuordnen, die man gucken kann, aber nicht zwingend gesehen haben
muss. Für einen echten „Barker“ ist er etwas zu langwierig und
von der Thematik her etwas zu trivial. Der Film ist zwar durchaus
tiefsinnig und verstörend, es
gibt aber bessere Barker-Adaptionen. Beispielsweise den ein
Jahr zuvor veröffentlichten „Midnight Meat Train“. |
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Die
Qualität von Bild und Ton geht in Ordnung. Das Bild ist zwar nicht
immer das Klarste, da kann die DVD aber nichts dafür. Der Film
wurde dunkel und trübe vom Regisseur eingefangen, um die Atmosphäre
zu verdichten. Akustisch kommt man ohne große Schmankerl aus. Die
braucht der Film aber auch nicht wirklich. Der Ton hätte allerdings
etwas lauter auf die DVD gepresst werden können. Man muss schon
ordentlich am Lautstärkeregler drehen.
Im Bonusprogramm der DVD befinden sich neben einigen Trailern ein
kleines Making Of von 4:21 Minuten und 10 Interviews mit
Beteiligten. Alles untertitelt.
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