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Liest der geneigte B-Movie Fan den
Namen Troma, öffnet sich dessen Film-Herz. Lloyd Kaufman und Michael
Herz gründeten 1974 ein Filmlabel, welches in den folgenden Jahren
verrückte Trash-Granaten erschuf. Beispielsweise „Bloodsucking
Freaks”, „Surf Nazis Must Die“, „Muttertag”, „Class Of Nuke ’Em
High”, „Combat Shock”, „Redneck Zombies” oder natürlich auch den
Superheld der 80er „Atomic Hero“ aka „The Toxic Avenger“. Die Liste
kann sich noch um einiges erweitern lassen und trägt schöne
Erinnerungen an längst vergangene Film-Tage.
Da ist es dann natürlich nett anzusehen, wenn ein Film mit Bezug auf
Troma, auf DVD, in die Regale wandert. Wenn man zudem sieht, dass
Lloyd Kaufman selbst mit von der Partie ist, muss man zwangsläufig
einen Blick riskieren. Und riskieren ist hier die richtige Wortwahl.
Denn man läuft höchste Gefahr, etwas anderes serviert zu bekommen,
als man es erwartet/erhofft.
Denn „Attack Of The Tromaggot“ ist kein Film aus der Troma-Schmiede,
sondern eine Art Fan-Film. Von Leuten, die sich über Trash (machen)
freuen und meinen, etwas Ähnliches auf Zelluloid brennen zu können,
wie die Original-Macher. Eine Handvoll Jahre haben die Macher um
Regieneuling Leslie Teah gebraucht, um den Film fertigzustellen.
Wobei Film eventuell nicht die richtige Wortwahl ist, da sich hier
viele verschiedene Ideen sammeln und das, was den Hauptplot
darstellt, auseinanderreißt.
Die vielen Geistesschöpfungen sind ebenso amüsant wie unerträglich.
Letzteres auf Dauer. Es wird plump erzählt, plump gespielt und plump
gehandelt. Man merkt recht schnell, dass die Spielzeit von 78
Minuten etwas zu lang ausfällt. Eine Komprimierung auf eine halbe
Stunde, quasi das Wesentliche, wäre sicherlich sinnvoll gewesen.
Es wäre überraschend, wenn bei all der versammelten Plumpheit die
Spezialeffekte positiv herausragen würden. Auch wenn es einige
Überraschungen im Film gibt, bleibt eine positive
Effekt-Überraschung aus. Die verschiedensten Szenen sind billig,
natürlich voll übertrieben und somit alles andere als glaubwürdig
oder qualitätssteigernd.
Als Hauptdarsteller können sowohl der Schleim, als auch eine
strumpfartige Handpuppe als Tromaggot überzeugen. Die involvierten
Menschen können dies leider nicht für sich behaupten. Sie sind
offensichtlich allesamt Laien, die nicht vor das Kameraobjektiv
getreten sind um authentisch zu sein, sondern um Spaß zu haben. Und
den hatten sie hoffentlich… In einer kleinen Nebenrolle ist
Troma-Ikone Llody Kaufman zu sehen. Auch Debbie Rochon („Tromeo &
Julia“, „H.P. Lovecrafts Saat des Bösen“ uva.) hat einen
Gastauftritt.
Dieser durch und durch sinnbefreite Filmbeitrag ist sicherlich nur
etwas für Hardcore-Troma-Fans. Es wird da draußen sicherlich nicht
wenige geben, die sich nach einer potentiellen Betrachtung die Frage
stellen, was dieser Unsinn soll. Da es aber ein breitgefächertes
Publikum gibt, wird es sicherlich auch Leute geben, die an diesem
Troma-Quatsch Gefallen finden werden. |
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Während der
filmtechnische Inhalt nicht an eine Topqualität heranreicht, kann
man dies von der technischen Seite nicht behaupten. Bild und Ton
holen sicherlich das Maximum aus der Geschichte raus. Die Extras
bestehen aus einem Making Of, bei dem man den Machern über 12
Minuten beim Dreh zugucken kann. Des Weiteren gibt es einen Clip zu
der Entstehung der Synchronisation (10:54 Minuten), Outtakes (3:53
Minuten), Deleted Scenes (6:12 Minuten), einen Rap (1:21 Minuten)
und noch etwas „Trailerkram“.
Als Verpackung gibt es eine nette Buchhülle, in die noch eine
weitere Silberscheibe ihren Platz gefunden hat. Dabei handelt es
sich um eine Audio-CD, welche den Soundtrack zum Film beinhaltet. Ob
man die braucht ist fraglich, aber es ist auf jeden Fall eine nette
Geste. Die Buchbox und deren Inhalt sind auf 500 Exemplare
limitiert.
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