Curse Of The Komodo

Informationen

OT:Curse Of The Komodo

ca. 92 Minuten

USA 2004

Regie

  • Jim Wynorski
Darsteller

  • Tim Abell
  • Melissa Brasselle
  • William Langlois
  • Gail Harris
  • u.a.

Curse Of The Komodo

Story

Auf einer abgelegenen Insel leitet der Genforscher Nathan Phipps (William Langlois) auf die Initiative des US Generals Foster (Jay Richardson) hin ein Experiment mit Komodo-Waranen. Bei den Versuchen geht allerdings etwas schief, die Tiere werden riesengroß und schaffen es, zu entkommen. Nur mit knapper Not können Phipps und seine Männer von der Insel fliehen, doch aufgrund einiger Dokumente, die ihnen gefährlich werden könnten, sollten sie entdeckt werden, müssen sie noch einmal zurück, um diese Unterlagen zu zerstören. Zur selben Zeit landet eine Gangsterbande auf der Insel, die nach einem Casinoraub unfreiwillig notlanden muss. Die Gang, geführt von dem gewissenlosen Kriminellen Drake (Paul Logan), stößt natürlich schnell auf Phipps und seine Männer. Die beiden unterschiedlichen Gruppierungen erkennen, dass es besser ist, zusammen zu arbeiten, um sich gegen die monströsen Komodo-Warane verteidigen zu können. Blöd nur, dass die Monster einen Schleim absondern, der Menschen bei Hautkontakt zu Zombie-ähnlichen Kreaturen macht, weshalb es bald zu massiven Verlusten unter den Forschern und den Gangstern kommt. Als General Foster dann auch noch den Entschluss fasst, die Insel bombardieren zu lassen, stehen die Chancen, lebend von der Insel zu kommen, alles andere als gut…

Kritik

Wer sich bereits ernsthaft mit dem Thema Tierhorrorfilm auseinandergesetzt hat, wird sicherlich unschwer erkannt haben, dass es mehrere hundert Vertreter dieses Genres gibt und es so schwer ist, einen Film herauszupicken, der einen vom Inhalt her anspricht. Ich habe mir deshalb eine sehr praktische, wenn auch etwas masochistische Technik angeeignet, indem ich mir einfach jeden Müll ansehe, der auch nur entfernt etwas mit Tierhorror zu tun hat. Dabei stößt man zwar auf sehr viel Schund, sammelt jedoch auch Erfahrung und ein gehöriges Wissen über das Genre, weshalb gelegentliche Ausrutscher fast schon belanglos sind. Auf "Curse Of The Komodo" habe ich mich aufgrund des Covers, das mich vielmehr an ein PC Spiel, als an einen Film erinnerte, nur zögernd eingelassen, doch den letztendlichen Anschub gab mir dann der Name des Regisseurs – Jim Wynorski. Dieser hat bereits über 50 Filme gedreht, die zu einem großen Teil in die Sparte B-Movie fallen, was eigentlich nur von Erfahrung und Kenntnis zeugen kann. Und obwohl "Curse Of The Komodo" letztendlich alles andere als sehr schlecht war, muss ich doch sagen, dass ich ein bisschen mehr erwartet hätte. Wynorski hat ein großes Vorbild, an dem er sich auffallend und ausgiebig orientiert; Steven Spielberg, bzw. "Jurassic Park". Anleihen und Ähnlichkeiten finden sich zuhauf, das wird niemand bestreiten können, der beide Filme gesehen hat. Bereits die Parallele in der Anfangsszene ist unbestreitbar, wenn die Kamera über eine dicht bewachsene Insel fliegt und so wunderschöne Naturbilder einfängt. Unterlegt mit einer passenden Musik bekommen wir malerische Berglandschaften, undurchdringliche Wälder und tiefe Gewässer zu sehen, die oftmals in riesigen Wasserfällen münden. So weit, so gut, ich muss sagen, bis zu diesem Zeitpunkt hat mit der Film sehr gut gefallen, doch leider, leider macht er kurz darauf bereits einen Fehler, der den meisten Filmen dieser Art schlichtweg das Genick bricht: Es wird bereits in den ersten Minuten durch dunkle, kaum zu erkennende Szenen versucht, Spannung und Atmosphäre aufzubauen, was jedoch gehörig nach hinten losgeht. Ein Film wie "Curse Of The Komodo" muss sich seiner B-Movie Herkunft keinesfalls schämen, mir persönlich ist es lieber, wenn ein hässlich gestaltetes Monster direkt gezeigt, als nur angedeutet wird, wie hier, in den ersten Minuten geschehen. Der nächste, grobe Fehler: Jim Wynorski scheint einer von den Regisseuren zu sein, die Wert auf Story und Charaktere legen, was an und für sich lobenswert, in einem Billigfilm wie diesem jedoch absolut unangebracht ist. So wird oft minutenlang geredet, bis es wieder actionreich zur Sache geht, und dies sorgt leider sehr schnell dafür, dass sich beim Zuschauer bereits nach kurzer Zeit Langeweile breit macht. Und dabei ist dies doch so unnötig! In seinen actionreichen Szenen haut "Curse Of The Komodo" nämlich voll auf die Kacke und präsentiert Explosionen, billige Komodo-Warane, die in all ihrer schlechten Aufmachung Jagd auf Menschen machen uvm. Hier wird jeder Trash/B-Movie-Liebhaber in jedem Fall zufriedengestellt, um so mehr tut es mir weh sagen zu müssen, dass Wynorski einen Großteil seiner Chancen verspielt hat, weil er sich einfach nicht auf seine Stärken verlassen hat. Wieso? Nun vermutlich hielt er sich in einem Anflug von Größenwahn für einen talentierten Geschichtenerzähler, anders kann ich es mir nicht erklären. Würde sich "Curse Of The Komodo" die komplette Spielzeit über auf die Stärken verlassen, die ihn in den Besten Szenen so unterhaltsam machen, dann hätte dies durchaus ein Trash-Kracher werden können, so versickert er aber unnötig oft in purer Belanglosigkeit.

Wer bei den schauspielerischen Leistungen mit nichts gutem rechnet, den verstehe ich durchaus, so ist das Subgenre des Tierhorrorfilms für gewöhnlich nämlich nicht gerade ein Anlaufpunkt für Oscaranwärter. Doch keine Angst, auf der Liste der Darsteller finden sich erstaunlicherweise einige relativ bekannte Namen, die dem Freund des B-Movies sogar ein Begriff sein könnten. So agiert an vorderster Front ein gut aufgelegter Tim Abell, der bereits in Filmen wie "Raptor", "Wir waren Helden" und "Desert Thunder" zu sehen war. Sicherlich kein Weltstar, aber dennoch ein Gesicht, dass der eine oder andere eventuell wiedererkennen wird. Die restlichen Schauspieler teilen sich in zwei Lager auf: Da hätten wir einmal die Dilettanten und des weiteren die, die wenigstens ihr bestes geben. Während manch einer nur lustlos durchs Bild stolpert, gibt es durchaus auch Lichtblicke innerhalb des breiten Aufgebots an Schauspielern, so dass "Curse Of The Komodo" unter diesem Anhaltspunkt gar nicht so schlecht ist, wie man vielleicht befürchten könnte. Zwar hatte ich von Zeit zu Zeit meinen Spaß mit "Curse Of The Komodo", doch leider hat Jim Wynorski die gegebenen Möglichkeiten nicht genutzt und aus einem potenziellen actionreichen Trashklopper einen Film fürs Fließband abgeliefert. Die völlig sinnfreien Nacktszenen, die Verfolgungsjagden und die billigen Warane machen Spaß, keine Frage, um so negativer fallen dafür aber die Versuche auf, eine Story einzubauen. Dies macht den Film leider langweiliger als er eigentlich ist und sorgt dafür, dass man des öfteren automatisch einen Blick auf seine Uhr wirft. Was letztendlich bleibt ist eine "Jurassic Park" Kopie, aus der man wesentlich mehr hätte machen können, was jedoch nicht bedeutet, dass Fans von Tierhorror und trashigen B-Movies nicht mal einen Blick riskieren können.

Bewertung

Splatter Curse Of The Komodo
Spannung Curse Of The Komodo
Story Curse Of The Komodo
Ekelfaktor Curse Of The Komodo
Atmosphäre Curse Of The Komodo
Gesamt Curse Of The Komodo

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